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Wie Blinkist gerade zu einer weltweit bekannten Marke wird

Erfolgreiche deutsche Start Ups gibt es mittlerweile viele, doch die wenigsten schaffen es, auch internationale Märkte zu erschließen. Blinkist ist eine der großen Ausnahmen: Die Berliner Wissens-App eroberte den US-amerikanischen Markt, noch bevor sie in Deutschland bekannt wurde.
von Christina Schusser | 15.01.2020

Die USA mit ihrer Zukunftsschmiede Silicon Valley gelten als das Maß der Dinge für Start Ups weltweit. Wenn ein Unternehmen hier den Durchbruch schafft, ist der Erfolg in anderen Ländern fast schon vorprogrammiert. Blinkist ist genau das gelungen, wovon die meisten deutschen Start Ups träumen: Es wurde mit seinem innovativen Geschäftsmodell zur Trend-App in den USA und hat dann auch den deutschen Markt erobert. Mittlerweile ist die Wissens-App, die die wichtigsten Kernaussagen von Sachbüchern in leicht konsumierbare Text- und Audio-Häppchen verwandelt, in zahlreichen Ländern verfügbar und hat sogar einen weltberühmten Fan aus dem Silicon Valley.

„Mit Blinkist erweitern Sie Ihr Allgemein- und Fachwissen in kürzester Zeit.“
– COMPUTERBILD

Die Gründer des Berliner Startups Blinkist: Niklas Jansen, Tobi Balling und Holger Seim (v. l.), nicht im Bild: Sebastian Klein

3000 Sachbücher aus 27 Kategorien – und die Auswahl wächst weiter

Auf dem Weg zur Arbeit, gemütlich auf dem Sofa oder unterwegs im Auto – Blinkist macht es möglich, die Kernaussagen verschiedenster Sachbücher flexibel und individuell innerhalb von etwa 15 Minuten zu verinnerlichen. Die App bereitet die Kerninhalte von über 3000 Sachbuch-Titeln als Text- und Audio-Versionen auf. Jeden Monat fügt das hauseigene Redaktionsteam circa 40 neue Titel hinzu, die nach neurowissenschaftlichen Erkenntnissen so gekürzt werden, dass sie besonders gut im Gedächtnis bleiben. 27 Kategorien wie Beruf & Karriere, persönliche Entwicklung oder Psychologie stehen zur Auswahl und sorgen für die unterschiedlichsten Aha-Momente. Ein Konzept, das gut ankommt – das Wirtschaftsmagazin „Brand Eins“ bescheinigte Blinkist „einen Nerv getroffen” zu haben, die „Rheinische Post“ konstatierte anerkennend: „Über Blinkist reden gerade besonders viele Menschen.”

Die Insolvenz schien sicher – doch dann kam die überraschende Wende

Vor einigen Jahren sah das noch ganz anders aus. Etwa 1,5 Jahre nach dem Start im Jahr 2012 war das finanzielle Polster der Blinkist-Gründer aufgebraucht, ihr kleines Team musste zwei Monate ohne Gehalt auskommen – trotzdem blieben fast alle an Bord. Die Insolvenz schien unausweichlich, doch die Gründer glaubten fest an das Konzept und schafften es in letzter Sekunde, zwei deutsche Investoren von ihrem Produkt zu überzeugen. Gründer Holger Seim erinnert sich an diese emotionale Zeit: „Wir hatten riesige Angst, dass alles vorbei sein würde, noch bevor es richtig angefangen hatte. Unsere Vision, unsere Ziele, das Team, das wir gerade erst aufgebaut hatten – wir wollten das einfach nicht aufgeben. Als wir weitermachen konnten, war die Euphorie riesig.” Mit frischem Kapital im Rücken gelang es dem Vorzeige-Start-Up aus Berlin, im US-amerikanischen Markt Fuß zu fassen und dort sogar einen kulturellen Mega-Trend mitzuprägen.

Diesen Mega-Trend prägte Blinkist in den USA

Beim Microlearning wird neues Wissen in Mini-Portionen über den gesamten Tag und zu allen möglichen Gelegenheiten erworben. Dieses Prinzip passt zum schnelllebigen Rhythmus unserer Zeit und ins wissbegierige Silicon Valley, das sich längst als Katalysator für weltweite Trends etabliert hat. So war es auch bei Blinkist: Nachdem die App so erfolgreich wurde, dass sogar die „New York Times“ über sie schrieb, schwappte der Hype um Blinkist auch nach Deutschland. Mittlerweile ist die Nutzerzahl der App auf 12 Millionen weltweit angewachsen, darunter laut Blinkist 80% Akademiker. Vor allem CEOs, Gründer und Selbstständige schätzen es, sich mit der App in jeder freien Minute weiterbilden zu können.

Sogar die Vereinten Nationen lieben diese App

Dass das Prinzip „Blinkist“ auch abseits von Trends Substanz hat, beweisen die zahlreichen Auszeichnungen, die die App bereits für sich verbuchen konnte. Schon 2016 verliehen die Vereinten Nationen dem Start Up den United World Summit Award in der Kategorie Lernen & Bildung, 2017 folgte der Material Design Award von Google. Auch als Arbeitgeber kann das Unternehmen regelmäßig punkten: Linkedin zählt es bereits seit Jahren zu den Top-Arbeitgebern Deutschlands, das Bewertungsportal kununu kürte die Berliner kürzlich sogar zum „glücklichsten Start Up Deutschlands“. 2019 folgte eine erneute Finanzspritze in Millionenhöhe – der Beweis, dass Investoren weiterhin an das Zukunftspotential der App glauben.

Dieser weltberühmte CEO besuchte Blinkist in Berlin

Ebenso überzeugt von Blinkist ist Apple-CEO Tim Cook: Ende 2019 besuchte er das Team in Berlin und machte sich persönlich ein Bild von der App, die bereits 2017 zu Apples „Best Apps” gehörte und weiterhin zu den beliebtesten Apps im App Store zählt. Damit hat Blinkist als eines der wenigen deutschen Start Ups endgültig den Sprung in die weltweite Start-Up-Elite geschafft.

Wer Blinkist ausprobieren möchte, kann sich die App kostenlos im App Store oder Google Play Store herunterladen und jeden Tag einen frei zugänglichen Titel anhören.

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