Hannah Arendt war eine der bedeutendsten jüdischen Theoretikerinnen und Publizistinnen des vergangenen Jahrhunderts. Um dem Nationalsozialismus zu entkommen, emigrierte sie 1933 aus Deutschland in die USA. Zu Beginn der 50er-Jahre wurde sie mit ihrem politischen Hauptwerk Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Andere wichtige Publikationen Hannah Arendts sind Vita Activa oder vom tätigen Leben (1958) und Eichmann in Jerusalem (1963).
In Die Freiheit, frei zu sein (2018) geht es um die großen politischen Themen: Kriege und Revolutionen, Freiheit und Gesellschaft. Die jüdische Philosophin Hannah Arendt untersucht in diesem Werk die Geschichte der großen Revolutionen und setzt sie auf erstaunliche Weise in Beziehung mit dem allzu menschlichen Streben nach Freiheit. Diese Blinks beleuchten die zentralen Thesen des Essays, der 1967 fertiggestellt wurde und aus dem Nachlass von Hannah Arendt erstmals 2018 in deutscher Übersetzung erschien.
Wie konnte es so weit kommen? Wie konnten die Faschisten um Hitler und Stalin so bestialische Verbrechen begehen und trotzdem die Massen hinter sich vereinen? Diese Fragen waren der Ausgangspunkt für Hannah Arendts theoretisches Meisterwerk über die Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (1955). Diese Blinks zeichnen ihre zentralen Thesen nach und behalten dabei immer feinfühlig folgende Frage im Blick: Was geht in den Menschen vor, die sich von der totalitären Propaganda mitreißen lassen?