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Warum Gott?

Vernünftiger Glaube oder Irrlicht der Menschheit?

By Timothy Keller
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Warum Gott? by Timothy Keller
Synopsis

Warum Gott? (2013) widmet sich den häufig gestellten Fragen der säkularen Gesellschaft, wie warum man glaubt, warum an Gott, und welche Rolle die Kirche spielt? Die Blinks fassen die wichtigsten Argumente zusammen und bieten so eine solide Grundlage für eine respektvolle Annäherung und Begegnung von Gläubigen und Nichtgläubigen.

Key idea 1 of 10

Das Christentum ist nicht die einzige Institution mit strikten Regeln und Gesetzen.

Glaube und Religion werden heutzutage viel infrage gestellt, und auch gegenüber dem Christentum halten sich viele hartnäckige Vorurteile. Besonders dessen Image einer selbstgerechten Institution mit strengen und starren Regeln schreckt viele Menschen ab.

Da wäre z.B. der Wahrheits- und Alleingültigkeitsanspruch: Manche Elemente des Christentums wie der Glaube an das direkte Verwandtschaftsverhältnis von Gott und Jesus scheinen nicht mit der Koexistenz anderer Religionen vereinbar. Wer diese Ansichten als Wahrheit ansieht und postuliert, erklärt andere Religionen damit implizit für unwahr und ungültig.

Die meisten Menschen glauben heutzutage an religiöse Pluralität, also daran, dass jede Religion auf ihre Weise recht hat und es nicht die eine Wahrheit gibt. Das christliche Gebot, keine anderen Götter neben dem christlichen Gott haben zu dürfen, erscheint ihnen aggressiv und exklusiv. Als der Autor das Problem bei einer Podiumsdiskussion mit einem Rabbi und einem Imam erörtern wollte und alle drei Glaubensvertreter auf der Position beharrten, nicht alle Religionen könnten wahr sein, rief einer der Zuhörer aufgebracht, es werde nie Frieden in der Welt geben, wenn sich selbst die Vertreter großer Religionen nicht einigen könnten.

Aber sind die Regeln des Christentums wirklich so exklusiv? Der Glaube an bestimmte Grundwerte ist ja per se nichts Schlechtes oder Gefährliches. Jede Person und jede Gesellschaft hat ihre eigenen Ideale und Überzeugungen, die ihr Identität verleihen und sie von anderen unterscheiden. Wenn du etwa als Individuum an das Recht auf Privateigentum oder die Unantastbarkeit menschlichen Lebens glaubst, ist das eines deiner persönlichen Grundprinzipien. Es ist nicht weniger stark oder fundamental als der Gottesglaube der Christen.

Gesellschaften regeln das Zusammenleben ihrer Mitglieder durch grundlegende Verhaltensregeln und Gesetze, wie z.B. das Verbot, andere Menschen zu töten. Solche sozialen Regeln bilden die Grundlage für die Entwicklung kollektiver Werte und die Herausbildung einer übergeordneten Gruppenidentität. Selbst besonders tolerante Gruppen fühlen sich im Glauben an eine gemeinsame Sache vereint: Wer z.B. für die Rechte von Homosexuellen kämpft, glaubt, dass gleichgeschlechtliche Beziehungen in der Gesellschaft genauso akzeptiert sein sollten wie heteronormative Partnerschaften.

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