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Die 8 großen Lehren der Natur

Was wir von Tieren und Pflanzen lernen können

By Gary Ferguson
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Die 8 großen Lehren der Natur by Gary Ferguson
Synopsis

Die 8 großen Lehren der Natur (2019) bieten eine schlaue Reflexion darüber, was wir von der Natur lernen können. Diese Blinks weihen dich in ihre Geheimnisse ein: von der cleveren Kommunikation der Bäume bis zu den sensiblen Trauerritualen der Elefanten. Sie erklären, was wir von unseren Ökosystemen über Diversität, Gleichberechtigung und Krisenbewältigung lernen können. Die Blinks sind eine feingeistige Ode an das Wunder des Lebens. 

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Die Natur ist auf magische Weise unergründlich

Was glaubst du, was der große Albert Einstein tat, wenn er sich über ein schwieriges Problem den Kopf zerbrach? Nein, er vergrub sich nicht noch tiefer in Bücher oder irgendwelche verworrenen Gleichungen. Er ging vor die Tür.

Ganz recht. Wann immer der große Physiker auf eine Denkblockade stieß, unternahm er einen Spaziergang über den Unicampus und beobachtete schweigend die Umwelt. Er suchte nach keiner spezifischen Antwort. Alles, was er tat, war staunen. Er bewunderte die Anmut der Natur und die überwältigende Komplexität ihrer Ökosysteme.

Einstein bekam den Kopf nicht dadurch frei, dass er versuchte, die Natur zu verstehen und zu durchschauen. Er akzeptierte, dass die meisten Geheimnisse der Schöpfung jenseits unserer rationalen Vorstellungskraft liegen.

Und Einstein war nicht der einzige Naturwissenschaftler, den das „Unwissbare“ inspirierte – also jene Undurchdringbarkeit der Natur. Auch der Astronom Carl Sagan, der Physiker Edward Witten und die Primatenforscherin Jane Goodall betonten, wie wichtig das Rätselhafte und Mysteriöse für ihre Arbeit war. Jeder dieser renommierten Wissenschaftler widmete sein Leben der Erforschung der Natur. Und sie alle wussten, dass es immer Aspekte des Lebens geben würde, die wir nicht verstehen.

Wie dir das weiterhilft? Nun, die Komplexität der Natur hat etwas Magisches. Denk nur an die kuriose Beschaffenheit der Atome. Jedes Element besteht nahezu gänzlich aus dem leeren Raum zwischen dem Kern und dessen Elektronen. Tatsächlich besteht alles in der Natur zu 99,9999 Prozent aus, tja, fast nichts. Umso verblüffender ist es, dass wir auf festem Boden laufen und massive Gegenstände bewegen können. Oder dass wir überhaupt existieren.

Kinder haben noch die Gabe, sich dieser Magie hinzugeben. Sie verbringen endlose Stunden damit, in der Erde zu wühlen, mit Käfern zu spielen oder über Tiere zu sprechen. Und die beste Art der Bildung besteht darin, diesen angeborenen Wissensdurst zu nähren. Einer Studie der American Institutes for Research zufolge verbessern sich die Schulnoten in naturwissenschaftlichen Fächern im Schnitt um 27 Prozent, wenn Kinder im Freien unterrichtet werden.

So lautet die erste Lehre der Natur: Erlebe die Welt immer wieder neu, indem du deine Augen für ihre Rätsel und Wunder öffnest.

Denn auch du kannst von diesem Zauber profitieren. Nimm dir einfach hin und wieder Zeit, um die Natur zu erleben. Geh raus und stell deinen analytischen Verstand auf Stand-by. Konzentriere dich stattdessen voll und ganz auf deine Sinne: Betrachte die feinen Muster auf den Blättern der Pflanzen und Bäume, spüre den Duft der Blüten und Pollen in deiner Nase, fühle das warme Licht der Sonne auf deiner Haut. Schau nachts zum Himmel und den Sternen hinauf. Du vermagst zwar nicht zu begreifen, wie das alles zusammenhängt. Aber das Wissen, dass es das tut, darf dich immer wieder aufs Neue verzaubern.

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