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Über alte Wege

Eine Reise durch die Geschichte Europas

Von Mathijs Deen
13 Minuten
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Über alte Wege von Mathijs Deen

Über alte Wege (2019) taucht in verschiedene Episoden der europäischen Geschichte ein. Im Fokus stehen dabei die Routen, die Europäer seit der Altsteinzeit verfolgt haben. Ihre Spuren offenbaren spannende Lebenswege. Sie lassen ein lebendiges Bild des vergangenen Europas entstehen und zeigen, dass umherziehende Menschen und Völker die Seele des Kontinents sind.

  • Alle, die etwas Kurzweiliges über das Wesen Europas erfahren wollen
  • Menschen, die sich für Geschichte interessieren
  • Jeder, der schon mal durch Europa gereist ist oder es vorhat

Mathijs Deen ist ein preisgekrönter niederländischer Autor, der nicht nur Romane und Kurzgeschichten schreibt, sondern auch als Journalist arbeitet. In Über alte Wege schafft er eine spannende Mischung aus Fakten und Fantasie, indem er gut recherchierte Geschichten lebhaft erzählt. Die interessantesten davon haben wir für dich in unseren Blinks zusammengestellt. 

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Über alte Wege

Eine Reise durch die Geschichte Europas

Von Mathijs Deen
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Über alte Wege von Mathijs Deen
Worum geht's

Über alte Wege (2019) taucht in verschiedene Episoden der europäischen Geschichte ein. Im Fokus stehen dabei die Routen, die Europäer seit der Altsteinzeit verfolgt haben. Ihre Spuren offenbaren spannende Lebenswege. Sie lassen ein lebendiges Bild des vergangenen Europas entstehen und zeigen, dass umherziehende Menschen und Völker die Seele des Kontinents sind.

Kernaussage 1 von 8

Es gibt ein Straßennetz in Europa, das nicht Teil des europäischen Bewusstseins ist.

Welche berühmten Straßen fallen dir spontan ein? Der Highway 1 entlang der kalifornischen Pazifikküste? Oder die Route 66, über die es einen Song mit mehr als hundert Coverversionen gibt? Vielleicht denkst du auch an die Panamericana, die Nord- und Südamerika verbindet. Doch wie sieht es mit Europa aus? Fehlanzeige? 

Tatsächlich gibt es ein europäisches Straßennetz, das ziemlich unbekannt ist, obwohl es sich durch den gesamten Kontinent zieht. Geplant wurde es 1947 bei einem Treffen der Vereinten Nationen in Genf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte man die Zerstörung des Kontinents als Chance für einen systematischen Wiederaufbau nutzen. Und das nicht nur aus praktischen Erwägungen.

Die Straßenverbindungen sollten auch den europäischen Frieden symbolisieren, indem sie die ehemaligen Feinde miteinander verbanden. Die E 1 und die E 2 zum Beispiel – das E steht für Europa – sollten von London über Frankreich in das postfaschistische Italien führen. Und für die E 3 war eine Route mitten durch das zerstörte Deutschland vorgesehen. Nach drei Jahren waren die Pläne ausgearbeitet. 

Unter dem Namen Declaration on the Construction of Main International Traffic Arteries wurden grenzüberschreitende Autobahnen vorgeschlagen, um die europäischen Länder miteinander zu verbinden. Mit der Unterzeichnung der Erklärung verpflichtete sich jedes Land dazu, bestehende Straßen auf dem eigenen Staatsgebiet wieder herzurichten, auszubauen und an gemeinsame Normen anzupassen. Dazu gehörten etwa Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder. Schnell zeigte sich jedoch, dass das Vorhaben der Vereinten Nationen gar nicht so leicht umzusetzen war.

Als sich 1975 sechsundzwanzig Staaten auf das Projekt eingelassen hatten, reichten die ursprünglich ausgedachten Routen nicht mehr aus. Die Idee, das Netz auf historischen Verbindungen aufzubauen, musste deshalb aufgegeben werden. So verläuft die E 1, die anfangs die Alliierten mit den Achsenmächten verbinden sollte, heute ohne geschichtlichen Hintergrund von Larne nach Sevilla. Die fehlende Symbolik ist ein Grund für das Schattendasein des Straßennetzes im europäischen Bewusstsein.

Ein anderer Grund liegt darin, dass Straßen vor den Plänen der Vereinten Nationen mitnichten für den Frieden gebaut wurden. Herrschern wie den römischen Kaisern, Napoleon oder Hitler ging es ganz im Gegenteil darum, die eigene Macht auszuweiten. Dieses Wissen macht es schwer, sich mit europäischen Straßen zu identifizieren. 

Straßen bringen dich also nicht nur von A nach B. Sie erzählen auch etwas über die Menschen, die auf ihnen unterwegs waren. Springen wir ein paar Millionen Jahre zurück und schauen uns an, welche Routen unsere Vorfahren wählten, als sie sich von Afrika nach Europa aufmachten.  

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