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Babyjahre

Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren

By Remo H. Largo
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Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren by Remo H. Largo

Wirklich guter Rat zur Begleitung und Betreuung kleiner Kinder ist teuer, aber Babyjahre (2017) hat seit seiner Erstveröffentlichung 1993 nichts an Relevanz und Popularität eingebüßt. Diese Blinks zur völlig überarbeiteten Neuauflage des Klassikers fassen die wertvollsten Informationen zur Entwicklung der Kleinsten in vielen wichtigen Lebensbereichen zusammen. Die klaren und konstruktiven Ratschläge zielen nicht nur auf das Wohl der Kinder ab – sondern auch auf das der Eltern!

  • Alle, die selbst kleine Kinder haben oder bald bekommen
  • Jeder, der regelmäßig Kleinkinder betreut
  • Pädagogische Begleiter in vorschulischen Betreuungseinrichtungen

Remo H. Largo wurde 1943 im schweizerischen Winterthur geboren. Er leitete über 30 Jahre lang die Abteilung für Wachstum und Entwicklung am Zürcher Kinderspital, wo er u.a. die bedeutendste Langzeitstudie über Kinderentwicklung im deutschsprachigen Raum durchführte. Er war bis zu seiner Emeritierung 2005 Professor für Kinderheilkunde und veröffentlichte zahlreiche Klassiker zu den Themen Entwicklung und Pädagogik. Er ist selbst Vater dreier Töchter und Großvater von vier Enkeln.

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Babyjahre

Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren

By Remo H. Largo
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Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren by Remo H. Largo
Synopsis

Wirklich guter Rat zur Begleitung und Betreuung kleiner Kinder ist teuer, aber Babyjahre (2017) hat seit seiner Erstveröffentlichung 1993 nichts an Relevanz und Popularität eingebüßt. Diese Blinks zur völlig überarbeiteten Neuauflage des Klassikers fassen die wertvollsten Informationen zur Entwicklung der Kleinsten in vielen wichtigen Lebensbereichen zusammen. Die klaren und konstruktiven Ratschläge zielen nicht nur auf das Wohl der Kinder ab – sondern auch auf das der Eltern!

Key idea 1 of 12

Kinder brauchen Verbindlichkeit und Zuneigung in einem vielfältigen Umfeld.

Im 13. Jahrhundert führte Friedrich II. ein fürchterliches Forschungsprojekt mit fatalen Folgen durch: Er wollte herausfinden, ob Kinder mit einer ureigenen Natursprache geboren werden, die sie nicht von der Umwelt lernen. Also ließ er reihenweise Säuglinge ohne Ansprache und Körperkontakt aufwachsen. Spätestens als alle alleingelassenen Kinder bereits nach kurzer Zeit gestorben waren, war klar, dass sie Nähe, Geborgenheit und Gemeinschaft zum Überleben brauchten.

Fast alle Eltern verstehen intuitiv, dass eine enge Bindung zu ihren Kindern wichtig ist. Daher geben sie ihnen bedingungslos so viel emotionale und körperliche Nähe, wie sie nur können. Diese Fürsorge und Nähe ist sogar wichtiger als die genetische Abstammung: Während das Band zwischen Mutter und Nachwuchs bei anderen Säugetieren durch bestimmte hormonelle und neuronale Mechanismen geknüpft wird, binden sich Menschenbabys in den ersten Lebensmonaten an die Menschen, die sich um sie kümmern. Das können sowohl die leiblichen als auch nicht-leibliche Eltern sein – und durchaus auch mehr als zwei Personen.

In manchen Regionen der Welt, insbesondere in großen Teilen Südamerikas, Asiens und Afrikas, wachsen Kinder in großen Lebensgemeinschaften mit vielen Erwachsenen und Kindern auf. Sie sind von ihren ersten Schrittchen an Teil des sozialen Lebens, das sie das Verhalten und die Konventionen ihrer Gesellschaft lehrt.

Dagegen werden Kleinkinder in westlichen Ländern wie Deutschland zunächst „wohlbehütet“ vom gesellschaftlichen Leben abgeschirmt. Sie wachsen in Familien mit durchschnittlich 1,3 Kindern mehrheitlich einzig mit ihren Eltern als Bezugspersonen auf – von denen oft einer in Vollzeit arbeitet oder in einem getrennten Haushalt lebt. Kinder brauchen aber ein vielfältiges Umfeld mit Erwachsenen und Kindern aller Altersstufen, um die ganze Bandbreite unseres komplexen sozialen Miteinanders zu erfahren. Im Umgang mit Geschwistern und anderen Kindern lernen sie z.B., dass Streit, Versöhnung, Teilen und gegenseitige Hilfe zum Leben dazugehören.

Um diese sozialen Strukturen zu kompensieren, werden in westlichen Gesellschaften Betreuungsplätze in Kindergärten oder bei Tagesmüttern angeboten. Inzwischen suchen auch immer mehr Eltern den Austausch in Wohngemeinschaften und -projekten, Mehrgenerationenhäusern oder selbstverwalteten Aktivitäten, um die Entwicklung ihrer Kinder zu fördern.

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