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Wie Sie mit Storytelling überzeugen

By Thomas Pyczak
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Tell me!: Wie Sie mit Storytelling überzeugen by Thomas Pyczak

Die Blinks zu Tell me! (2017) entführen dich in die fantastische Welt des Geschichtenerzählens. Von den ersten Erzählungen am Lagerfeuer bis hin zu den Spiegelneuronen, die unser Gehirn in ein Trainingslager der Empathie verwandeln: Diese Blinks erklären dir, was mit uns passiert, wenn wir eine gute Geschichte hören. Außerdem zeigen sie dir, wieso das Storytelling gerade aus unserer digitalisierten Werbewelt nicht wegzudenken ist.

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Thomas Pyczak hat als Journalist bereits beim Axel Springer Verlag und bei Hubert Burda Media umfassende Erfahrungen im Bereich Storytelling gesammelt. Dort war er u.a. Verlagsmanager und Chefredakteur. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Romane Starnberg. Marrakesch. Starnberg (2016) und Ende der Welt (2016).

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Wie Sie mit Storytelling überzeugen

By Thomas Pyczak
  • Read in 15 minutes
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  • Contains 9 key ideas
Tell me!: Wie Sie mit Storytelling überzeugen by Thomas Pyczak
Synopsis

Die Blinks zu Tell me! (2017) entführen dich in die fantastische Welt des Geschichtenerzählens. Von den ersten Erzählungen am Lagerfeuer bis hin zu den Spiegelneuronen, die unser Gehirn in ein Trainingslager der Empathie verwandeln: Diese Blinks erklären dir, was mit uns passiert, wenn wir eine gute Geschichte hören. Außerdem zeigen sie dir, wieso das Storytelling gerade aus unserer digitalisierten Werbewelt nicht wegzudenken ist.

Key idea 1 of 9

Durch das Geschichtenerzählen probieren wir uns aus und sammeln neue Erfahrungen.

Folgendes Szenario: Du sitzt gemeinsam mit ein paar Freundinnen am Lagerfeuer und lauschst gebannt einer Horrorgeschichte. Ohne es zu merken, bist du bald mittendrin in der Gruselwelt – da knackt plötzlich ein Ast im naheliegenden Wald. Du zuckst zusammen und dabei stellst du fest, dass deine Sinne geschärft sind wie sonst nie.

Genau in diesen Momenten, in denen du intensiv zuhörst, lernt dein Gehirn, sich auf neue Situationen einzustellen. Dass das Geschichtenerzählen seit Jahrtausenden betrieben wird, hat nämlich auch damit zu tun, dass beim Zuhören im Gehirn neue neuronale Verbindungen entstehen.

Das Geschichtenerzählen ist so alt wie die Menschheit selbst. Erzählungen sind sozusagen einer der ältesten Zeitvertreibe unserer Spezies. Manche dieser Geschichten, wie z.B. Homers Odyssee oder die Erzählungen der Bibel, überdauern sogar mehrere Jahrtausende. Durch Storytelling haben wir nämlich die Möglichkeit, Wissen über Generationen hinweg weiterzugeben – und zwar spielend leicht und oft, ohne dass wir den Lerneffekt überhaupt bemerken.

Inzwischen haben Neurowissenschaftler auch herausgefunden, warum das so ist. Wir lernen, da unser Gehirn in der Lage ist, uns mitten in eine Geschichte hinein zu katapultieren. Wir können eine gute Story förmlich riechen und schmecken. In besonders spannenden Momenten steigt unser Puls. Und wenn am Ende einer langen Erzählung die Großmutter des Protagonisten stirbt, dann leiden wir fast so, als sei sie unsere eigene gewesen.

Dass wir so reagieren, liegt an den Spiegelneuronen in unserem Gehirn. Sie sorgen dafür, dass wir die Emotionen anderer Menschen nicht nur abstrakt verstehen, sondern sie in uns widerspiegeln. So freuen wir uns mit, wenn sich unser Gegenüber freut, aber wir erleben auch Leid, wenn ein anderer in unserer Umgebung leidet. Dieser Effekt greift aber nicht nur, wenn das Gegenüber ein Menschen aus Fleisch und Blut ist, sondern auch bei fiktiven Charakteren, denn unser Gehirn unterscheidet beim Zuhören nicht zwischen Realität und Fiktion.

Spiegelneuronen helfen uns auch dabei, uns auf unbekannte Situationen einzustellen und Gefahren zu meistern, ohne selbst tatsächlich bedroht zu sein. Geschichten funktionieren wie eine Art Flugsimulator: Durch sie lernen wir spielerisch, ohne realen Konsequenzen ausgesetzt zu sein.

Lesen wir bspw. vom Kampf gegen einen Drachen, bereiten wir uns innerlich auf einen harten Kampf mit einem übermächtigen Gegner vor. Auf diese Weise werden gerade die frühen Lagerfeuergeschichten dafür gesorgt haben, dass jüngere von erfahrenen Jägern lernten. Indem man ihnen genau schilderte, welche Gefahren in der Wildnis auf sie warteten, lernten sie schon im Vorfeld, mit brenzligen Situationen umzugehen.

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