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Die Schießler-Bibel

Kraft für alle Lebenslagen

By Rainer M. Schießler
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Die Schießler-Bibel by Rainer M. Schießler
Synopsis

Obwohl sie fast zweitausend Jahre alt ist, steckt die Bibel auch heute noch voller wertvoller Ratschläge für ein gutes Leben. In der Schießler-Bibel (2021) sammelt Rainer Schießler die schönsten Weisheiten und überträgt sie in unsere moderne Welt. 

Key idea 1 of 8

Kirche auf Abwegen

Woran denkst du, wenn du das Wort „Kirche“ hörst? Immer weniger Menschen verbinden damit Glaube, Liebe oder Hoffnung. Die Liste der negativen Assoziationen hingegen ist lang: Verkrustete Machtstrukturen, unanständiger Reichtum, die Inquisition, Ablasshandel, Exorzismen, sterbenslangweilige Predigten, am besten noch auf Latein, Sexismus, Fanatismus … Wir könnten noch lange so weitermachen.

Für Pfarrer Rainer Schießler ist das traurig, aber auch verständlich. Er ist der Ansicht, dass die Verfehlungen der christlichen Kirchen in den letzten Jahrhunderten und auch heute noch dazu führen, dass wir die Lehre von Jesus Christus aus den Augen verlieren. Jesus war ein Anwalt der armen, einfachen und ausgeschlossenen Menschen. Protz, Prunk, Rechthaberei und Macht waren ihm zuwider. Doch beinahe jeden Tag können wir Beispiele dafür sehen, wie sich die Kirchen von ihrer ursprünglichen Lehre entfernen. Der Apostel Paulus sagte zum Beispiel:

„Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.“

Die Menschen, die sich bemühen, ein gutes Leben zu führen, sind heilig, nicht die goldverzierten Altäre und Kanzeln in den Kirchen. Die Ehrfurcht und Bewunderung der Christen sollte den einfachen Menschen gelten, nicht der Amtskirche. Im Sinne Paulus’ ist jeder Mensch ein heiliger Ort – vielleicht sogar besonders die Menschen, die unter Vorurteilen zu leiden haben.

Jesus war radikal, und er war ein Mystiker, ein spiritueller Freigeist. Kein Wunder, dass es den christlichen Kirchen heute schwerfällt, ihn in ihre Lehre zu integrieren. So schrieb Kardinal Joseph Ratzinger zum Beispiel 2003, dass sich die Mystik der offiziellen Glaubenslehre unterordnen müsse. Dadurch wird die Kirche zu einem starren Korsett, das die Gläubigen auf ihrem eigenen spirituellen Weg nicht unterstützt, sondern kontrolliert. Der muslimische Mystiker Rumi, der den Derwischorden begründet hat, brachte es auf den Punkt. Er sagte: 

„Wer Gott liebt, hat keine Religion außer Gott.“

Es ist an der Zeit, dass sich die christlichen Kirchen auf ihre Ursprünge zurückbesinnen. Denn das, was Jesus einst gepredigt hat, gibt den Menschen auch heute noch Trost; es macht ihr Leben reicher und friedvoller. Aus diesem Grund hat der Autor seine Schießler-Bibel veröffentlicht: Mit ihr will er zeigen, dass der ursprüngliche christliche Glaube nahbar, menschlich und hoffnungsvoll ist. Sehen wir uns also an, wie wir in der Heiligen Schrift auch heute noch Trost, Hoffnung und Inspiration für ein besseres Leben finden können.

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