Joseph Stiglitz (*1943) ist ein US-amerikanischer Ö;konom und Professor an der Columbia University. 2001 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Er war Chefökonom der Weltbank und ist bekannt für seine kritischen Ansichten zu freien Märkten. 2011 wurde er vom TIME Magazine als einer der hundert einflussreichsten Menschen der Welt benannt.
Zentrales Thema von Der Preis der Ungleichheit ist die ökonomische Umverteilung von unten nach oben. Das Buch dokumentiert, wie die zum oberen einen Prozent Gehörigen erfolgreich ein System etabliert haben, in dem Wirtschaft, Politik, Gerichtsbarkeit und die Medien nach ihren Vorstellungen geprägt sind und deren zentrales Ziel verfolgen: mehr Profit, egal auf wessen Kosten.
Der Kapitalismus hat in den USA erschreckende Ausmaße erreicht: Einige wenige Superreiche profitieren, während die Lebensqualität der Mehrheit sinkt und die soziale und wirtschaftliche Spaltung der Gesellschaft wächst. Ähnliches ist längst auch in Europa zu beobachten. Steht uns eine düstere Zukunft bevor? Nicht, wenn es gelingt, den Kapitalismus zu reformieren. Joseph Stiglitz‘ Der Preis des Profits (2020) skizziert, wie der Kapitalismus so schädlich werden konnte und welche Reformen jetzt notwendig sind.
Im Jahr 2002 veröffentlicht Joseph Stiglitz das Buch Die Schatten der Globalisierung. Darin kritisiert er die neoliberale Wirtschaftskultur, die heute staatenübergreifend praktiziert wird. Vier Jahre später widmet sich Stiglitz diesem Thema in Die Chancen der Globalisierung (2006) erneut. Die Blinks dazu beleuchten Fragen, die sein erstes Buch aufwirft, und erklären, wie Globalisierung doch funktionieren kann. Sie weisen auf Probleme und Chancen hin, die in dieser Entwicklung stecken, und vermitteln die Botschaft: Wir können die Globalisierung so steuern, dass sowohl reiche als auch arme Länder davon profitieren.