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Besserwissen mit dem Besserwisser

So trainieren Sie Ihre Allgemeinbildung

By Sebastian Klussmann
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Besserwissen mit dem Besserwisser by Sebastian Klussmann
Synopsis

Viele Menschen wünschen sich eine bessere Allgemeinbildung. Aber die meisten wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Besserwissen mit dem Besserwisser (2020) verrät Tipps und Tricks eines Quiz-Champions zum Thema Wissensaufbau. Die Blinks beweisen, dass jeder sich ganz einfach im Alltag Wissen aneignen kann. 

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Wozu noch Allgemeinwissen im digitalen Zeitalter?

Beginnen wir mit einem kleinen Experiment. Frag doch mal ein paar Freunde, was für sie zur Allgemeinbildung gehört. Politik und Geschichte? Kunst, Musik und Literatur? Geografie und Naturwissenschaft? Als Nächstes frag sie, wer im letzten Jahr Deutscher Fußballmeister wurde und wie die deutsche Justizministerin heißt. Welche der beiden Fragen bekommt mehr richtige Antworten?

In offiziellen Umfragen schneidet der Sport meist besser ab als die Politik. Was also gilt als Allgemeinwissen? Ist es das, was wir in der Schule lernen? Oder zählen Fußball, Promis und Popkultur auch dazu? Die Antwort hängt davon ab, ob du Allgemeinwissen normativ oder empirisch betrachtest. 

Wer Allgemeinwissen normativ definiert, legt damit fest, was gebildete Menschen wissen sollten. Besonders im Bildungsbürgertum ist diese Auffassung verbreitet. Danach gehören vor allem klassische Themen wie Philosophie, Geschichte oder Naturwissenschaften dazu. 

Aus empirischer Sicht ist Allgemeinwissen jedoch das, was die Mehrheit der Bevölkerung tatsächlich weiß. Dazu zählen dann auch Themen, die einigen Bildungsbürgern den Pulsschlag in die Höhe treiben, etwa die TV-Sendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!. Schließlich schalten bis zu sieben Millionen Deutsche ein, wenn Prominente im Dschungel durch Spinnentunnel kriechen und Schafsaugen verspeisen. 

Während klassische Bildung nach wie vor wichtig ist, solltest du also auch wissen, was einen Großteil der Menschen im Land tatsächlich bewegt. Aber warum ist Faktenwissen im Zeitalter des Internets überhaupt noch relevant? 

Dafür gibt es mindestens drei gute Gründe: Erstens hilft Wissen uns, die Welt besser zu verstehen und Neues dazuzulernen. Wenn du etwa um die Trägheit der Masse weißt, kannst du nachvollziehen, warum dein Auto einen Bremsweg hat. 

Zweitens macht Wissen es leichter, mit anderen Menschen zu interagieren. Small Talk auf einer Party ist einfacher, wenn du mitreden kannst: Dann plauderst du mit einem Basketballfan ebenso locker wie mit der passionierten Schwedenurlauberin. 

Und last but not least: Allgemeinwissen stützt die Demokratie. Wer etwas über die verschiedenen Lebenswelten in seinem Land weiß, hinterfragt eher Vorurteile. Wissen kann auch Gemeinsamkeiten aufzeigen – und dadurch Solidarität und Verständnis fördern. Wenn du wie deine Nachbarin die alten Lieder der Ärzte magst und beim Biathlon mitfieberst, wirst du sie nicht gleich ablehnen, nur weil sie politisch anders denkt als du. 

Halten wir also fest: Ein möglichst breit gefächertes Allgemeinwissen hilft uns, die Welt besser zu verstehen und auf andere Menschen zuzugehen.

Allgemeinwissen ist und bleibt also wichtig. Schauen wir nun, wie man am besten mit dem Lernen anfängt.

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