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Nestwärme, die Flügel verleiht

Halt geben und Freiheit schenken – wie wir erziehen, ohne zu erziehen

By Stefanie Stahl & Julia Tomuschat
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Nestwärme, die Flügel verleiht: Halt geben und Freiheit schenken – wie wir erziehen, ohne zu erziehen by Stefanie Stahl & Julia Tomuschat

Die Art, wie wir unsere Kinder erziehen, hat viel mit unserer eigenen Kindheit zu tun. Damit wir gute Eltern sein können, müssen wir uns selbst reflektieren und lernen, unseren Kindern die richtige Balance aus Autonomie und Bindung zu bieten. Wie das geht und was wir sonst noch tun können, um eine gute Beziehung zu unseren Kindern zu pflegen, lernst du in Nestwärme, die Flügel verleiht (2018).

  • Eltern, die an ihrem Erziehungsstil arbeiten wollen
  • Alle, die sich mit ihrer eigenen Kindheit auseinandersetzen möchten
  • Jeder, der wissen möchte, wie man Kindern ein robustes Selbstvertrauen mitgibt

Stefanie Stahl ist Psychologin, Therapeutin und Autorin von Ratgebern zu den Themen Bindungsangst, Selbstwertgefühl und dem „inneren Kind“. Sie hat mehrere Bestseller veröffentlicht, darunter Das Kind in dir muss Heimat finden (2015, auch bei Blinkist verfügbar), Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen (2008) sowie Jeder ist beziehungsfähig (2017, auch bei Blinkist verfügbar).

Julia Tomuschat ist Psychologin und Heilpraktikerin für Psychotherapie und arbeitet in den Bereichen Gesundheits- und Selbstmanagement. Sie betreibt eine Praxis für Gesundheitsförderung und veröffentlichte 2016 das Buch Das Sonnenkind-Prinzip.

Die Autorinnen kennen sich aus dem Psychologiestudium und geben gemeinsam Workshops als Beziehungsexpertinnen.

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Nestwärme, die Flügel verleiht

Halt geben und Freiheit schenken – wie wir erziehen, ohne zu erziehen

By Stefanie Stahl & Julia Tomuschat
  • Read in 15 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 9 key ideas
Nestwärme, die Flügel verleiht: Halt geben und Freiheit schenken – wie wir erziehen, ohne zu erziehen by Stefanie Stahl & Julia Tomuschat
Synopsis

Die Art, wie wir unsere Kinder erziehen, hat viel mit unserer eigenen Kindheit zu tun. Damit wir gute Eltern sein können, müssen wir uns selbst reflektieren und lernen, unseren Kindern die richtige Balance aus Autonomie und Bindung zu bieten. Wie das geht und was wir sonst noch tun können, um eine gute Beziehung zu unseren Kindern zu pflegen, lernst du in Nestwärme, die Flügel verleiht (2018).

Key idea 1 of 9

Eine sichere Bindung in der frühen Kindheit ist der Grundstein für das weitere Leben.

In der Schwangerschaft, bei der Geburt und beim Stillen schütten Mütter große Mengen des Hormons Oxytocin aus, das auch Bindungshormon genannt wird. Das Hormon ist eine schlaue Einrichtung von Mutter Natur, denn es verstärkt das instinktive Bedürfnis von Müttern, sich um ihr Kind zu kümmern und es zu beschützen. Für das Neugeborene ist das nicht nur überlebenswichtig – auch seine Psyche ist davon abhängig, dass es viel Zuneigung erfährt.

In den ersten zwei Lebensjahren erfahren Kinder Bindung und Sicherheit v.a. durch körperlichen Kontakt zu Eltern und Bezugspersonen. Und da Säuglinge nur auf sich aufmerksam machen können, indem sie schreien, sollten wir unmittelbar darauf reagieren, damit sie sich sicher fühlen.

Eine sichere Bindung zu den Eltern – das Urvertrauen – ist die wichtigste Voraussetzung für die spätere Beziehungsfähigkeit. Basierend auf diesen Erfahrungen lernen Kinder, sich selbst und ihren Mitmenschen zu vertrauen. Da Kinder so unmittelbar auf die Liebe ihrer Eltern angewiesen sind, nehmen sie alles, was sie von ihnen lernen, als unumstößliche Wahrheit an. Dabei speichern sie sowohl das Vorbild ab, das ihre Eltern ihnen vorleben, als auch die Beziehungsbotschaften, die sie ihnen mit ihrem Verhalten senden.

Bei den Botschaften handelt es sich um Glaubenssätze, die uns unser gesamtes weiteres Leben begleiten, sie bestehen fort im sogenannten inneren Kind. Das innere Kind bezeichnet einen Teil unserer Psyche, den wir auch als Erwachsene, oft unbewusst, mit uns tragen. Er ist gefüllt mit dem, was du als Kind über dich und deinen Selbstwert glauben gelernt hast.

Im inneren Kind konkurrieren negative und positive Überzeugungen: Die günstigen und positiven Glaubenssätze werden Sonnenkind genannt, dazu gehört z.B. die Überzeugung „Ich bin liebenswert“. Das Schattenkind dagegen umfasst negative Glaubenssätze wie „Ich bin schuld, dass Mama und Papa sich nicht verstehen“ oder „Ich bin falsch“.

Diese Glaubenssätze der Kindheit wirken unbewusst in uns fort und bestimmen, wie wir uns in späteren Beziehungen fühlen und verhalten. So kann es z.B. sein, dass sich jemand immer schuldig fühlt, sobald es im Freundeskreis Unstimmigkeiten gibt, weil ein negativer Glaubenssatz, den die Person seit der frühen Kindheit verinnerlicht hat, lautet: „Wenn es Konflikte gibt, ist es meinetwegen“.

Wenn die frühe Prägung also so wichtig ist: Worauf sollten Eltern achten, um ihren Kindern kein allzu großes Schattenkind mitzugeben?

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