Ulrike Herrmann ist ausgebildete Bankkauffrau und studierte Geschichte und Philosophie an der FU Berlin. Sie arbeitet als Wirtschaftskorrespondentin bei der tageszeitung und wird häufig als wirtschaftspolitische Expertin in Funk und Fernsehen eingeladen. Sie hat bereits drei Bücher zu volkswirtschaftlichen Themen veröffentlicht.
In Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung erklärt Ulrike Herrmann, warum die heutigen ökonomischen Theorien weder die Realität abbilden noch treffende Vorhersagen über die wirtschaftliche Entwicklung machen können. Sie zeigt, wie wir die Wirtschaftsklassiker Smith, Marx und Keynes neu lesen können und damit unser Wirtschaftssystem und dessen Krise wirklich verstehen.
Wir können uns dem Kapitalismus nicht entziehen. Aber je besser wir ihn verstehen, desto eher können wir die Verhältnisse ändern, die er schafft. Der Sieg des Kapitals (2015) erklärt, welche komplexen Dynamiken dem Kapitalismus zugrunde liegen, warum Krisen entstehen und wie diese abgewendet werden können. Außerdem geht es darum, wie das kapitalistische System entstehen konnte, wie es sich entwickelt hat und wohin die Reise noch geht.
Ludwig Erhard hat das Wirtschaftswunder in Nachkriegsdeutschland möglich gemacht, die soziale Marktwirtschaft hat für soziale Gerechtigkeit gesorgt und die Wiedervereinigung war ein teures Unterfangen. So wurde es uns eingetrichtert – aber nichts davon ist wahr, denn die deutsche Wirtschaftsgeschichte basiert auf Mythen. Die Blinks zu Ulrike Herrmanns Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen (2019) rücken die deutsche Geschichtsschreibung zurecht und bringen unbequeme Tatsachen ans Licht.
Wir stecken in einer Zwickmühle – der Kapitalismus hat die Welt fest im Griff und zerstört gleichzeitig unsere Lebensgrundlage. Dieses Dilemma muss aber nicht zwangsläufig ins Chaos führen. Es ist möglich, das zwanghafte Wachstum geordnet herunterzufahren. Wie das gehen könnte und wie unser Leben danach aussehen würde, das erklärt unser Blink zu Das Ende des Kapitalismus (2022) von Ulrike Herrmann.