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Dieses Berliner Start-Up wird mit $35 Million von US-Investoren gefördert

Die US-Venture Capital Gesellschaft Insight Venture Partners ist überzeugt, dass Blinkist die Welt mit seiner Wissens-App radikal verändern wird
von Manon Steiner | 21.06.2021

Bahnbrechende Innovationen kommen derzeit nicht nur aus den USA oder China, auch Deutschland hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten. Beispiel Blinkist: Das Berliner Start-up stellt gerade die Welt mit seiner erfolgreichen Wissens-App auf den Kopf und zieht so auch die Aufmerksamkeit internationaler Investoren auf sich. Mittlerweile wird das Unternehmen sogar als mögliches Unicorn – also als Start-Up mit einer Milliardenbewertung durch Investoren – gehandelt.

Die Gründer des Berliner Start-ups Blinkist: Holger Seim, Niklas Jansen und Tobi Balling (v. l.), nicht im Bild: Sebastian Klein.

Was steckt hinter dem Start-Up, dass 35 Millionen Dollar wert ist?

Satte 35 Millionen US-Dollar gingen bereits an das Unternehmen, das große Ideen von über 4500 Sachbüchern kurz und anschaulich auf den Punkt bringt. Vor allem die Risikokapitalfirma Insight Venture Partners sieht Potential in der App: Für Harley Miller, Vice President der Venture Capitalist Gesellschaft bietet sie „eine völlig neue Kategorie der Selbstoptimierung“.

Insight Venture Partners hat bereits Erfolgsunternehmen wie Twitter, Tumblr und BlaBlaCar unterstützt und weiß, worauf es bei Start-ups ankommt. Bereits zum zweiten Mal förderten sie das Jungunternehmen im Juni 2018 mit Beträgen in Millionenhöhe.

„Mit Blinkist erweitern Sie Ihr Allgemein- und Fachwissen in kürzester Zeit.“
– COMPUTER BILD

Spannendes Sachbuch-Wissen in nur 15 Minuten

Blinkist vermittelt die Kerninhalte der weltweit beliebtesten Sachbücher, neuesten Bestseller und Ratgeber zu Themen wie Produktivität, Psychologie oder Wissenschaft. Das Versprechen des Unternehmens: Nutzer können sich das Wissen eines jeden Sachbuchs einfach und schnell in etwa 15 Minuten aneignen.

Dazu setzt Blinkist auf anschauliche Kurzfassungen, die gelesen oder angehört werden können. Diese sogenannten Blinks basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Hirnforschung und der Psychologie: Beim sogenannten Pyramidenprinzip werden Texte so strukturiert, dass möglichst viel des Inhalts schnell erfasst und dennoch langfristig gespeichert wird. Das funktioniert durch besonders viele Überschriften, anschauliche Beispiele, Zitate oder Fragen an den Leser. Besonders wichtige Aussagen stehen dabei immer am Anfang.

Die App Blinkist basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Hirnforschung und Psychologie und liefert das Wichtigste aus Sachbüchern im Häppchen-Format.

So nutzen Blinkist-Kunden die App am liebsten

Das Ergebnis sind clevere Kurztexte und professionell produzierte Audiotitel. Gerade für die Nutzung zwischendurch ist Blinkist besonders gut geeignet: Mehr als zwei Drittel aller Nutzer bevorzugen nach eigener Aussage die Blinks zum Anhören, etwa beim Joggen, Autofahren oder Kochen.

Revolutionäre App ermöglicht völlig neuen Zugang zu Fortbildung

Für das digitale Wirtschaftsmagazin t3n hat das Start-up mit diesem Konzept „das Lesen von Sachbüchern in das digitale Zeitalter überführt”. Damit schließt sich das Unternehmen Revolutionären wie Wikipedia Gründer Jimmy Wales an, der sich mit Wikipedia seit Jahren für den freien Wissenszugang einsetzt. Und es funktioniert – denn mittlerweile ist auch Blinkist im Mainstream angekommen: Bereits über sieben Millionen Menschen weltweit verschaffen sich mit der App Zugang zu vielfältigem Expertenwissen.

Vor allem in den USA schlug Blinkist wie eine Bombe ein, denn hier ist das sogenannte „Microlearning“, also das Aufnehmen von Wissen in kleinsten Einheiten, längst Trend. In Deutschland galt die Sachbuch-App bis vor einiger Zeit eher als Geheimtipp.

Das schlanke und simple Design macht es einfach, innerhalb von Minuten aus einigen der besten Bücher der Welt zu lernen – sei es dur Lesen oder Hören.

Blinkist: Medienliebling und Top-Arbeitgeber in Deutschland

Jetzt wird Blinkist auch in Deutschland zum Hype. Laut einer aktuellen Umfrage von LinkedIn Deutschland zählt das Unternehmen aufgrund seines innovativen Produkts und der aufgeschlossenen Firmenkultur gar zu den 20 begehrtesten Arbeitgebern des Landes. Auch das Wirtschaftmagazin brand eins stellte erst kürzlich fest, dass das Unternehmen mit seinem Konzept „einen Nerv getroffen” hat.

„Blinkist ist eine der besten Apps der Welt.“
– Apple

Sogar der CEO von Apple ist großer Fan von Blinkist

Ein weltberühmter CEO sieht das ganz ähnlich: Ende 2019 besuchte Apple-Chef Tim Cook das Team in Berlin und machte sich persönlich ein Bild von der App, die der Tech-Gigant bereits als eine der besten weltweit bezeichnete und die mit einer Durchschnittsbewertung von 4,7 von 5 Sternen und etwa 100.000 5-Sterne-Bewertungen zu den beliebtesten Apps im App-Store gehört.

Auch privat gilt Cook als großer Fan der Sachbuch-Kurzfassungen. Damit ist er einer von vielen CEOs, Unternehmern und Selbstständigen, die Blinkist für die persönliche Weiterbildung verwenden – laut dem Unternehmen sind mehr als 80% der Nutzer Akademiker.

Mehr Bücher in einer Woche als sonst in einem Jahr

Neben verschiedenen Abo-Varianten bietet Blinkist auch eine unverbindliche Gratisversion, mit der Nutzer täglich einen 15-minütigen Titel lesen oder anhören können. Wer auch nur eine Woche dranbleibt, hat danach bereits mehr Sachbuchwissen als der Durchschnittsdeutsche. Denn dieser liest im Jahr nur rund vier Sachbücher, wie eine repräsentative Umfrage des Unternehmens ergab. Bei aktuell 4500 Titeln und einer monatlich um 70 Titel wachsenden Bibliothek kommt so schnell einiges an Inhalten zusammen.

“Blinkist ist die perfekte Lösung für die Generation der gestressten Smartphone-Großstädter, die jeden Moment des Leerlaufs nutzen wollen, um sich um ein paar Minuten zu verbessern.”
– ZEIT ONLINE

Mit dem Millionen-Investment will Holger Seim den globalen Zugang zu Wissen weiter erleichtern: „Wir kratzen erst an der Oberfläche des Marktpotentials, denn das Problem, das wir lösen, ist universell”. Neben der konstanten Erweiterung der Sachbuch-Bibliothek arbeitet das Unternehmen auch an App-Verbesserungen wie kuratierten Wissensmodulen zu beliebten Themen, noch besserer Audio-Qualität der Blink und der Optimierung des smarten Algorithmus, der Nutzern zum Lesegeschmack passende Titel empfiehlt.

Wer Blinkist ausprobieren möchte, kann sich die App kostenlos im App Store oder Google Play Store herunterladen.

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