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Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung

Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können

Von Ulrike Herrmann
16 Minuten
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Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung: Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können von Ulrike Herrmann

In Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung erklärt Ulrike Herrmann, warum die heutigen ökonomischen Theorien weder die Realität abbilden noch treffende Vorhersagen über die wirtschaftliche Entwicklung machen können. Sie zeigt, wie wir die Wirtschaftsklassiker Smith, Marx und Keynes neu lesen können und damit unser Wirtschaftssystem und dessen Krise wirklich verstehen.

  • Studenten der Ökonomie
  • Jeder, der mit dem Kapitalismus unzufrieden ist und sich fragt, was eigentlich schief läuft
  • Jeder, der sein Grundwissen im Fach Wirtschaft auffrischen möchte

Ulrike Herrmann ist ausgebildete Bankkauffrau und studierte Geschichte und Philosophie an der FU Berlin. Sie arbeitet als Wirtschaftskorrespondentin bei der tageszeitung und wird häufig als wirtschaftspolitische Expertin in Funk und Fernsehen eingeladen. Sie hat bereits drei Bücher zu volkswirtschaftlichen Themen veröffentlicht.

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Entdecke die Kernaussagen zu diesem Titel:

Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung

Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können

Von Ulrike Herrmann
  • Lesedauer: 16 Minuten
  • Verfügbar in Text & Audio
  • 10 Kernaussagen
Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung: Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können von Ulrike Herrmann
Worum geht's

In Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung erklärt Ulrike Herrmann, warum die heutigen ökonomischen Theorien weder die Realität abbilden noch treffende Vorhersagen über die wirtschaftliche Entwicklung machen können. Sie zeigt, wie wir die Wirtschaftsklassiker Smith, Marx und Keynes neu lesen können und damit unser Wirtschaftssystem und dessen Krise wirklich verstehen.

Kernaussage 1 von 10

Die Wirtschaftswissenschaften stecken in einer Krise und ignorieren ihre besten Theoretiker.

Spätestens seit der Finanzkrise im Jahr 2008 haben viele Menschen den Verdacht, dass mit unserem Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt. Das ist richtig, doch zusätzlich haben wir es noch mit einem weiteren Problem zu tun: Nicht nur das Wirtschaftssystem, sondern auch die Wissenschaft, die dieses System untersucht, steckt in einer Krise.

Die Volks- und teilweise auch Betriebswirtschaft, die heute an den Universitäten gelehrt wird, hat nur wenig mit der Realität zu tun. Allein die Tatsache, dass kein einziger der etablierten Wirtschaftswissenschaftler die Finanzkrise vorhersah, sollte Zweifel an gängigen Theorien aufkommen lassen. Alle waren ziemlich überrascht und konnten sich auch im Nachhinein weder erklären, wie die Krise zustande kam, noch, warum Ökonomen sie nicht kommen sahen.

Die Wirtschaftswissenschaften von heute können zwar viele Berechnungen anstellen und schöne theoretische Modelle erstellen, sind dabei aber vollkommen von der Realität losgelöst. Sie stellen sich das Wirtschaftssystem wie ein Modell vor, in dem rationale Menschen mit einfachen Gütern wie Kartoffeln handeln. Fundamentale Aspekte wie Monopolisierung, soziale Ungleichheit oder sogar Krisen kommen in den meisten Theorien und Modellen überhaupt nicht vor.

Dabei waren die Wirtschaftswissenschaften schon einmal weiter – doch leider scheinen sie ihre Klassiker wie Adam Smith, Karl Marx und John Maynard Keynes vergessen zu haben. Wer heute in einer Wirtschaftsvorlesung oder bei einem Meeting von wirtschaftlichen Politikberatern mit Marx oder Keynes argumentiert, macht sich sogar lächerlich.

Das liegt unter anderem daran, dass die heutige Wissenschaft mathematische Modelle nutzt, bei denen unterm Strich ein eindeutiges Ergebnis herauskommt. Die Klassiker hingegen begriffen schon vor langer Zeit, dass die Wirtschaft so komplex und dynamisch ist, dass wir sie nicht einfach berechnen können – eine Tatsache, die kein Professor oder Experte gerne zugibt. Wer eine schöne runde Zahl präsentieren kann, wirkt eben kompetenter.

Sehen wir uns also an, was wir von Klassikern der Wirtschaft heute noch lernen können. Vielleicht helfen sie uns, den Kapitalismus besser zu verstehen und ihn gerechter zu gestalten.

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