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Warum Nationen scheitern

Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut

By Daron Acemoglu & James Robinson
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Warum Nationen scheitern: Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut by Daron Acemoglu & James Robinson

Warum Nationen scheitern (2013) beschäftigt sich mit der Frage, wieso es bis heute Nationen gibt, die in ihrer Armut gefangen sind, während andere Länder in Wohlstand leben oder wenigstens auf dem Weg dorthin zu sein scheinen. Das Buch beleuchtet dabei vor allem politische und wirtschaftliche Institutionen, die die Autoren als Schlüssel zu dauerhaftem Wohlstand sehen.

  • Alle, die sich für Weltpolitik und Entwicklungshilfe interessierten
  • Alle, die herausfinden möchten, weshalb manche Länder arm sind, während andere zu Wohlstand kommen
  • Menschen, die sich fragen, wie der Ungleichheit in der Welt begegnet werden kann

Daron Acemoglu ist Professor für Wirtschaftswissenschaften am MIT und gehört zu den angesehensten Wirtschaftswissenschaftlern der Welt. Er ist Träger der Bates-Medaille, die als Vorstufe zum Nobelpreis gilt.

James A. Robinson ist Politik- und Wirtschaftswissenschaftler und Professor in Harvard. Er hat in Lateinamerika und Afrika geforscht und gilt als Experte für Entwicklungshilfe.

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Warum Nationen scheitern

Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut

By Daron Acemoglu & James Robinson
  • Read in 15 minutes
  • Audio & text available
  • Contains 9 key ideas
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Warum Nationen scheitern: Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut by Daron Acemoglu & James Robinson
Synopsis

Warum Nationen scheitern (2013) beschäftigt sich mit der Frage, wieso es bis heute Nationen gibt, die in ihrer Armut gefangen sind, während andere Länder in Wohlstand leben oder wenigstens auf dem Weg dorthin zu sein scheinen. Das Buch beleuchtet dabei vor allem politische und wirtschaftliche Institutionen, die die Autoren als Schlüssel zu dauerhaftem Wohlstand sehen.

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Die meisten Theorien zur Erklärung, warum Nationen scheitern, stoßen an ihre Grenzen.

Genau an der Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten liegt das Städtchen Nogales, das durch die Staatsgrenze in der Mitte geteilt ist. Die Bürger im Norden von Nogales, das zu Arizona gehört, haben wesentlich bessere Lebensbedingungen als die Einwohner des mexikanischen Teils der Stadt – eine bessere Gesundheitsversorgung und Bildungsmöglichkeiten, eine niedrigere Kriminalitätsrate sowie ein dreimal so großes Einkommen. Viele Theorien versuchen zu erklären, wie solche Unterschiede zustandekommen, doch sie alle können nur Aspekte dieses Phänomens erklären.

Nehmen wir etwa die Geographie-Hypothese: Sie besagt, die Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern seien auf geographische Verhältnisse zurückzuführen und wurde v.a. durch den französischen Philosophen Montesquieu verbreitet. Er verfocht die These, dass die Bewohner wärmerer tropischer Regionen fauler seien als die arbeitsameren Menschen in kälteren Klimazonen und sich dadurch der Wohlstand in letzteren erklären ließe. Die moderne Version der Theorie betont, dass es mehr Krankheiten und schlechteren Boden in heißeren Regionen wie Afrika, Südasien und Mittelamerika gibt, was wirtschaftlichem Aufstieg im Weg steht.

Obwohl gemäßigte Klimaverhältnisse sicher Vorteile haben, spricht nicht nur das obige Beispiel von Nogales gegen die Hypothese. Auch Singapur liegt z.B. in einer tropischen Region, ist aber wohlhabend. Ebenso sind die frappierenden Unterschiede zwischen den Nachbarländern Nord- und Südkorea oder den ehemaligen beiden deutschen Staaten sowie der geschichtlich belegte Auf- und Abstieg bestimmter Gebiete mit der Geographie-Hypothese nicht erklärbar.

Dann gibt es noch die Kultur-Hypothese, die Religion, Werte und kollektive Gewohnheiten als entscheidenden Faktor für wirtschaftlichen Erfolg betrachtet. Der Soziologe Max Weber etwa hielt die „protestantische Arbeitsethik“, die durch die Vorstellung von Arbeit als Pflicht geprägt ist, für den Schlüssel zu wirtschaftlicher Stärke. Dagegen wurden z.B. konfuzianische Werte wie Menschlichkeit, Treue und Aufrichtigkeit lange als erfolgshemmend angesehen. Doch auch diese Theorie stößt an ihre Grenzen und kann z.B. nicht den Unterschied zwischen Nord- und Südkorea erklären, die sich trotz kultureller Ähnlichkeit völlig unterschiedlich entwickelten.

Die Ignoranz-Hypothese wiederum nimmt an, dass wirtschaftliches Scheitern in der Inkompetenz der herrschenden Schicht begründet liegt. Diese sei schuld am Versagen der Märkte und stürze ihre Länder in die Armut. Es stimmt zwar, dass der wirtschaftliche Niedergang Ghanas etwa auf eine katastrophale Wirtschaftspolitik zurückführen ist. Es zeigt sich jedoch, dass Politiker sich der Probleme ihrer Politik oft bewusst sind. Nicht ihre Inkompetenz lässt sie falsch handeln – vielmehr sind es oft äußere Anreize und Hindernisse, z.B. der Wunsch bestimmte Interessengruppen zufriedenzustellen, die wichtiger für sie sind.

Wir sehen: Die genannten Hypothesen beleuchten nur Teile des Problems und sind nur bis zu einem gewissen Punkt gültig. Schauen wir uns also einen überzeugenderen Erklärungsansatz an.

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