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Das Seelenleben der Tiere

Liebe, Trauer, Mitgefühl – erstaunliche Einblicke in eine verborgene Welt

Von Peter Wohlleben
19 Minuten
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Das Seelenleben der Tiere: Liebe, Trauer, Mitgefühl – erstaunliche Einblicke in eine verborgene Welt von Peter Wohlleben

In Seelenleben der Tiere trägt Peter Wohlleben alles zusammen, was heute über die Emotionen und Gefühle von Tieren bekannt ist. Dazu zeichnet er ein umfassendes Bild, das auf den Erkenntnissen wissenschaftlicher Studien und seinen persönlichen Erfahrungen aus seinem eigenen Forstbetrieb basiert. Er kommt zu dem Schluss, dass sich das Seelenleben der Tiere gar nicht so sehr von unserem eigenen unterscheidet.

  • Jeder, der ein Haustier hat und wissen möchte, was es fühlt
  • Jeder, der sich für Psychologie interessiert
  • Tierschützer, die ein paar gute neue Argumente gebrauchen können

Peter Wohlleben ist Forstwirt und führt einen eigenen Forstbetrieb in der Eifel, in dem er sich für eine alternative Bewirtschaftung der Wälder einsetzt. Er hat bereits zahlreiche Bücher zum Thema Wald, Jagd und Umwelt veröffentlicht.

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Das Seelenleben der Tiere

Liebe, Trauer, Mitgefühl – erstaunliche Einblicke in eine verborgene Welt

Von Peter Wohlleben
  • Lesedauer: 19 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 12 Kernaussagen
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Das Seelenleben der Tiere: Liebe, Trauer, Mitgefühl – erstaunliche Einblicke in eine verborgene Welt von Peter Wohlleben
Worum geht's

In Seelenleben der Tiere trägt Peter Wohlleben alles zusammen, was heute über die Emotionen und Gefühle von Tieren bekannt ist. Dazu zeichnet er ein umfassendes Bild, das auf den Erkenntnissen wissenschaftlicher Studien und seinen persönlichen Erfahrungen aus seinem eigenen Forstbetrieb basiert. Er kommt zu dem Schluss, dass sich das Seelenleben der Tiere gar nicht so sehr von unserem eigenen unterscheidet.

Kernaussage 1 von 12

Wir sollten Tiere nicht vermenschlichen, doch die Evolution spricht dafür, dass sie ganz ähnliche Gefühle haben wie wir.

Einmal in den Kopf eines Tieres gucken! Wir können das in den nächsten Blinks gerne versuchen, aber zuerst einmal ein paar Worte dazu, wie die Gefühle von Tieren überhaupt einzuordnen sind.

Wenn wir über Tiere nachdenken, sollten wir aufpassen, dass wir unseren Blick nicht durch unsere eigenen menschlichen Kategorien trüben lassen. Nehmen wir dazu als Beispiel das Eichhörnchen: Knopfaugen, niedlich, flauschig, süß – eindeutig ein harmloses und possierliches Tierchen. Dass sich die Nager am liebsten von Vogelbabys ernähren, ignorieren wir geflissentlich, schließlich gehören Eichhörnchen für uns nicht in die Schublade der bösartigen Raubtiere.

Eichhörnchen sind aber weder böse noch gut. Sie verhalten sich einfach so, wie sie müssen, um zu überleben. Dieses Verhalten löst bei uns Menschen Emotionen aus, die aber nichts über die Eichhörnchen verraten, sondern nur einiges über uns, ihre Betrachter.

Wer das Seelenleben der Tiere kennenlernen möchte, sollte daher möglichst unvoreingenommen auf sie zugehen und sich nicht von ihrem Aussehen oder scheinbaren, vom Menschen zugeordneten Eigenschaften blenden lassen. Wälzt sich z.B. ein Schwein im Dreck, sehen wir darin ein schmutziges Tier – während es für das Schwein selbst eher eine wohltuende Fangopackung ist.

So unterschiedlich Menschen und Tiere sind: Wir haben gemeinsame Vorfahren, die auch heute noch unsere Gefühlswelt beeinflussen. Vor allem unter den Säugetieren gibt es viele Gemeinsamkeiten, sowohl was den Aufbau des Gehirns und des Nervensystems als auch der Botenstoffe betrifft. Ziegen schütten z.B. Oxytocin aus, wenn sie Nachwuchs bekommen – das gleiche Hormon, das auch bei Menschen für eine enge Bindung zwischen Mutter und Säugling sorgt. Das deutet darauf hin, dass ihr Empfinden dem menschlichen ähnlich ist.

Auch der Aufbau des Gehirns weist darauf hin, dass die Empfindungen der Tiere unseren ähnlicher sind, je näher sie mit uns verwandt sind: Unsere Gefühle werden hauptsächlich von älteren Teilen des Gehirns gesteuert, die viele Tiere ebenfalls besitzen.

Dennoch sind sich Tiere ihrer Gefühle vermutlich weniger oder auf andere Weise bewusst als wir. Aber macht das einen großen Unterschied?

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