Wie kommt der Wert in die Welt? Buchzusammenfassung - das Wichtigste aus Wie kommt der Wert in die Welt?
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Zusammenfassung von Wie kommt der Wert in die Welt?

Mariana Mazzucato

Von Schöpfern und Abschöpfern

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25 Min.

Kurz zusammengefasst

Wie kommt der Wert in die Welt? von Mariana Mazzucato ist ein Buch, das die Rolle des Staates bei der Schaffung von Werten in der Wirtschaft hinterfragt. Es beleuchtet, wie der Staat als Innovator und Investor fungieren kann, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern.

Inhaltsübersicht

    Wie kommt der Wert in die Welt?
    in 9 Kernaussagen verstehen

    Audio & Text in der Blinkist App
    Kernaussage 1 von 9

    Den klassischen Ökonomen zufolge wurde Wert von Arbeitern geschöpft und von Grundbesitzern abgeschöpft.

    Ist Arbeit von Natur aus produktiv? Oder gibt es auch unproduktive Arbeit? Diese vermeintlich einfache Fragestellung sorgt seit Jahrhunderten für Kontroverse.

    Für den französischen Chirurgen François Quesnay, der im frühen 18. Jahrhundert als einer der ersten europäischen Ökonomen galt, war das Land der materielle Ausgangspunkt aller Wertschöpfung. Entsprechend waren für ihn nur die Landwirtschaft und der Bergbau wirklich produktive Tätigkeiten.

    In Quesnays Theorie zirkulierten alle Güter zwischen drei verschiedenen Klassen: Die classe productive der Landwirte und Handwerker verwandelte Rohstoffe in volkswirtschaftlichen Mehrwert. Die classe distributive der Händler verteilte die Produkte und trug so indirekt zur Wertschöpfung bei. Drittens gab es die classe stérile der Adligen und Grundeigentümer, die ihr Geld einzig durch Rente, also die Verpachtung von Landbesitz verdiente. Sie schöpfte den Wert ab, den die produktive Klasse erwirtschaftete. Damit war sie unproduktiv, also ökonomisch gesehen steril.

    Während darauffolgende ökonomische Theorien immer komplexer wurden, bestand Quesnays Ansatz zur Unproduktivität der Renten weiter fort. Das von Adam Smith geprägte berühmte Ideal des freien Marktes bezog sich ursprünglich sogar auf eine gänzliche Rentenfreiheit.

    Smith zufolge konnte man sein Geld entweder über Löhne, über Profite oder über Renten verdienen und auch er sah den Ursprung aller Wertschöpfung bei den Produzenten. Diese erzeugten einen so großen volkswirtschaftlichen Überschuss, dass auch die unproduktive Klasse der Eigentümer davon leben konnte.

    Smith war nicht pauschal gegen die Erwirtschaftung von Überschuss. Aber seiner Meinung nach musste dieses Geld reinvestiert werden, damit die Produktion den Wohlstand aller Gesellschaftsgruppen mehren konnte. Stattdessen horteten die Besitzenden ihr Geld und nahmen es aus dem natürlichen Wirtschaftskreislauf heraus. Sie schöpften keinen Wert – sie schöpften ihn ab.

    David Ricardos Arbeit baute im frühen 19. Jahrhundert auf Smiths Gedanken auf. Er definierte die Rente als Gewinn, der aus einem Monopol auf ein knappes Gut entstand. Wenn ein Grundeigentümer gutes Land besaß, würden die Bauern miteinander um die Anmietung konkurrieren – und folglich die Renten in die Höhe treiben.

    Heute lässt sich Ricardos Theorie der Knappheit nicht nur auf steigende Wohnungsmieten anwenden, sondern auf alle Branchen, in denen es zur Monopolbildung kommt. Denken wir nur an die pharmazeutische Patentvergabe oder Gas- und Ölpreise. Diese Einnahmen entstehen nicht durch genuine Produktion, sondern durch die Kontrolle knapper Ressourcen.

    Aber was genau verstehen wir heute eigentlich unter Wert? Die Definition des Begriffs hat sich nämlich seit den Tagen von Smith und Ricardo gewaltig verändert.

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    Worum geht es in Wie kommt der Wert in die Welt??

    Warum haben komplizierte Finanzprodukte mehr Wert als landwirtschaftliche Erzeugnisse? Warum wirtschaftet die Privatwirtschaft angeblich so viel besser als der Staat? Mariana Mazzucato fragt völlig zu Recht: Wie kommt der Wert in die Welt? (2018). Diese Blinks sind ein Plädoyer für ein radikales Umdenken und eine Wirtschaft, in der es wieder belohnt wird, echten Wert zu schaffen, statt privaten Profiten nachzujagen.

    Wer Wie kommt der Wert in die Welt? lesen sollte

    • Ökonomen mit Neugier für neue und radikale Ideen
    • Politisch Interessierte auf der Suche nach positivem Wandel
    • Alle, die sich ein gerechteres Wirtschaftssystem wünschen

    Über den Autor

    Mariana Mazzucato ist eine italo-amerikanische Ökonomin und seit 2017 Professorin für Economics of Innovation and Public Purpose am University College London. Dort gründete sie auch das Institute for Innovation and Public Purpose, das sie bis heute leitet. Ihr Buch zu ihrer Studie The Entrepreneurial State wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

     

    Original: Wie kommt der Wert in die Welt? © 2018 Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main/New York

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