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Wir sind die Guten

Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren

Von Mathias Bröckers & Paul Schreyer
15 Minuten
Wir sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren von Mathias Bröckers & Paul Schreyer

In Wir sind die Guten (2014) geht es um das Selbstverständnis der westlichen Staaten. Am Beispiel der Ukraine-Krise analysieren die Blinks, wie mittels gezielter Meinungsmache durch die Medien ein positives Selbstbild aufrechterhalten wird. Was dabei außen vor bleibt: Die hochgehaltenen westlichen Werte wie Freiheit oder Demokratie sind oft nur ein Feigenblatt, um wirtschaftliche und politische Interessen durchzusetzen. 

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Mathias Bröckers schreibt als freier Journalist unter anderem für die taz und die Zeit und hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht. Zuletzt erschienen sind 11.9. – zehn Jahre danach sowie JFK – Staatsstreich in Amerika.

Paul Schreyer ist freier Journalist für Telepolis und Global Research. Er veröffentlichte mehrere Sachbücher zu den Anschlägen vom 11. September. Sein letztes Buch Faktencheck 9/11 wurde in Fachkreisen mit großem Interesse aufgenommen.

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Wir sind die Guten

Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren

Von Mathias Bröckers & Paul Schreyer
  • Lesedauer: 15 Minuten
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Wir sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren von Mathias Bröckers & Paul Schreyer
Worum geht's

In Wir sind die Guten (2014) geht es um das Selbstverständnis der westlichen Staaten. Am Beispiel der Ukraine-Krise analysieren die Blinks, wie mittels gezielter Meinungsmache durch die Medien ein positives Selbstbild aufrechterhalten wird. Was dabei außen vor bleibt: Die hochgehaltenen westlichen Werte wie Freiheit oder Demokratie sind oft nur ein Feigenblatt, um wirtschaftliche und politische Interessen durchzusetzen. 

Kernaussage 1 von 9

Putins Politik zu verstehen, heißt nicht, sie zu akzeptieren.

Putin ist der Oberschurke und jeder, der etwas Positives über ihn verlauten lässt, ein verdächtiger „Putinversteher“ – darin sind sich alle einig. Aber was ist so falsch daran, einen Politiker verstehen zu wollen, anstatt ihn von vornherein zu verurteilen?

Wenn wir versuchen, Putins Ansichten nachzuvollziehen, bedeutet das nicht, dass wir sie grundsätzlich teilen: Mehr über ihn und seine Einstellung gegenüber dem Westen zu erfahren, hilft uns dabei, zu verstehen, was in der Ukraine passiert ist, macht uns aber nicht automatisch zu Freunden von Putins Homosexuellen-Gesetzen.

Die meisten Russen haben kein Problem mit ihrem Präsidenten. Für viele gilt er nach wie vor als der „Retter Russlands“. Denn nach dem Zerfall der Sowjetunion hatten Gorbatschow und sein Nachfolger Jelzin das Land für ausländische Investoren geöffnet – Privatisierungen und eine Verarmung der Bevölkerung waren die Folge. 

Diesem Elend sagte Putin den Kampf an. Mit teilweise rabiaten Mitteln wie der Entmündigung des Parlaments führte er das sozial ruinierte Land wirtschaftlich wieder auf einen grünen Zweig. Viele Russen sind ihm dankbar, weil er dafür sorgte, dass ihre Löhne und Renten wieder regelmäßig gezahlt werden. Dafür sehen sie gerne darüber hinweg, dass er zum Beispiel die Meinungsfreiheit nicht besonders zu schätzen weiß.

Im Westen wird Putin gerne als Imperialist dargestellt, der sein Reich vergrößern möchte. Diese Angst wird in den Medien mit Hitler-Vergleichen geschürt, ist aber weitestgehend unbegründet. Tatsächlich sind es eher die westlichen Länder, die ihre Zusagen nicht einhalten und ihr Bündnissystem stetig nach Osten ausweiten: So kündigten zum Beispiel die USA im Dezember 2001 den seit 1972 gültigen ABM-Vertrag über Raketensysteme auf. Damit brachen sie ihr Versprechen, die NATO nicht nach Osten zu erweitern. Im Zuge dessen wurden neun osteuropäische Länder Mitglieder der NATO – kein Wunder, dass Russland sich bedrängt fühlt.

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