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Blink 3 of 8 - The 5 AM Club
by Robin Sharma
Sich selbst und anderen positiv begegnen
Du hast dir über Wochen das Hirn zermartert, zig Hürden aus dem Weg geräumt und präsentierst deinem Chef nun stolz den Zwischenstand des Projekts. Der nimmt kurz zur Kenntnis, dass alles gut läuft, und geht zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Wenn dir jetzt der Puls vor Ärger in die Höhe schnellt, darfst du dich bei unseren Vorfahren bedanken. Sie sind schuld, dass es uns eben nicht egal ist, ob wir Anerkennung erfahren oder nicht.
Vor Millionen von Jahren haben die ersten Primaten in der afrikanischen Savanne die Fähigkeit entwickelt, soziale Bindungen einzugehen. Damit erhöhte sich ihre Überlebenschance enorm. Schließlich kann man sich in der Horde besser gegen wilde Tiere verteidigen. Wer von der Gruppe nicht akzeptiert wurde und als Einzelgänger durch die Wildnis ziehen musste, nun ja, dessen Reise war sehr bald beendet. Bis heute signalisiert unser Gehirn uns daher, dass wir alles daran setzen müssen, von unserer Umwelt angenommen zu werden.
Wie wichtig die positive Aufmerksamkeit unserer Mitmenschen für uns ist, konnten Forscher in einem Bukarester Waisenhaus beobachten. Dort waren Babys und Kleinkinder nur mit dem Nötigsten versorgt worden, jegliche Zuwendung wurde ihnen verwehrt. Messungen zeigten: Die Kinder lagen in ihrer körperlichen, emotionalen und sprachlichen Entwicklung deutlich zurück.
Als Erwachsene, so könnten wir denken, sind wir reflektiert und unabhängig genug, um zu erkennen, dass wir auch ohne bestätigende Worte von Freunden, Familie und Arbeitskollegen überleben. Doch unser Gehirn sieht das anders: Auch als Erwachsener spürt jeder Mensch die Auswirkungen mangelnder Anerkennung, nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Bei sozialer Isolation werden dieselben Hirnareale aktiviert wie bei körperlichen Schmerzen.
Unser Bedürfnis nach Anerkennung sorgt dafür, dass wir uns an Gruppen anpassen, uns einfügen und Regeln beachten. Das ist in vielen Situationen gut und richtig, macht uns aber anfällig für Manipulation. Soziale Medien z.B. sprechen unser Bedürfnis nach Bestätigung an und locken uns immer wieder zurück in den Feed, weil wir mit jedem Like einen kleinen Glücksrausch erleben. Doch warum sind manche Menschen unabhängiger von der Anerkennung durch andere? Die Antwort liegt in ihrer Lebensgeschichte.
Ein Lob vom Chef, der aufrichtige Dank einer Freundin, liebevolle Anerkennung durch den Partner – Wertschätzung kennt viele Formen. Die Wirkung ist jedoch immer gleich: Sie löst in unserem Gehirn rauschartige Zustände aus. Die Blinks zu Eva Wlodareks Die Kraft der Wertschätzung (2019) erklären, warum uns Wertschätzung so viel bedeutet, wie wir uns unabhängiger von der Anerkennung anderer machen und wie es uns gelingt, die positive Aufmerksamkeit zu bekommen, die wir für unsere psychische Gesundheit brauchen.
„Der stärkste Trieb in der menschlichen Natur ist der Wunsch, bedeutend zu sein. – John Dewey (amerikanischer Philosoph)
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