Timothy Snyder promovierte 1997 in Oxford und unterrichtet heute an der Yale-Universität die Geschichte Osteuropas und des Holocausts. Er hat verschiedene preisgekrönte Bücher veröffentlicht, unter anderem The Reconstruction of Nations und Sketches from a Secret War. Für Bloodlands erhielt er 2013 den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken.
In Bloodlands (2010) geht es um ein dunkles Kapitel der europäischen Geschichte: das Leid der Menschen in den Gebieten zwischen Deutschland und Russland. Zwischen 1933 und 1954 wurden dort über 14 Millionen Zivilisten durch die Nazis und die Sowjets getötet. In vielen Geschichtsbüchern bleiben ihre Schicksale aber bis heute unerwähnt. Die Blinks zu Bloodlands brechen mit diesem Schweigen und beleuchten die Pläne und Ideologien, die hinter diesen Gräueltaten standen.
Der Weg in die Unfreiheit (2018) von Timothy Snyder ist eine kühne Bestandsaufnahme der weltweiten politischen Lage. Diese Blinks rekonstruieren Snyders kritische Sicht auf den wachsenden Einfluss von Wladimir Putins Russland, welches unverhohlen die freiheitlich-demokratischen Werte des Westens bedrohe. Sie zeigen, wie Putin versucht, seine politischen Gegner zu destabilisieren, und wo er – vom Brexit über die Trump-Wahl bis hin zum Aufschwung der europäischen Rechten – womöglich überall seine Finger im Spiel hat.