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Wie Berührung hilft

Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten

Von Werner Bartens
10 Minuten
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Wie Berührung hilft: Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten von Werner Bartens

Das sorgfältig recherchierte Buch zeigt anschaulich und kurzweilig, wie wichtig Körperkontakt ist. Der Autor demonstriert anhand konkreter Forschungsergebnisse und prägnanter Beispiele, wie positiv sich Berührungen und Zärtlichkeit auf unsere körperliche und seelische Gesundheit auswirken – von den allerersten Lebensphasen im Mutterleib bis hinauf ins hohe Alter.

  • Jeder, der sich insgeheim nach mehr Körperkontakt sehnt
  • Junge Eltern, die sich Gedanken über den richtigen Umgang mit der Nähe zu ihren Kindern machen
  • Jeder, der sich öfter gestresst und abgeschlagen fühlt

Dr. med. Werner Bartens, Jahrgang 1966, studierte Medizin, Geschichte und Germanistik. Er ist Sachbuchautor und leitender Redakteur im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. 2009 wurde er als Wissenschaftsjournalist des Jahres ausgezeichnet. Weitere Veröffentlichungen sind Das Ärztehasserbuch, Körperglück und Was Paare zusammenhält.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Wie Berührung hilft

Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten

Von Werner Bartens
  • Lesedauer: 10 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 6 Kernaussagen
Wie Berührung hilft: Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten von Werner Bartens
Worum geht's

Das sorgfältig recherchierte Buch zeigt anschaulich und kurzweilig, wie wichtig Körperkontakt ist. Der Autor demonstriert anhand konkreter Forschungsergebnisse und prägnanter Beispiele, wie positiv sich Berührungen und Zärtlichkeit auf unsere körperliche und seelische Gesundheit auswirken – von den allerersten Lebensphasen im Mutterleib bis hinauf ins hohe Alter.

Kernaussage 1 von 6

Die westliche Gesellschaft entdeckt den Wunsch nach mehr Berührung.

Als Kinder holen wir sie uns noch völlig ungeniert: körperliche Nähe. Wann immer uns danach ist, schmiegen wir uns selbstverständlich an unsere Liebsten. Als Erwachsene tun wir gerne so, als hätten wir diese Kuscheleinheiten nicht mehr nötig, dabei sehnen wir uns insgeheim nach wie vor danach.

Doch es tut sich etwas im Westen: Der Trend geht zu mehr Körperkontakt.

Generell neigen wir in westlichen Kulturen dazu, uns bei unerwünschter Nähe schnell bedrängt zu fühlen und unsere persönliche Komfortzone wie Wachhunde am Grundstückszaun zu verteidigen. Aktuelle Studien zeigen aber, wie viele Menschen sich in unserer Gesellschaft eigentlich mehr Nähe wünschen. In einer Umfrage meinten z.B. 50% der Deutschen, wir würden einander zu selten in den Arm nehmen. Ein Drittel aller Befragten sehnte sich selbst nach mehr Körperkontakt.

Ein Beleg für den Trend ist der Boom der Wellness-Industrie. Allein in Deutschland werden jährlich 70 Milliarden Euro mit Massagen, Gesichtsmasken und Körperölen umgesetzt. Und das Angebot rund um den Körperkontakt wird immer differenzierter.

Da gibt es z.B. „Berührerinnen“ wie die Berlinerin Milka Reich, die sich weder als Masseuse noch als Prostituierte versteht. Für 150€ tut sie zwei Stunden lang nichts anderes, als den nackten Körper ihrer Kunden zu berühren. Dass sich immer mehr Menschen für Körperkontakt in professionelle Hände begeben, zeugt gleichzeitig von einer wachsenden Unsicherheit im Umgang mit Nähe und der Angst vor Kontrollverlust.

Dazu passt die enorme Popularität von Bewegungen und Veranstaltungen, die nicht-erotische körperliche Nähe fördern wollen. Die Anhänger der Free-Hugs-Bewegung verteilen an öffentlichen Orten kostenlose Umarmungen an Passanten. In Sydney, wo sie 2004 ins Leben gerufen wurde, haben damals über 10.000 Menschen gegen ein mögliches Verbot der Aktionen unterschrieben. Und in mehreren deutschen Städten gibt es inzwischen „Kuschelpartys“, bei denen die Teilnehmer einander freiwillig und unaufdringlich körperliche Nähe geben können.

Der Wunsch nach Nähe ist also nicht nur weit verbreitet, sondern Ausdruck eines unserer größten körperlichen und emotionalen Bedürfnisse – ganz egal, wie alt oder jung wir sind.

Inhalt

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