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Das Risiko und sein Preis

Skin in the Game

By Nassim Nicholas Taleb
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Das Risiko und sein Preis: Skin in the Game by Nassim Nicholas Taleb

Das Risiko und sein Preis (2018) untersucht, wie stark unsere alltäglichsten Entscheidungen und Handlungen von den verborgenen Kräften Symmetrie und Risiko gelenkt werden. Diese Blinks führen dir anhand konkreter Beispiele und nachvollziehbarer Logik vor Augen, in welch hohem Maß das Verhalten des Menschen davon bestimmt wird, wie dringend er etwas braucht und wie viel er zu verlieren hat.

  • Alle, die sich für versteckte statistische Zusammenhänge interessieren
  • Menschen, die wissen wollen, wie sich Risiko, Erfolg und Popularität gegenseitig bedingen
  • Soziologie-, Psychologie- und Wirtschaftsstudierende und -begeisterte

Nassim Nicholas Taleb ist Forscher, Statistiker und ehemaliger Investmentbanker. Sein 2007 erschienenes Buch Der Schwarze Schwan wurde ein internationaler Bestseller.

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Das Risiko und sein Preis

Skin in the Game

By Nassim Nicholas Taleb
  • Read in 12 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 7 key ideas
Das Risiko und sein Preis: Skin in the Game by Nassim Nicholas Taleb
Synopsis

Das Risiko und sein Preis (2018) untersucht, wie stark unsere alltäglichsten Entscheidungen und Handlungen von den verborgenen Kräften Symmetrie und Risiko gelenkt werden. Diese Blinks führen dir anhand konkreter Beispiele und nachvollziehbarer Logik vor Augen, in welch hohem Maß das Verhalten des Menschen davon bestimmt wird, wie dringend er etwas braucht und wie viel er zu verlieren hat.

Key idea 1 of 7

Sämtliche Akteure einer wirtschaftlichen Transaktion sollten alle relevanten Informationen kennen.

Einer antiken römischen Sage nach wollte eine Gruppe Fischer einst Merkur hinters Licht führen, den römischen Gott des Handels. Sie hatten Schildkröten gefangen und erst nach der Zubereitung bemerkt, dass ihr Fleisch ungenießbar war. Als Merkur des Weges kam, sahen die Fischer die Gelegenheit gekommen, sich ihrer wertlosen Ware geschickt zu entledigen. Merkur aber durchschaute ihre List und hieß sie, die Schildkröten selbst zu essen.

Diese Sage könnte vielen zeitgenössischen Händlern eine Lehre sein – auch wenn sie nichts mit Schildkröten und römischen Göttern zu schaffen haben. Die Fischer in der Geschichte lernen auf die harte Tour, dass es sich nicht gehört, eine eigennützige Verkaufsmasche als gutgemeinten Ratschlag zu tarnen. Leider sind genau solche unlauteren Taktiken in der modernen Gesellschaft aber Gang und Gäbe.

Taleb z.B. beobachtete während seiner Arbeit für eine Investmentfirma wiederholt, wie Börsenmakler ihren Klienten ihre überschüssigen Wertpapiere unterjubelten. Statt mit offenen Karten zu spielen – also zu kommunizieren, dass es sich bei den Aktien um Überschüsse handelte – verkauften sie sie den Anlegern als unschlagbare Chancen auf rentable Renditen. Als praktisch todsicheren Gewinn und einmalige Gelegenheit, die man entweder ergriff oder es für immer bereute.

Nun könnte man fragen: Ist das denn wirklich so verwerflich? Sind Strategien wie diese nicht so alt wie die Menschheit selbst und schließlich auch heute noch legal? Das stimmt so nur zum Teil. Was in vielen säkularen und westlichen Gesellschaften legal ist, steht in manchen religiös geprägten Rechtssystemen unter Strafe. In der Scharia, der islamischen Rechtslehre, gibt es z.B. das Konzept des Gharar.

Gharar bezieht sich auf die Asymmetrie der Informationen zwischen zwei Akteuren. Wenn ein Akteur, der Verkäufer, über mehr Hintergrundwissen zu einer geplanten Transaktion verfügt als der andere Akteur, der Käufer, gilt diese als unrechtmäßig. Der Verkäufer weiß in diesem Fall mehr über den wahrscheinlichen Ausgang des Geschäfts als der Käufer. Wenn der Handel zustande kommen soll, muss das verfügbare Wissen zuvor erst absolut symmetrisch verteilt werden. Der Käufer muss auf denselben Informationsstand gebracht werden wie der Verkäufer.

Das Beispiel zeigt, dass die hinterhältige Masche der Börsenhändler in manchen Rechtssystemen nicht bloß als unmoralisch, sondern sogar als illegal gelten würde.

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