Herfried Münkler wurde 1951 im hessischen Friedberg geboren und lehrt als Professor für Politikwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität. Er spezialisierte sich auf politische Theorie und Ideengeschichte, erlangte besonders durch seine Forschungen zu Machiavelli Bekanntheit und gilt als einer der führenden Akademiker seines Fachs. Zu seinen herausragenden Publikationen gehören neben seiner Dissertation Machiavelli (2004) auch Die neuen Kriege (2002) und Imperien (2005).
Die Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 verblasst heute im Schatten der zwei großen Weltkriege. Dabei galt der längste deutsche Krieg über dreihundert Jahre lang als das Trauma der modernen deutschen Geschichte. Was machte ihn so verheerend? Wie konnte er so lange wüten? Diese Blinks nehmen dich mit auf eine spannende Zeitreise zu seinen Ursachen und Wendungen. Sie zeigen auch, was uns der Blick zu den Schlachten der Vergangenheit über die Kriege der Gegenwart verrät.
Deutschland geht vor die Hunde. So zumindest lautet der Tenor zahlreicher Stimmen, die der Bundesrepublik einen wirtschaftlichen und politischen Abstieg prophezeien. Das Problem ist, dass diese Hysterie nur Ängste und populistische Meinungsmache befeuern, statt pragmatische Lösungen zu fördern. Was wir wirklich brauchen, sind konstruktive Analysen und Ideen. Diese Blinks zu Abschied vom Abstieg (2019) machen den Anfang.
Die Blinks zu Herfried Münklers Marx, Wagner, Nietzsche (2021) bringen drei herausragende Menschen des 19. Jahrhunderts zusammen. Sie betrachteten ihre Zeit zwar aus ihrer jeweiligen Perspektive – der Gesellschaftstheorie, der Musik und der Philosophie. Aber alle drei versuchten, sich einen Reim auf ihr Jahrhundert der Umstürze und Veränderungen zu machen. Dabei gelangen ihnen schließlich selbst revolutionäre Werke.