Als studierter Physiker und Journalist bemüht sich Ulrich Schnabel um die verständliche Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an ein breites Publikum. Seit 1993 arbeitet er als Redakteur und Autor im Ressort Wissen der Wochenzeitschrift Die Zeit. Darüber hinaus doziert er regelmäßig an der Henri-Nannen-Journalistenschule. Sowohl in seinen Büchern als auch in seinen journalistischen Publikationen beschäftigt er sich vorwiegend mit Themen aus dem Grenzbereich von Natur- und Geisteswissenschaften. Sein Buch Die Vermessung des Glaubens wurde 2009 zum Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt.
Zeit ist Geld. Muße ist Verschwendung. Und jeder Müßiggänger ein Prasser. Soweit die kapitalistische Verwertungslogik unserer Gesellschaft. Doch wie effizient ist die Minimierung der Freizeit wirklich? In Muße (2010) erklärt Ulrich Schnabel, weshalb kurze Phasen der Untätigkeit wichtig sind und wie man sie sich verschafft – allen Widrigkeiten der Leistungsgesellschaft zum Trotz.
Manchmal ist das Leben hart und ungerecht, und daran kann nichts und niemand etwas ändern. Es gibt allerdings Menschen, die sich ihren Lebensmut selbst unter schwierigsten Bedingungen erhalten. Dazu braucht es eine bestimmte Einstellung, die in den Wohlstandsgesellschaften nicht mehr weit verbreitet ist. In den Blinks zu Ulrich Schnabels Zuversicht (2018) geht es nicht um bedingungslosen Optimismus oder naiven Zukunftsglauben. Stattdessen erfährst du anhand zahlreicher Beispiele, wie man mit Hilfe von Zuversicht sinnlose Sorgen los wird, schwierige Lebensphasen übersteht und einer Krise auch etwas Positives abgewinnen kann.