Peter Frankopan ist ein britischer Historiker und Direktor des Centre for Byzantine Research an der University of Oxford. Er lehrte bereits an einigen der renommiertesten Universitäten der Welt, darunter u.a. Cambridge, Yale, Harvard und Princeton. In seiner Forschung konzentriert er sich besonders auf die Beziehungen zwischen Christentum und Islam im geografischen Raum zwischen Mittelmeer und Zentralasien.
Licht aus dem Osten (2015) erzählt die Weltgeschichte aus einer völlig neuen Perspektive, indem es ihren Ausgangspunkt von Europa in den Nahen Osten verlagert. Diese Blinks nehmen dich mit auf eine Zeitreise von den Anfängen des Handels im antiken Perserreich bis zur unheilvollen Nahost-Politik der USA im späten 20. Jahrhundert. Sie zeigen, wie die Handelsrouten der Seidenstraße immer wieder zu Knotenpunkten der Verwicklungen zwischen Okzident und Orient wurden, und zwar gleich auf mehreren Ebenen: vom florierenden Handel über den kulturellen und intellektuellen Austausch bis hin zu den kolonialen Bestrebungen der Supermächte.
Läuft der „Ferne“ Osten dem Westen bald den Rang ab? Die Zeichen stehen auf Veränderung, nachdem die westlichen Großmächte die Weltwirtschaft über Jahrhunderte hinweg dominiert haben. Diese Blinks zu Peter Frankopans Die neuen Seidenstraßen (2019) erklären den wachsenden Einfluss östlicher Staaten wie Russland, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie beleuchten auch, was die globalen Verschiebungen mit dem neuen Nationalismus im Westen und dem östlichen Mut zur Zusammenarbeit zu tun haben.