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Gute Chefs essen zuletzt

Warum manche Teams funktionieren – und andere nicht

By Simon Sinek
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Gute Chefs essen zuletzt by Simon Sinek
Synopsis

Was unterscheidet erfolgreiche Teams von anderen? Was zeichnet eine gute Führungskraft aus? Und was hat das ganze mit Essen zu tun? Diese Blinks zu Simon Sineks Gute Chefs essen zuletzt (2017) kennen das Geheimnis guter Unternehmensführung. Sie erklären anhand evolutionsbiologischer Zusammenhänge, warum wir uns in Gruppen organisieren, Hierarchien bilden und Anführer brauchen. Und sie beschreiben, warum gute Chefs vor allem Herz und Charakter benötigen, um erfolgreiche Teams zu bilden.

Key idea 1 of 9

Unsere sozialen Hierarchien haben ihre Wurzeln in unserer Biologie.

Was macht manche Teams besser als andere? Und welche Rolle spielen dabei die Chefinnen und Chefs? Diesen beiden Fragen werden wir im Laufe dieser Blinks nachgehen. Stellen wir uns aber zunächst eine ganz grundlegende Frage. Warum gibt es überhaupt Hierarchien? Oder anders: Brauchen wir eine Trennung zwischen Führenden und Folgenden?

Der Autor hat darauf eine klare Antwort: Ja. Hierarchien sind ein natürlicher Teil sozialer Evolution. Sie sind kein kalkuliertes Konstrukt, das die einen erfunden haben, um andere zu unterdrücken. Sie sind das Produkt biologischer Prozesse und Bedürfnisse. Oder genauer gesagt: das Produkt unserer Hormone.

Aber fangen wir ganz von vorne an. Unsere Hormone sind das Ergebnis aus Millionen Jahren Evolution. Sie halfen unseren Vorfahren dabei, ihr Überleben zu sichern. Und sie prägen unser Denken und Handeln bis heute. Beispiele gefällig? Dopamin belohnt dich mit wohliger Zufriedenheit, sobald du eine Aufgabe erledigst. Und die Hormone Serotonin und Oxytocin bestimmen unser Sozialleben, indem sie uns helfen, intime Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen.

Und dann sind da noch die Endorphine – körpereigene Morphine, die Erschöpfung und Schmerz als körperliches Wohlgefühl tarnen. Sie sind der Grund dafür, dass sich viele Menschen nach kräftezehrendem Training so ausgeglichen und glücklich fühlen, dass sie am liebsten gleich wieder in die Turnschuhe schlüpfen würden. 

Genau diese Endorphine waren es, die den Wildbeutern vor 10.000 Jahren über ihre Angst und Erschöpfung hinweghalfen, um ihre hungrigen Familien zu ernähren. Und heute motivieren sie Profi- und Hobbysportler zu immer neuen Bestleistungen.

Aber wie kommen wir nun von Hormonen zu Hierarchien? Stell dir einen Frühmenschen vor, der aufgrund seiner Physis zu den besten Läufern seiner Gemeinschaft gehört. Das Endorphin in seinem Blut gibt ihm die Kraft, seiner Müdigkeit zu trotzen und kilometerweit zu rennen, um ein Tier zu erlegen und Nahrung für sein Dorf zu besorgen. Diese Fähigkeit bringt ihm einen höheren Status in der Gemeinschaft ein. Dagegen müssen sich körperlich schwächere Mitglieder mit weniger prestigeträchtigen Rollen abfinden: zum Beispiel mit dem Sammeln von Früchten. Diese Teilung in „stark“ und „schwach“ war der erste Schritt in der Entwicklung sozialer Hierarchien. 

Hormone produzieren diese Strukturen aber nicht nur, sie festigen sie auch. Denn Hormone wie Serotonin und Oxytocin helfen den physisch schwächeren Mitgliedern, auch für sozial höher gestellte Mitmenschen Zuneigung zu empfinden, statt ihnen ihre Position zu neiden.

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