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Zweite Abhandlung über die Regierung

Zündstoff für die Revolution aus dem Jahr 1690

By John Locke
15-minute read
Zweite Abhandlung über die Regierung by John Locke

Der Gelehrte John Locke schrieb die Zwei Abhandlungen über die Regierung etwa im Jahr 1690. Damals waren große Veränderungen im Gange: Das Volk begann die absolute Macht der Herrscher in Frage zu stellen. Locke lieferte den Revolutionären mit diesem Werk den Zündstoff, den sie brauchten: Er argumentiert, dass weltliche Macht immer begrenzt ist und legt damit den Grundstein für Demokratie und Liberalismus.

  • Jeder, der sich für die Ursprünge unseres politischen Systems interessiert
  • Jeder, der wissen möchte, wie die Ideen von Demokratie und Liberalismus entstanden sind
  • Jeder, der mehr über einen der größten Denker der Aufklärung herausfinden will

John Locke (1632–1704) ist einer der wichtigsten und einflussreichsten Philosophen aller Zeiten und gilt als Universalgelehrter. Er war nicht nur ein Vordenker der politischen Theorie und der Aufklärung, sondern hat sich auch eingehend mit Erkenntnistheorie und Empirismus auseinandergesetzt.

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Zweite Abhandlung über die Regierung

By John Locke
  • Read in 15 minutes
  • Contains 9 key ideas
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Zweite Abhandlung über die Regierung by John Locke
Synopsis

Der Gelehrte John Locke schrieb die Zwei Abhandlungen über die Regierung etwa im Jahr 1690. Damals waren große Veränderungen im Gange: Das Volk begann die absolute Macht der Herrscher in Frage zu stellen. Locke lieferte den Revolutionären mit diesem Werk den Zündstoff, den sie brauchten: Er argumentiert, dass weltliche Macht immer begrenzt ist und legt damit den Grundstein für Demokratie und Liberalismus.

Key idea 1 of 9

Paradiesische Verhältnisse: Im Naturzustand sind die Menschen frei und gleich.

Wenn wir uns Gedanken darüber machen wollen, was die Aufgaben einer Regierung sind, sollten wir uns zuerst die Zeit ansehen, in der es noch keine Regierungen gab. Damals lebten die Menschen in einem gottgegebenen und harmonischen Naturzustand. Grenzen in Form von Staaten oder Völkern existierten nicht und alle Menschen waren frei und gleich.

Es gab zudem kein niedergeschriebenes Gesetz, sondern die Menschen lebten nach dem Naturgesetz, das von Gott erschaffen worden war. Dieses Naturgesetz ist in der Form des Verstandes in jedem Menschen verankert. Dementsprechend ist jeder selbst dazu in der Lage, durch etwas Nachdenken herauszufinden, was richtig und was falsch ist.

Die wichtigste Grundlage des Naturgesetzes ist das Recht auf Leben. Das Leben wurde uns von Gott gegeben und es ist heilig – wir haben die Pflicht, es zu schützen. Da jeder das Recht auf Leben hat, dürfen wir natürlich auch niemand anderem das Leben nehmen oder ihn ernsthaft gefährden.

Außerdem haben wir alle das Recht, unser Leben zu verteidigen. Da es im Naturzustand keine Polizei und keinen Staat gab, die diese Rechte durchsetzen und diejenigen bestrafen, die dagegen verstoßen, darf jeder Mensch zwecks seines Verstandes selbst urteilen.

Allerdings muss dabei die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden, und niemand darf sich von persönlichen Gefühlen dazu hinreißen lassen, grausam zu sein. Wenn wir z.B. im Naturzustand leben würden und jemand würde unser Mittagessen stehlen, dann dürften wir es ihm wieder wegnehmen und ihm zusätzlich sein Getränk und vielleicht auch ein paar Kekse abnehmen – als Lehre dafür, dass er einen Fehler begangen hat. Wir dürften ihn jedoch nicht schlagen oder sogar umbringen, denn das wäre grausam und würde wiederum sein Recht auf Leben verletzen.

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