Julia Ebner wurde 1991 in Wien geboren und lebt heute in London. Dort arbeitet sie als Extremismus- und Terrorismusforscherin beim Institute for Strategic Dialogue (ISD) und gilt in den Medien als gefragte Expertin auf dem Gebiet. Sie engagierte sich für die weltweit erste Organisation zur Extremismusprävention Quilliam und berät heute auch parlamentarische Arbeitsgruppen zum Thema Radikalisierung. Wut (2018) ist ihr erstes Buch.
Wo man derzeit auch hinsieht, der Extremismus scheint auf dem Vormarsch. Gewaltbereite Rechtsradikale, fundamentalistische Islamisten und pöbelnde Populisten schüren in vielen westlichen Gesellschaften eine Atmosphäre, die v.a. von einer Kraft getrieben wird: Wut. Diese Blinks zeigen, wie sehr sich die Ideologien der Islamisten und Rechtsextremisten ähneln, warum wir bei Terror trotzdem ausschließlich an erstere denken und was wir tun müssen, um unsere Demokratie zu schützen.
Extremisten agitieren nicht so gestrig, wie sie denken. Sie nutzen die sozialen Medien, um ihre Botschaften zu verbreiten und Mitglieder zu rekrutieren. Sie arbeiten mit Hacks, Fake News und Hatespeech, um Politiker und Journalisten einzuschüchtern und den öffentlichen Diskurs zu kapern. Aber wie? Julia Ebner schleuste sich in rechtsextreme und dschihadistische Netzwerke ein, um das zu beantworten. Diese Blinks zu Radikalisierungsmaschinen (2019) geben aufwühlende Einblicke in ihre Recherchen.