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Meisterkurs Rhetorik

Der Weg zum Kommunikationsprofi

By Benedikt Held
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Meisterkurs Rhetorik by Benedikt Held
Synopsis

Meisterkurs Rhetorik (2019) ist ein Rundumschlag zu den Themen Rhetorik und Kommunikation. Die Blinks stellen die wichtigsten theoretischen Grundlagen vor und geben eine praktische Anleitung zur Vorbereitung und Konzeption eines öffentlichen Vortrags. Du erhältst außerdem wertvolle Tipps, wie du das Beste aus deiner Körpersprache rausholst und mit welcher Wortwahl du das Publikum für dich gewinnst.

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Die Architektur der Kommunikation

Rhetorisches Geschick ist heutzutage ein echter Erfolgsgarant. Wer gute Reden hält und die Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation zu bedienen weiß, hat fast überall die Nase vorn. Bevor wir uns allerdings mit Feuereifer in die Praxis stürzen, wollen wir verstehen, aus welchen Bestandteilen Kommunikation überhaupt besteht. 

Stell dir die Kunst der Kommunikation vor wie ein Haus, das auf drei Säulen ruht. Diese drei Säulen sind die verbale, die nonverbale und die paraverbale Ebene

Die verbale Kommunikation beinhaltet den Teil einer Rede, den man verschriftlichen könnte – also alles, was man lesen kann. Die nonverbale Kommunikation meint deine Körpersprache, Mimik und Gestik – also alles, was man sehen kann. Die paraverbale Kommunikation bezeichnet den Klang deiner Stimme und deine Art zu sprechen – also alles, was man hören kann.

Bei einem Liveauftritt greifen alle drei Ebenen ineinander. Gerade die non- und paraverbale Ebene verdienen dabei deine besondere Aufmerksamkeit, denn sie bestimmen in nur wenigen Augenblicken darüber, ob dir dein Zuhörer sein Vertrauen schenkt oder nicht. Das hat damit zu tun, dass uns als Urzeitmenschen in Gefahrensituationen oft nur ein paar Sekunden blieben, um jemanden als Freund oder Feind einzustufen. Schon der geringste Zweifel reichte aus, um uns in die Flucht zu schlagen. Bis heute treffen wir diese Entscheidung aus dem Bauch heraus ohne langwierige Analysen. Willst du deine Mitmenschen mit deiner Botschaft erreichen, solltest du dich also neben der verbalen Ebene unbedingt auch der nonverbalen und paraverbalen widmen. 

Kommunikation findet immer in Beziehungen statt. Der berühmte Kommunikationspsychologe Paul Watzlawick hat deshalb den Begriff Beziehungsebene geprägt. Sie ergänzt die Inhaltsebene gesprochener Worte um einen Subtext, der viel über die Beziehung zwischen Sender und Empfänger aussagt. 

Das fängt schon bei scheinbar unbedeutenden Alltagssituationen an. Stell dir vor, eine Kollegin bedankt sich bei dir für deine Hilfe bei einem schwierigen Projekt. Spontan antwortest du: „Kein Problem!“ Das Wort „Problem“ ist allerdings verräterisch: Möglicherweise misstraust du unbewusst den Fähigkeiten deiner Kollegin. Sagst du hingegen: „Das habe ich gern gemacht“, schwingt auf der Beziehungsebene gleich viel mehr Sympathie mit. Beide Sätze meinen auf der Inhaltsebene das Gleiche und treffen auf der Beziehungsebene dennoch unterschiedliche Aussagen. 

Kommunikation ist also ein Gesamtkunstwerk, bei dem das Wie ebenso viel zählt wie das Was. Neben sachlichen Inhalten transportiert es auch eine unbewusste Beziehungsebene.

Doch wie können wir uns Kommunikation zunutze machen, um jemanden auf unsere Seite zu ziehen? Um diese Frage zu beantworten, werfen wir zunächst einen Blick auf die Grundlagen der Überzeugungspsychologie.

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