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Was Atheisten glauben

Wie es sich lebt in einer Welt ohne Gott

Von Franz M. Wuketits
12 Minuten
Was Atheisten glauben von Franz M. Wuketits

Was Atheisten glauben (2014) beantwortet die großen Fragen der Menschheit aus atheistischer Perspektive. Was ist der Sinn unseres Daseins? Wie können wir ein gutes Leben führen und was passiert nach unserem Tod? Nebenbei bietet die Blinks eine Einführung in die moderne Evolutionstheorie und erläutert den Zusammenhang zwischen kirchlichen Dogmen und weltlicher Macht.

  • Gläubige, die an ihrem Glauben zweifeln oder sich für die atheistische Perspektive interessieren
  • Atheisten, die nach guten Argumenten für Diskussionen mit Gläubigen suchen
  • Jeder, der sich nach dem Sinn des Lebens fragt

Franz M. Wuketits ist ein österreichischer Biologe und Wissenschaftstheoretiker und lehrt Philosophie mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften an der Universität Wien. Wuketits hat bereits über 40 Bücher zu verschiedenen Themen veröffentlicht – unter anderem Mord, Krieg, Terror.

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Was Atheisten glauben

Von Franz M. Wuketits
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • 7 Kernaussagen
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Was Atheisten glauben von Franz M. Wuketits
Worum geht's

Was Atheisten glauben (2014) beantwortet die großen Fragen der Menschheit aus atheistischer Perspektive. Was ist der Sinn unseres Daseins? Wie können wir ein gutes Leben führen und was passiert nach unserem Tod? Nebenbei bietet die Blinks eine Einführung in die moderne Evolutionstheorie und erläutert den Zusammenhang zwischen kirchlichen Dogmen und weltlicher Macht.

Kernaussage 1 von 7

Atheisten glauben nicht an Gott, sondern an die Evolution.

Woher die Welt und die Menschen kommen, steht für die Religionen schon seit langer Zeit unumstößlich fest, wobei dabei jede Religion ihre eigene Version der Geschichte zu bieten hat. Für die Christen hat Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen – Ende der Diskussion. Lange Zeit riskierte der, der das bestritt, dafür auf dem Scheiterhaufen oder am Galgen zu landen.

Trotzdem gab es auch schon immer Zweifler, die die Religion kritisch hinterfragt haben. Ein beliebter Denkansatz war dabei das sogenannte Theodizee-Problem. Dabei handelt es sich, kurz gesagt, um die Frage, warum ein gütiger und allmächtiger Gott zulassen sollte, dass Menschen leiden.

Es ist offensichtlich, dass es zu wenig Gerechtigkeit auf der Welt gibt. Epidemien, Hungersnöte und Naturkatastrophen töten Kinder und Erwachsene, Gläubige und nicht Gläubige. Kriege fordern ihre Opfer, Menschen leben in Armut – und all das, ohne dass sich dafür auch nur die Spur eines „gerechten“ Grundes finden lässt. Wenn Gott aber allmächtig, gerecht und gütig ist und diese Welt erschaffen hat, warum tut er dann nichts dagegen? Religiöse Menschen haben an dieser Frage zu knabbern, Atheisten haben sie schon gelöst. Für sie steht fest, dass Gott nichts dagegen unternimmt, weil es ihn nicht gibt.

Was die Schöpfung anbelangt, haben die Atheisten gute Argumente auf ihrer Seite, denn die oft zitierte Schöpfungsgeschichte aus der Bibel stimmt offensichtlich so nicht: Die Evolutionstheorie belegt z.B. eindeutig, dass Menschen und Tiere nicht in ihrer heutigen Form innerhalb von sechs Tagen erschaffen wurden, sondern sich über Jahrmilliarden hinweg entwickelt haben.

Der Begründer der Evolutionstheorie, Charles Darwin, hat in seinem Werk On the Origin of Species gezeigt, wie sich Pflanzen und Tiere über lange Zeit hinweg durch natürliche Selektion verändern und sich an ihre Umwelt anpassen. Diese Theorie ist gleichzeitig ein wichtiges Fundament für eine atheistische Erklärung der Schöpfung. Wir Menschen sind darin nicht Gottes Ebenbild, sondern das Ergebnis einer langen Evolution. Einige Atheisten halten den Menschen für die Krone der Schöpfung, doch andere verstehen, dass die Evolution noch lange nicht abgeschlossen ist.

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