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Viel Fleiß, kein Preis

Warum Frauen im Berufsleben oft den Kürzeren ziehen – Mehr Arbeit, weniger Geld, kaum Anerkennung

By Martin Wehrle
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Viel Fleiß, kein Preis: Warum Frauen im Berufsleben oft den Kürzeren ziehen – Mehr Arbeit, weniger Geld, kaum Anerkennung by Martin Wehrle

Die Benachteiligung von Frauen im Beruf ist nach wie vor traurige Tatsache. Diese Blinks zu Viel Fleiß, kein Preis (2014 erschienen unter dem Titel Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!) drehen den Spieß um: In ihnen wird ein erfolgreicher Marketingchef nach einer Verwandlung in einem Frauenkörper auf Spießrutenlauf durch die kleinen, aber dennoch gemeinen Schikanen des Alltags geschickt. Seine Perspektive eröffnet frische Blickwinkel auf eine alte Ungerechtigkeit.

  • Führungskräfte, die ein modernes Arbeitsumfeld gestalten wollen
  • Frauen, die die Nase voll haben von Benachteiligung
  • Jeder, der wissen möchte, wie sich die Diskriminierung von Frauen im Berufsalltag anfühlt

Martin Wehrle gilt weithin als Deutschlands bekanntester Karrierecoach. Er durchlief eine Ausbildung zum Journalisten und war seitdem für viele renommierte Zeitungen tätig. Er hat außerdem bereits über 20 erfolgreiche Sachbücher und Business-Ratgeber veröffentlicht. Darunter auch Geheime Tricks für mehr Gehalt und Der Klügere denkt nach, die du ebenfalls in der Blinkist-Bibliothek findest.

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Viel Fleiß, kein Preis

Warum Frauen im Berufsleben oft den Kürzeren ziehen – Mehr Arbeit, weniger Geld, kaum Anerkennung

By Martin Wehrle
  • Read in 12 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 7 key ideas
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Viel Fleiß, kein Preis: Warum Frauen im Berufsleben oft den Kürzeren ziehen – Mehr Arbeit, weniger Geld, kaum Anerkennung by Martin Wehrle
Synopsis

Die Benachteiligung von Frauen im Beruf ist nach wie vor traurige Tatsache. Diese Blinks zu Viel Fleiß, kein Preis (2014 erschienen unter dem Titel Herr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?!) drehen den Spieß um: In ihnen wird ein erfolgreicher Marketingchef nach einer Verwandlung in einem Frauenkörper auf Spießrutenlauf durch die kleinen, aber dennoch gemeinen Schikanen des Alltags geschickt. Seine Perspektive eröffnet frische Blickwinkel auf eine alte Ungerechtigkeit.

Key idea 1 of 7

Klassische Bewerbungsverfahren benachteiligen Frauen systematisch.

Lassen wir uns auf ein kleines Gedankenexperiment ein. Stell dir vor, ein Mann – nennen wir ihn Peter Müller – arbeitet als Marketingchef für einen bekannten Reifenhersteller. Er nimmt sich eine Auszeit, reist mit seinem besten Freund ein paar Monate lang auf dem Motorrad um die Welt und macht sich anschließend auf die Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Eines Morgens wacht er jedoch im Körper einer Frau auf.

Peter Müller denkt sich: „Ulkig, aber kein Problem. Ich weiß ja, was ich wert bin.“ Prompt erlebt er die erste Überraschung. Als „Petra Müller“ einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zu bekommen, erweist sich als unerwartet schwierig. Es stellt sich heraus: Wer zu gut aussieht, wird oft gar nicht erst eingeladen. Müller erinnert sich an das Vorurteil seiner Ex-Kollegen, Attraktivität und Intelligenz schlössen sich bei Frauen geradezu grundsätzlich aus. Kein Foto ist allerdings auch keine Lösung. Dann heißt es: „Die muss ja hässlich wie die Nacht sein, wenn sie sich nicht einmal traut, ein Foto zu schicken.“

Wer wie Petra Müller Mitte 30 und single ist, muss noch mehr gedanklich Hürden überwinden. Dann gehen Personaler nämlich gerne davon aus, dass eine Frau spätestens zwei Jahre später eine Familie gründen und der Firma unproduktiv auf der Tasche liegen wird. Am Ende bekommt Müller doch eine Einladung – dank der Möglichkeit, Foto, Name, Alter und Herkunft bei einem anonymisierten Bewerbungsverfahren weglassen zu können.

Doch auch das Vorstellungsgespräch selbst überrascht mit unerwarteten Tücken. Das fängt schon bei der Wahl von Outfit und Make-up an. Egal was Frau wählt – sie riskiert immer, zu bieder oder zu verrückt, zu unattraktiv oder zu aufreizend zu wirken. Müller tritt so selbstsicher auf, wie er es als Mann gewohnt war. Das fällt auch den männlichen Interviewern auf: „An mangelndem Selbstbewusstsein leiden Sie ja nicht gerade.“ Müller kontert schlagfertig: „Da haben wir ja schon was gemeinsam!“ Das kommt nicht gut an und er stellt fest: Als Frau auf Kumpel machen ist nicht.

Natürlich kommt auch der hinterlistige Ersatz für die inzwischen unangebrachte Frage nach der Familienplanung: Ob er sich vorstellen könne, langfristig in Teilzeit weniger Wochenstunden zu arbeiten? Er ist vorbereitet und verneint. Das allerdings so vehement, dass die Interviewer misstrauisch werden. Egal wie er sich anstellt, es scheint am Ende doch falsch zu sein. Ein paar Tage später liegt die Absage im Briefkasten.

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