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Die Liebe

Und wie sich Leidenschaft erklärt

Von Bas Kast
13 Minuten
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Die Liebe: Und wie sich Leidenschaft erklärt von Bas Kast

„Liebe“ bezeichnet ein starkes Gefühl der Zuneigung und Wertschätzung. So in etwa steht es bei Wikipedia. Doch woher kommt diese Zuneigung? Wie entsteht extreme Wertschätzung? Und warum verliebt man sich überhaupt? Diesen Fragen ist Bas Kast in seinem Buch Die Liebe (2004) nachgegangen. Hier wird wissenschaftlich erklärt, wann, warum und in wen man sich verliebt, wie man die Liebe frisch hält und was zu einer gesunden Beziehung dazugehört.

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  • Jeder, der die Liebe verstehen will

Bas Kast studierte Psychologie und Biologie und ließ sich bei verschiedenen Magazinen und Zeitungen wie Geo und Tagesspiegel zum Wissenschaftsjournalisten ausbilden. Heute veröffentlicht er regelmäßig populärwissenschaftliche Bücher, darunter die Bestseller Und plötzlich macht es KLICK! und Der Ernährungskompass.

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Die Liebe

Und wie sich Leidenschaft erklärt

Von Bas Kast
  • Lesedauer: 13 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 8 Kernaussagen
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Die Liebe: Und wie sich Leidenschaft erklärt von Bas Kast
Worum geht's

„Liebe“ bezeichnet ein starkes Gefühl der Zuneigung und Wertschätzung. So in etwa steht es bei Wikipedia. Doch woher kommt diese Zuneigung? Wie entsteht extreme Wertschätzung? Und warum verliebt man sich überhaupt? Diesen Fragen ist Bas Kast in seinem Buch Die Liebe (2004) nachgegangen. Hier wird wissenschaftlich erklärt, wann, warum und in wen man sich verliebt, wie man die Liebe frisch hält und was zu einer gesunden Beziehung dazugehört.

Kernaussage 1 von 8

Männer verlieben sich durch Aufregung, Frauen durch Auswahl.

Wo würdest du dein erstes Date mit deinem Traumpartner verbringen wollen? Im Restaurant, bei einer Ausstellung oder auf einem Sport-Katamaran?

Für Frauen mag das Restaurant ein super Umfeld sein, um ihr Date richtig kennenzulernen. Um einen Mann von sich zu überzeugen, ist der Katamaran allerdings die bessere Wahl. Männer verlieben sich nämlich eher, wenn ihnen das Herz sowieso schon vor Aufregung klopft.

Das liegt daran, dass das Gehirn in aufregenden Situationen vermehrt Adrenalin ausschüttet, wodurch der Körper in einen Erregungszustand versetzt wird. Trifft der Mann in diesem Zustand auf eine Frau, kann er nicht mehr unterscheiden, ob er durch sie oder die Situation erregt wird. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann sich verliebt, in spannenden, ungewohnten und gefährlichen Situationen besonders hoch. Übrigens scheint diese Erkenntnis nicht ganz neu: Ovid schrieb schon vor über 2.000 Jahren, dass beim Verlieben auch die äußeren Umstände eine Rolle spielen.

Ein ähnlicher Effekt entsteht durch sportliche Betätigung. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen: Direkt nach dem Sport finden Männer Frauen besonders attraktiv – und nach einem Tag im Büro hingegen weniger anziehend.

Frauen verlieben sich anders, meist muss etwas mehr passieren als ein bisschen Sport und Nervenkitzel. Sie sind in der Regel nämlich wählerischer als Männer. Kein Wunder – sie tragen biologisch gesehen das größere Risiko.

Männer produzieren täglich bis zu 300 Millionen Spermien und können theoretisch mit jedem einzelnen Samenerguss neue Nachkommen zeugen. Frauen hingegen werden höchstens einmal alle neun Monate schwanger und ihr Eizellenvorrat umfasst durchschnittlich nur an die 500 funktionstüchtige Zellen. Das bedeutet: Im Gegensatz zu Männern haben Frauen nur begrenzt viele Versuche, einen Partner zu finden und erfolgreich Nachwuchs zu zeugen. Das Verlieben dient evolutionär betrachtet schließlich vor allem der Reproduktion.

Abgesehen davon bedeutet Fortpflanzung für Frauen einen höheren Zeit- und Kraftaufwand. Schwangerschaft und Stillzeit kann schließlich kein Mann seiner Frau abnehmen und ein Großteil der Kindererziehung wird auch heutzutage noch von Frauen übernommen.

Männer hingegen können sich theoretisch auch einfach verdünnisieren (wenn man mal von den moralischen Verpflichtungen absieht). Bei unseren nächsten Verwandten, den Affen, ist diese Art der Aufwandsminimierung in der Fortpflanzung sogar die Regel.

Frauen investieren also mehr, wenn sie Kinder kriegen. Daher sind sie bei der Partnerwahl etwas vorsichtiger als Männer. Männer indes sind nicht aus Oberflächlichkeit weniger wählerisch, sondern weil sie es sich in biologischer Hinsicht leisten können.

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