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Gefühle lesen

Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren

By Paul Ekman
13-minute read
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Gefühle lesen: Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren by Paul Ekman

In Gefühle lesen geht es darum, warum wir in welchen Situationen emotional werden und wo unsere Gefühle am deutlichsten zum Ausdruck kommen: auf unserem Gesicht. Die Blinks zeigen, dass uns ein größeres Verständnis eigener und fremder emotionaler Reaktionen besser kommunizieren und empathischer miteinander umgehen lässt.

  • Kriminologen und Ordnungshüter, die Verbrecher mithilfe flüchtiger Gesichtsausdrücke überführen wollen
  • Seelsorger und Pfleger, die die versteckten Gefühle ihrer Patienten ergründen möchten
  • Empathische Personen, die die Emotionen ihrer Mitmenschen noch besser erkennen und verstehen möchten

Paul Ekman ist Psychologe und hat sich als Experte für nonverbale Kommunikation weltweit einen Namen gemacht. Inzwischen vertrauen nicht nur Kriminologen auf seine Fähigkeit, Gesichter wie offene Bücher zu lesen: Seine Expertise im Bereich Mimik und Körpersprache macht ihn auch zum perfekten Berater für die Animation von Trickfilmfiguren.

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Gefühle lesen

Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren

By Paul Ekman
  • Read in 13 minutes
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  • Contains 8 key ideas
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Gefühle lesen: Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren by Paul Ekman
Synopsis

In Gefühle lesen geht es darum, warum wir in welchen Situationen emotional werden und wo unsere Gefühle am deutlichsten zum Ausdruck kommen: auf unserem Gesicht. Die Blinks zeigen, dass uns ein größeres Verständnis eigener und fremder emotionaler Reaktionen besser kommunizieren und empathischer miteinander umgehen lässt.

Key idea 1 of 8

Gefühle sind das Ergebnis evolutionärer Prozesse und werden daher eher von Schlangen als von Waffen getriggert.

Wenn du auch bei der zwanzigsten Wiederholung von Titanic oder Vom Winde verweht ins Schluchzen gerätst, wünschst du dir sicher manchmal, du hättest deine Gefühle besser unter Kontrolle. Die Wahrheit ist: Emotionen haben im Laufe der Evolution stets eine große Rolle gespielt.

Tatsächlich geht ein großer Teil unserer angeborenen emotionalen Reflexe auf lebensbedrohliche Erfahrungen unserer Vorfahren zurück. Manche Tierarten haben den Menschen über so viele Jahrtausende hinweg drangsaliert, dass sich die Angst vor ihren Angriffen über Generationen hinweg tief in das menschliche Bewusstsein eingeschrieben hat und irgendwann Teil unseres Gencodes wurde.

Der schwedische Psychologe Arne Ohman wollte 1993 untersuchen, ob Menschen empfindlicher auf Bedrohungen reagieren, die vermutlich schon ihre Vorfahren in Schrecken versetzten, wie z.B. Schlangen oder Spinnen. Die Versuchsteilnehmer bekamen das Bild einer Spinne vorgelegt und gleichzeitig einen Stromschlag versetzt. Im nächsten Schritt wurde der Elektroschock mit dem Abbild einer harmlosen Blume gekoppelt.

Ohmans ursprüngliche Annahme bestätigte sich: Die negative Konditionierung funktionierte im Falle der Spinne wesentlich schneller. Die meisten Teilnehmer reagierten bereits nach einem Durchlauf auch ohne Strom ängstlich auf den Stimulus des Spinnenbilds, während es einige Stromstöße mehr brauchte, um auch die Blume zur Bedrohung zu machen.

Die Tatsache, dass moderne Gefahren nicht dieselben Urängste wie archaische Bedrohungen wie Spinnen triggern, bestätigt den evolutionären Ursprung unserer Emotionen. Um seine Ergebnisse zu verifizieren, legte Ohman den Probanden in Folgeversuchen neben Spinnen statt Blumen Schusswaffen vor. Das überraschende Ergebnis: Während die Angstkonditionierung bei Schusswaffen genauso lange dauerte wie bei Blumen oder geometrischen Figuren, waren Spinnen nach wie vor instinktiv angsteinflößend.

Unsere Gefühle sind also waschechte Erbstücke unserer Vorfahren und genetische Echos ihrer Erfahrungen.

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