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Work-Life-Bullshit

Warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt

Von Thomas Vašek
13 Minuten
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Work-Life-Bullshit: Warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt von Thomas Vašek

Work-Life-Bullshit (2015) wirft einen philosophischen Blick auf unser Verständnis von Arbeit. Diese Blinks zeigen dir, dass es absurd ist, die Arbeit vom Leben trennen zu wollen. Denn Arbeit ist ein ganz wesentlicher und sinnstiftender Teil unseres Lebens!

  • Alle, die sich für soziologische und philosophische Positionen bezüglich der Arbeit interessieren
  • Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens
  • Unzufriedene Arbeitnehmer, die stets auf Feierabend oder Urlaub warten

Thomas Vašek ist Autor und der Chefredakteur des philosophischen Magazins Hohe Luft. Er kennt die Arbeitswelt: Vor seiner Karriere als Buchautor arbeitete er unter anderem als Kellner, Altenpfleger, Prospektverteiler und als selbstständiger Journalist.

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Work-Life-Bullshit

Warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt

Von Thomas Vašek
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Work-Life-Bullshit: Warum die Trennung von Arbeit und Leben in die Irre führt von Thomas Vašek
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Work-Life-Bullshit (2015) wirft einen philosophischen Blick auf unser Verständnis von Arbeit. Diese Blinks zeigen dir, dass es absurd ist, die Arbeit vom Leben trennen zu wollen. Denn Arbeit ist ein ganz wesentlicher und sinnstiftender Teil unseres Lebens!

Kernaussage 1 von 8

Was wir unter Arbeit verstehen, unterliegt dem Wandel der Zeit.

Fragst du dich gelegentlich, ob du zu viel arbeitest oder ob deine Arbeit dich glücklich macht? Wenn du hier laut „ja“ rufen musst, liegt das wahrscheinlich daran, dass auch du nur ein Kind deiner Zeit bist. Denn wie wir über Arbeit denken, hängt von der Zeit ab, in der wir leben.

Die griechischen Philosophen der Antike z.B. verpönten die Arbeit noch als eines freien Menschen unwürdig. Körperliche Arbeit verrichteten zu dieser Zeit hauptsächlich Sklaven, und Kopfarbeit sah man nicht als Arbeit, sondern als Muße an.

Im Mittelalter war Arbeit etwas, das man von einem frommen Menschen erwartete. Daher auch das Motto „ora et labora“, also „bete und arbeite“. Arbeit umfasste zu dieser Zeit nun neben den körperlichen auch geistige Tätigkeiten, wie z.B. das Verfassen von Schriften.

In der frühen Neuzeit, also etwa ab dem 14. Jahrhundert, wurde die Arbeit gesellschaftsfähiger. Man dachte sie nun nicht mehr ausschließlich als etwas, das man Menschen von niedrigerem Stand verrichten lässt. Stattdessen wurde Arbeit immer häufiger mit Wohlstand und Anerkennung in Verbindung gebracht.

Im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert wurde der Müßiggang, der in der Antike noch so hoch geschätzt wurde, gesellschaftlich mehr und mehr geächtet, die Arbeit gar zum neuen Ideal erklärt. So verurteilte Martin Luther die Müßiggänger, und der Reformator Johannes Calvin lehrte, dass sich der Glaube erst in unentwegter Arbeit zeigt. Laut dem Soziologen Max Weber liegt der Aufstieg des Kapitalismus auch genau in dieser „protestantischen Arbeitsethik“ begründet, die sich damals entwickelte.

Doch keine andere Epoche prägte unser Verständnis von der Arbeit so sehr wie die industrielle Revolution. Freie Lohnarbeit, wie wir sie heute kennen, konnte nämlich erst mit den Fabriken entstehen. Denn erst diese führten eine klare räumliche Trennung zwischen Arbeit und Leben ein.

Bald darauf aber folgte schon der Kampf um kürzere Arbeitszeiten und gerechtere Verteilung. Arbeitsfreie Zeit wurde wieder zu einem begehrten Gut.

Und wo sind wir heute? Genau. Wir reden über die sogenannte Work-Life-Balance. Schon daran, dass es diesen Begriff überhaupt gibt, sehen wir, wie hart die Trennung zwischen Arbeit und Leben sich in unserem Denken festgesetzt hat. Scheinbar müssen wir einen Balanceakt zwischen zwei auseinanderklaffenden Welten vollführen. Aber gibt es diese Kluft wirklich? Und wie können wir Arbeit und Leben wieder versöhnen?

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