Kategorien entdecken

In der App öffnen In der App öffnen In der App öffnen
Das sind die Blinks zu

Die Alles ist möglich-Lüge

Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind

Von Susanne Garsoffky und Britta Sembach
12 Minuten
Audio-Version verfügbar
Die Alles ist möglich-Lüge: Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind von Susanne Garsoffky und Britta Sembach

Etliche Ratgeber, Politiker und selbsterklärte Supereltern behaupten, der schwierige Spagat zwischen Karriere und Familie sei lediglich eine Frage der richtigen Lebenseinstellung. Aber was, wenn der perfekte Balanceakt nur eine Wunschvorstellung und in der Realität überhaupt nicht erreichbar ist? Diese Blinks sind der Erfahrungsbericht zweier erfolgreicher Journalistinnen, deren Privatleben auf lange Sicht zu kurz kam. Sie erklären, warum Eltern nach wie vor einen schweren Stand in der Arbeitswelt haben — und wie wir das ändern könnten.

  • Jeder, der meint, der Spagat zwischen Familie und Beruf sei nur eine Einstellungssache
  • Jeder, der sich fragt, wie Erziehung und Co. wirklich gerecht aufgeteilt werden könnten
  • Eltern, die selbst gerne Karriere, Kind und Kegel unter einen Hut kriegen möchten

Susanne Garsoffky und Britta Sembach, beide Jahrgang 1968, begannen nach ihrem Studium erfolgreiche Karrieren als Journalistinnen. Beide heirateten und bekamen jeweils zwei Kinder. Die Alles ist möglich-Lüge (2014) beschreibt, wie die beiden Mütter sich aller Anstrengungen zum Trotz vor die Entscheidung gestellt fühlten: entweder eine aufsteigende Karriere oder ein erfülltes Familienleben.

Kennst du schon Blinkist Premium?

Mit Blinkist Premium erhältst du Zugang zu dem Wichtigsten aus mehr als 3.000 Sachbuch-Bestsellern. Das Probeabo ist 100% kostenlos.

Premium kostenlos testen

Was ist Blinkist?

Blinkist ist eine App, die die großen Ideen der besten Sachbücher in einprägsame Kurztexte verpackt und erklärt. Die Inhalte der über 3.000 Titel starken Bibliothek reichen von Sachbuch-Klassikern, über populäre Ratgeber bis hin zu diskutierten Neuerscheinungen. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wird jeder Titel von speziell geschulten Autoren aufbereitet und dem Nutzer als Kurztext und Audiotitel zur Verfügung gestellt.

Discover
3.000+ top
nonfiction titles

Get unlimited access to the most important ideas in business, investing, marketing, psychology, politics, and more. Stay ahead of the curve with recommended reading lists curated by experts.

Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:
Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Die Alles ist möglich-Lüge

Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind

Von Susanne Garsoffky und Britta Sembach
  • Lesedauer: 12 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 7 Kernaussagen
Jetzt kostenloses Probeabo starten Jetzt lesen oder anhören
Die Alles ist möglich-Lüge: Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind von Susanne Garsoffky und Britta Sembach
Worum geht's

Etliche Ratgeber, Politiker und selbsterklärte Supereltern behaupten, der schwierige Spagat zwischen Karriere und Familie sei lediglich eine Frage der richtigen Lebenseinstellung. Aber was, wenn der perfekte Balanceakt nur eine Wunschvorstellung und in der Realität überhaupt nicht erreichbar ist? Diese Blinks sind der Erfahrungsbericht zweier erfolgreicher Journalistinnen, deren Privatleben auf lange Sicht zu kurz kam. Sie erklären, warum Eltern nach wie vor einen schweren Stand in der Arbeitswelt haben — und wie wir das ändern könnten.

Kernaussage 1 von 7

Unsere Gesellschaft stellt die Arbeit über die familiäre Fürsorge.

 

Unsere Gesellschaft sieht im Normalfall beide Eltern am Arbeitsplatz. Für die Fürsorge kranker (Groß-)Eltern und kleiner Kinder ist da wenig Raum. Woran liegt das?

Das eigentliche Problem ist der enorme Leistungsdruck und Egoismus unserer westlichen Arbeitswelt. Der Andrang der geburtenstarken Jahrgänge der 1960er hat zu einer hohen Konkurrenz auf dem Stellenmarkt geführt. Viele in dieser Zeit geborene Kinder wurden mit einem Leistungsdenken erzogen, das sie Selbstverwirklichung und Anerkennung vor allem im Beruf suchen lässt. Die neoliberale Wende der 1980er hat eine selbstbezogene Mentalität gefördert, in der man sich erst um sich selbst und frühestens danach um andere kümmert.

Die Politik lieferte das entsprechende Vorbild nach dem Prinzip „privat vor Staat“: Zwischen 1969 und 1980 bestach der Flick-Konzern Politiker der Parteien CDU/CSU, SPD und FDP mit insgesamt 25 Millionen Euro. Die Gelder flossen direkt in die Taschen zahlreicher Volksvertreter, inklusive des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl und des CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß. Die Politik trägt also schwere Verantwortung daran, dass der Solidaritätsgedanke derart ausgehöhlt wurde.

Die jüngeren Generationen bekamen vorgelebt: Familie ist zwar wichtig, aber der Broterwerb geht vor. Fürsorge und Hausarbeit nehmen bis heute als unentgeltliche Aufgaben in der gesamten Gesellschaft eine zweitrangige Stellung ein. Und da beginnt der Teufelskreis für die, die für andere sorgen. Fürsorge braucht viel Zeit, die wir aber größtenteils auf unsere Berufe verwenden. Also delegieren viele die Fürsorge — oder Care-Arbeit — an Pflegekräfte, Tagesmütter und Erzieher, die selbst immer mehr für immer weniger Geld leisten sollen.

Wer sich dennoch zeitweise gegen den eigentlichen Beruf und für die Pflege von Angehörigen entscheidet, begibt sich in die finanzielle Abhängigkeit eines Versorgers und riskiert den Anschluss ans Berufsleben. Wir sehen klar und deutlich: Der Fürsorge gebührt ein höherer Stellenwert in unserer Gesellschaft. Aber wäre es damit wirklich getan?

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Inhalt

Mit Premium freischalten Jetzt lesen oder anhören

Bringe mehr Wissen in deinen Alltag!

Sichere dir jetzt Zugang zu den Kernaussagen der besten Sachbücher – praktisch in Text & Audio in nur 15 Minuten pro Titel.
Created with Sketch.