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Lieber Kopf, wir müssen reden

Wie Sie sich von Ängsten, Sorgen und Stress befreien

By Jennifer Shannon
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Lieber Kopf, wir müssen reden by Jennifer Shannon

Jeder Mensch kennt Angst. Das ist auch gut so, denn ohne dieses urmenschliche Gefühl würden wir alle auf steilen Klippen turnen und mit Skorpionen spielen. Angst lässt uns vorsichtig werden und bewahrt uns vor Gefahren. Immer mehr Menschen leiden jedoch unter einer Angststörung, das heißt, sie fürchten sich ständig, grundlos oder unverhältnismäßig. In den Blinks zu Lieber Kopf, wir müssen reden (2018) erklären wir, wie Angststörungen entstehen, wie man sich davon befreien kann und warum die gängigen Anti-Angst-Maßnahmen nichts bringen oder sogar schaden.

  • Alle, die sich für Psychologie interessieren
  • Menschen, die im Alltag Stress und Sorgen plagen
  • Jeder, der unter Angststörungen oder Panikattacken leidet

Jennifer Shannon arbeitet seit über zwanzig Jahren als Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Angststörungen. Ihre eigene Erfahrung mit Panikattacken brachte sie zur kognitiven Verhaltenstherapie. Sie ist Mitbegründerin des Santa Rosa Center for Cognitive Behavioral Therapy und hat mehrere Sachbücher zum Thema Angstbewältigung geschrieben.

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Lieber Kopf, wir müssen reden

Wie Sie sich von Ängsten, Sorgen und Stress befreien

By Jennifer Shannon
  • Read in 13 minutes
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  • Contains 8 key ideas
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Lieber Kopf, wir müssen reden by Jennifer Shannon
Synopsis

Jeder Mensch kennt Angst. Das ist auch gut so, denn ohne dieses urmenschliche Gefühl würden wir alle auf steilen Klippen turnen und mit Skorpionen spielen. Angst lässt uns vorsichtig werden und bewahrt uns vor Gefahren. Immer mehr Menschen leiden jedoch unter einer Angststörung, das heißt, sie fürchten sich ständig, grundlos oder unverhältnismäßig. In den Blinks zu Lieber Kopf, wir müssen reden (2018) erklären wir, wie Angststörungen entstehen, wie man sich davon befreien kann und warum die gängigen Anti-Angst-Maßnahmen nichts bringen oder sogar schaden.

Key idea 1 of 8

Bei Anzeichen von Gefahr wird unser Gehirn vom Affengeist gekapert.

Wer keine Angst hat, lebt gefährlich, denn Angst warnt uns und mobilisiert uns bei Gefahr. Es kann also nicht das Ziel sein, sie komplett abzustellen. Wir müssen aber auch nicht ihr Sklave sein. Um uns von übertriebenen Ängsten und Sorgen zu befreien, sollten wir zuerst verstehen, wie Angst entsteht.

Steuerzentrale sämtlicher Angstreaktionen ist die Amygdala, ein kleines Gehirnareal am obersten Punkt der Wirbelsäule. Wegen ihres rastlosen Charakters wird sie auch als Monkey Mind bezeichnet, „Affengeist“. Gemeint ist damit eine Art Sicherheitsbeauftragter, der beflissen alle durchgehenden Ereignisse kontrolliert. Ein Zwicken in der Leiste? Eine kritische Bemerkung der Kollegin? Der Affengeist registriert alles und schlägt sofort Alarm, wenn er eine potenzielle Bedrohung ausmacht.

Dann gibt er das Signal für den Kampf-oder-Flucht-Modus: Wir beginnen zu schwitzen, der Atem beschleunigt, wir bekommen Herzklopfen. Auch negative Gefühle wie Angst, Scham oder Wut werden nach Bedarf vom Affengeist aktiviert. Die Reaktionen sind individuell verschieden, je nachdem, welche Reaktionsmuster wir in der Vergangenheit gelernt haben.

Ist der Angstzyklus aktiviert, gerät der Rest unseres Gehirns in Geiselhaft. Entspannung und Kreativität, Wachstum und Entwicklung, Verwirklichung von Träumen? Fehlanzeige. Alle nicht lebensnotwendigen Funktionen sind vorübergehend außer Betrieb. Darum ist es auch zwecklos, den Affengeist mit vernünftigen Argumenten beruhigen zu wollen. Er hat nur einen Job: uns vor Gefahren zu warnen und zum Handeln zu bewegen.

Aber was zählt überhaupt als Gefahr? Zwei Dinge: alles, was unser Leben bedroht, und alles, was unseren Status in der Sippe gefährdet. Shannon nennt sie die zwei archaischen Bedrohungen.

Doch wie kommt es, dass so viele Menschen exzessive Ängste und Sorgen erleben, obwohl sie, objektiv betrachtet, gar nicht in Gefahr sind? Der Grund ist folgender: Unser jahrtausendealter Affengeist ist auf die Erkennung von Säbelzahntigern und Co. programmiert. Eine eigenständige Risikoeinschätzung liegt ihm nicht. Wird er mit einer unbekannten Situation konfrontiert – sagen wir, du verlierst deine Kreditkarte –, muss er raten. Und geht im Zweifel lieber auf Nummer sicher.

Hinzu kommt, dass uns im Affenmodus zwei Fehler unterlaufen: Wir überschätzen die Gefahr, und wir unterschätzen die eigene Resilienz, also unsere Fähigkeit, mit der Situation fertigzuwerden. Denn wenn der Affe krakeelt, sind wir nicht mehr zu nüchterner Analyse und klaren Gedanken fähig.

Der erste Schritt zum Umgang mit Angst ist daher, sie als das zu betrachten, was sie ist – nämlich Affengeschnatter. Mach dir bewusst: Der Affe ist ein Teil von dir, aber er ist nicht du!

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