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Wer den Wind sät

Was westliche Politik im Orient anrichtet

Von Michael Lüders
13 Minuten
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Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet von Michael Lüders

Syrien, Irak, der Islamische Staat, Israel und Palästina, die Kurdenfrage: Der arabische Raum wird von zahlreichen Konflikten und Kriegen heimgesucht, die mittlerweile als Flüchtlingsströme auch bei uns angekommen sind. Um die Ursachen zu begreifen und mögliche Lösungen zu erkennen, taucht Michael Lüders in Wer den Wind sät tief in die Geschichte der arabisch-westlichen Beziehungen ein und findet des öfteren den Grund der Krisen im Westen selbst.

  • Jeder, der sich für den Krieg in Syrien interessiert
  • Jeder, der mehr über die Geschichte der arabischen Welt erfahren möchte
  • Jeder, der einen Überblick über die verschiedenen Krisenherde dort bekommen will

 Der Politik- und Islamwissenschaftler Michael Lüders war lange Zeit der Nahost-Korrespondent der Zeit und kennt alle Länder, über die er in Wer den Wind sät schreibt, aus eigener Erfahrung. Als Berater unterstützt er unter anderem das Auswärtige Amt und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in allen Fragen, die den arabischen Raum betreffen. Er hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht.

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Wer den Wind sät

Was westliche Politik im Orient anrichtet

Von Michael Lüders
  • Lesedauer: 13 Minuten
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Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet von Michael Lüders
Worum geht's

Syrien, Irak, der Islamische Staat, Israel und Palästina, die Kurdenfrage: Der arabische Raum wird von zahlreichen Konflikten und Kriegen heimgesucht, die mittlerweile als Flüchtlingsströme auch bei uns angekommen sind. Um die Ursachen zu begreifen und mögliche Lösungen zu erkennen, taucht Michael Lüders in Wer den Wind sät tief in die Geschichte der arabisch-westlichen Beziehungen ein und findet des öfteren den Grund der Krisen im Westen selbst.

Kernaussage 1 von 8

Das wird passend gemacht: Der Sturz des iranischen Präsidenten Mossadegh 1953 durch die CIA hatte langfristige Folgen.

Wer den Syrienkrieg verstehen will, muss mindestens bis in den Iran des Jahres 1953 zurückreisen. Denn dort nahm die gezielte Einflussnahme westlicher Mächte auf die Herrscher des arabischen Raums ihren Anfang. In diesem Jahr wurde der iranische Präsident Mohammad Mossadegh von der CIA und dem britischen Geheimdienst MI6 gestürzt – mit ungeahnten Folgen.

Der demokratisch gewählte Präsident Mossadegh wurde beseitigt, weil er westlichen Interessen im Wege stand. Er hatte zwei Jahre zuvor die iranische Ölproduktion verstaatlicht. Vorher waren fast die gesamten Gewinne daraus an englische Firmen gegangen. England bat die USA um Hilfe und gemeinsam planten die beiden Länder den Putsch und führten ihn durch.

Dabei wurden oppositionelle Gruppen gezielt unterstützt und zusammengeführt, und am Tag des Sturzes wurden amerikanische Undercover-Agenten eingesetzt, um z.B. Regierungsgebäude zu besetzen, wichtige Radiostationen einzunehmen und den Präsidenten selbst gefangenzunehmen. Das ist keine Spekulation und keine Verschwörungstheorie, sondern geht alles eindeutig aus CIA-Dokumenten hervor, die 2013 öffentlich gemacht wurden.

Die Folgen dieser Aktion waren schwerwiegend. Nach Mossadeghs Sturz wurde wieder ein Schah mit der Regierung des Landes betraut. Allerdings hatte er nur wenig Rückhalt in der Bevölkerung und wurde 1979 durch eine Islamische Revolution abgelöst. Dabei geriet Ajatollah Chomeini an die Macht, der den Iran zu dem religiösen Staat machte, den wir heute kennen.

Ohne den Putsch 1953 hätte es keine Islamische Revolution 1979 gegeben. Damit hat der Westen mit dazu beigetragen, dass eines der wichtigsten Länder der Region sich radikalisiert und von westlichen Werten abgewendet hat. Außerdem erschweren die Tatsachen von 1953 auch heute noch den Umgang mit dem Iran. Er ist zurecht z.B. in den Verhandlungen über sein Atomprogramm sehr misstrauisch – schließlich haben ihn die USA und Großbritannien schon einmal hintergangen.

Doch nicht nur der Iran beobachtet die westliche Welt mit Argwohn, das Misstrauen beruht auf Gegenseitigkeit. Diese Haltung geht im Westen weit über den Iran hinaus: Der gesamte Islam löst seit den 1950ern langsam den Kommunismus als zentrales Feindbild des Westens ab.

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