Das sind die Blinks zu

Das Slow-Grow-Prinzip

Lieber langsam wachsen als schnell untergehen

Von Svenja Hofert
12 Minuten
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Das Slow-Grow-Prinzip von Svenja Hofert

Banken und Business-Ratgeber sind sich weitgehend einig: Wer gründet, sollte möglichst schnell wachsen. Während dieser Ansatz für einige junge Unternehmen der richtige Weg sein mag, wollen viele Gründerinnen und Gründer gar nicht das volle Risiko. Sie wollen lieber langsam wachsen oder sogar dauerhaft klein bleiben. Warum das tatsächlich oft die bessere Wahl ist, erfährst du in den Blinks zu Svenja Hoferts Das Slow-Grow-Prinzip (2011).

  • Angestellte, die sich selbstständig machen wollen
  • Gründerinnen und Gründer, die sich fragen, wo sie mit ihrem Unternehmen hin wollen
  • Alle, die der Schneller-höher-weiter-Mentalität skeptisch gegenüberstehen

Svenja Hofert leitet das Büro Karriere & Entwicklung mit Standorten in Hamburg und Köln, wo sie Berater coacht. Das Thema Karriere gehört zu ihren Kernkompetenzen und sie hat bereits mehrere Sachbücher darüber veröffentlicht, unter anderem Die Teambibel (2015).

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Das Slow-Grow-Prinzip

Lieber langsam wachsen als schnell untergehen

Von Svenja Hofert
  • Lesedauer: 12 Minuten
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Das Slow-Grow-Prinzip von Svenja Hofert
Worum geht's

Banken und Business-Ratgeber sind sich weitgehend einig: Wer gründet, sollte möglichst schnell wachsen. Während dieser Ansatz für einige junge Unternehmen der richtige Weg sein mag, wollen viele Gründerinnen und Gründer gar nicht das volle Risiko. Sie wollen lieber langsam wachsen oder sogar dauerhaft klein bleiben. Warum das tatsächlich oft die bessere Wahl ist, erfährst du in den Blinks zu Svenja Hoferts Das Slow-Grow-Prinzip (2011).

Kernaussage 1 von 7

Das Slow-Grow-Prinzip ist ein Wegweiser für die Vielzahl von Unternehmen, die nicht nach schnellem Wachstum streben.

In den Buchläden stapelt sich die Ratgeberliteratur für angehende Gründerinnen und Gründer, deren Kernbotschaft in etwa lautet: Schnelles Wachstum ist das A und O. Dabei wollen viele Gründer gar nicht, dass ihr Unternehmen schnell wächst.

Der alleinige Fokus auf Risiko und Geschwindigkeit schreckt viele potenzielle Unternehmerinnen ab, denn die große Mehrheit von ihnen sind Kleingründer. Sie sind Freiberufler oder Selbstständige, die, wenn überhaupt, nur wenige Mitarbeitende beschäftigen. Doch weder in den Business-Ratgebern noch in den staatlich geförderten Gründerseminaren spielt diese Zielgruppe eine nennenswerte Rolle.

Hier setzt das Slow-Grow-Prinzip an. Es dient als Leitfaden für Existenzgründerinnen und -gründer kleiner Unternehmen, die nicht gleich Google schlucken und die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Kern des Prinzips bilden neun Regeln, die wir im Folgenden der Reihe nach erläutern. Steigen wir also direkt mit der ersten Regel ein. Sie lautet: Du musst die richtige Form der Selbstständigkeit für deine eigene Persönlichkeit finden. 

Geht es nach den meisten Business-Ratgebern, gibt es scheinbar nur eine „Unternehmerpersönlichkeit“, und zwar den rastlosen Anpacker, der sich, von seiner Idee überzeugt, gegen jegliche Widerstände durchsetzt. So fragt etwa der Test Sind Sie eine Unternehmerpersönlichkeit? des Bundesministeriums für Wirtschaft, ob man denn bereit wäre, zumindest in den ersten Jahren 60 Stunden und mehr in der Woche zu arbeiten. 

Diese Anpacker-Persönlichkeit ist jedoch eher die Ausnahme. Die meisten Gründerinnen und Gründer würden auf die Frage mit Nein antworten, weil ihnen andere Dinge wie Selbstverwirklichung, Freude an der Arbeit und freie Zeiteinteilung wichtiger sind. Lass dich also nicht abschrecken, falls auch du dich selbstständig machen willst, ohne in die Schublade „Anpacker“ zu passen. Dennoch solltest du dir über deine Persönlichkeit bewusst werden, deine Ziele und Wünsche klar formulieren, um herauszufinden, welche Form der Selbstständigkeit die richtige für dich ist. 

Ein Persönlichkeitstest oder ein Coach können dir dabei helfen. Hauptsache ist, dass du nicht auf Teufel komm raus dem Klischee einer „Unternehmerpersönlichkeit“ nacheiferst. Denn die Menschen sind unterschiedlich, und manche von ihnen gründen eben Unternehmen. Einen tieferen Zusammenhang gibt es nicht.

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