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Weltmedizin

Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Heilkunst

By Dietrich Grönemeyer
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Weltmedizin by Dietrich Grönemeyer
Synopsis

Weltmedizin (2018) gibt einen umfassenden Überblick über die Medizin aus sämtlichen Ecken des Globus. Die Blinks plädieren für eine ganzheitliche Medizin, die Schul- und Alternativmedizin vereint.

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Die traditionelle chinesische Heilkunst betrachtet den Menschen immer als Ganzes.

Dir wird sicher aufgefallen sein, dass alternative Heilmethoden aktuell Hochkonjunktur haben. Auch die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM, genießt seit einigen Jahren in der westlichen Welt immer größere Anerkennung. Das lässt sich allein schon daran ausmachen, dass Krankenkassen mittlerweile teilweise deren Leistungen, z.B. Akupunktur, übernehmen. Doch was macht die fernöstliche Heilslehre eigentlich aus?

Für die chinesische Medizin bildet der Mensch eine Einheit aus Körper und Geist. Während die westliche Medizin noch der kartesianischen Vorstellung von einer Trennung zwischen Körper und Geist nachhing, hatte die TCM schon lange erkannt, dass sich Körper und Psyche gegenseitig beeinflussen. Therapietechniken wie Tai-Chi, Qigong oder Meditation sind daher auf beide Seiten gleichermaßen ausgerichtet. Selbst Kampfsportarten wie Kung-Fu, Karate oder Aikido dienen ursprünglich weniger dem sportlichen Wettbewerb als einer insgesamt bewussten und gesunden Lebensführung. Sie sind gewissermaßen Präventionsmaßnahmen.

Sowieso ist Prävention ein zentraler Bestandteil der TCM. Chinesische Ärzte wurden traditionell nämlich vielmehr dafür honoriert, dass ihre Patienten durch Vorsorge gesund blieben – und eben nicht dafür, dass sie Krankheiten behandeln konnten.

Die Ganzheitlichkeit der TCM bedeutet dabei auch, dass die chinesische Medizin niemals nur ein einzelnes Körperteil behandelt. Wenn ein Patient bspw. Atembeschwerden hat, wird in der TCM nicht das einzelne Organ – also in diesem Fall die Lunge – behandelt, sondern nach einer ganzheitlichen Lösung gesucht. Ganz anders in der westlichen Medizin: Mit ihrer fachärztlichen Spezialisierung konzentriert sich diese nämlich eher darauf, einzelne körperliche Symptome und Dysfunktionen zu behandeln.

Ein wichtiges Stichwort ist in diesem Zusammenhang das Gleichgewicht. Die TCM fußt auf dem Gleichgewicht von Yin und Yang – schwarz und weiß, Gut und Böse. Dieses System der Gegensätze durchzieht die gesamte chinesische Kultur. Yang steht für helle, harte, heiße, männliche und aktive Energie, Yin für dunkle, weiche, kalte, weibliche und ruhige Energie.

Wenn die Energien von Yin und Yang im Gleichgewicht sind, ist der Mensch gesund. Kommt es zum Ungleichgewicht, verliert der Mensch an Lebensenergie. Diese Lebensenergie, oder auch Qi, ist jedoch bei jedem Menschen begrenzt. Daraus erklären sich dann auch Krankheiten. Verlieren wir nämlich an Qi, ist unsere Abwehr geschwächt und wir sind somit anfälliger für fremde Erreger.

Die Akupunktur versucht durch gezieltes Setzen von Nadeln diese Lebensenergie anzuregen und bildlich gesprochen wieder zum Fließen zu bekommen: um somit den Krankheiten ein Ende zu bereiten.

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