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Das sind die Blinks zu

In Bloodlands (2010) geht es um ein dunkles Kapitel der europäischen Geschichte: das Leid der Menschen in den Gebieten zwischen Deutschland und Russland. Zwischen 1933 und 1954 wurden dort über 14 Millionen Zivilisten durch die Nazis und die Sowjets getötet. In vielen Geschichtsbüchern bleiben ihre Schicksale aber bis heute unerwähnt. Die Blinks zu Bloodlands brechen mit diesem Schweigen und beleuchten die Pläne und Ideologien, die hinter diesen Gräueltaten standen.

  • An der Zeit des Zweiten Weltkriegs Interessierte
  • Geschichtsfans, die mehr über die Historie Osteuropas erfahren möchten
  • Neugierige, die ihr Schulwissen zur deutschen Geschichte erweitern wollen

Timothy Snyder promovierte 1997 in Oxford und unterrichtet heute an der Yale-Universität die Geschichte Osteuropas und des Holocausts. Er hat verschiedene preisgekrönte Bücher veröffentlicht, unter anderem The Reconstruction of Nations und Sketches from a Secret War. Für Bloodlands erhielt er 2013 den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken. 

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Bloodlands

Europa zwischen Hitler und Stalin

Von Timothy Snyder
  • Lesedauer: 21 Minuten
  • 13 Kernaussagen
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Bloodlands von Timothy Snyder
Worum geht's

In Bloodlands (2010) geht es um ein dunkles Kapitel der europäischen Geschichte: das Leid der Menschen in den Gebieten zwischen Deutschland und Russland. Zwischen 1933 und 1954 wurden dort über 14 Millionen Zivilisten durch die Nazis und die Sowjets getötet. In vielen Geschichtsbüchern bleiben ihre Schicksale aber bis heute unerwähnt. Die Blinks zu Bloodlands brechen mit diesem Schweigen und beleuchten die Pläne und Ideologien, die hinter diesen Gräueltaten standen.

Kernaussage 1 von 13

Schon vor Kriegsbeginn ließ Stalin Millionen Menschen verhungern.

Die Bloodlands sind das Gebiet, das sich in der Zeit um den Zweiten Weltkrieg herum zwischen Deutschland und der Sowjetunion befand: Polen, Weißrussland, der Westteil Russlands, das Baltikum, Teile der Ukraine und das frühere Ostpreußen. Der Zweite Weltkrieg war für ganz Europa eine Katastrophe. Doch in den Bloodlands litten die Menschen besonders stark darunter.

Das Leid begann im Jahr 1933, sieben Jahre vor dem Beginn des eigentlichen Krieges. Dieses Jahr war für die westliche Welt von der großen Depression geprägt. Für die Menschen in den Bloodlands brachte es eine teilweise politisch verursachte, schreckliche Hungersnot.

Was war der Grund dafür? 1933 endete der erste Fünfjahresplan der Sowjetunion: Dieser sah vor, die Industrialisierung mit allen Mitteln voranzutreiben. Und ein Teil dieses Plans war die Kollektivierung von landwirtschaftlichen Betrieben. Kleine Bauern mussten ihre Ländereien abgeben und in staatlichen Großbetrieben arbeiten. Allerdings produzierten diese Kolchosen und Sowchosen nicht so viel wie geplant. Außerdem waren die Maschinen veraltet und der Winter 1931 ein außergewöhnlich harter. Das alles führte dazu, dass die Landwirtschaft die vom Fünfjahresplan vorgesehenen Quoten im Jahr 1932 nicht erfüllen konnte. Und so kam es zu einer Lebensmittelknappheit.

Doch Stalin duldete kein Zurückbleiben hinter seiner Planung. Er zwang die Bauern, die ihre Quote nicht erfüllt hatten, ihr Saatgut für das nächste Jahr und ihre Tiere abzugeben. Diese Maßnahme forderte natürlich im Jahr darauf ihren Preis: eine schreckliche Hungersnot, der Holodomor, suchte große Teile der Bloodlands, vor allem in der heutigen Ukraine, heim. Laut Schätzungen verhungerten bis zum Ende des Jahres 1933 etwa 5,5 Millionen Menschen in der Sowjetunion, 3,3 Millionen davon alleine in der Ukraine. Diese Hungersnot wurde von Stalin in Kauf genommen oder sogar verstärkt, um die aufständischen Ukrainer zum Schweigen zu bringen.

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