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Souverän Vermögen schützen

Wie sich Vermögende gegen Risiken absichern

By Olaf Gierhake & Gerd Kommer
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Souverän Vermögen schützen by Olaf Gierhake & Gerd Kommer
Synopsis

Ratgeber zum Vermögensaufbau gibt es unzählige. Ratgeber zum Vermögenserhalt hingegen kaum. In Souverän Vermögen schützen (2021) geht es darum, wie wohlhabende Privatpersonen ihr Vermögen absichern können gegen verschiedenste Risiken: steuerliche, politische, volkswirtschaftliche, rechtliche oder marktbedingte. Von der simplen Kostenreduktion der Vermögensverwaltung bis zur Familienstiftung für kommende Generationen bieten diese Blinks einen umfassenden Überblick über Möglichkeiten der Asset Protection.

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Vermögensaufbau versus Vermögensschutz

Die meisten Vermögenden haben jahrzehntelang hart für ihr Geld gearbeitet. Irgendwann aber sind fast alle mit derselben Frage konfrontiert: Was mache ich, um mein Geld zu schützen und trotzdem ein gutes Leben führen zu können?

In der Phase des Vermögensschutzes rücken andere Prioritäten, Maßnahmen und Ziele in den Fokus. Es geht vor allem um Risikobegrenzung. Klumpenrisiken und Schulden sollten systematisch abgebaut werden und Vermögen aus dem unternehmerischen in den privaten Bereich transferiert werden.

Vermögensschutz, so wie Gierhake und Kommer ihn verstehen, gliedert sich in drei Bereiche: die Vermögensbewahrung, die Asset Protection und das Finanzrisikomanagement. Für das bestmögliche Schutzlevel sollte man auf allen drei Ebenen tätig werden.

  • Bei der Vermögensbewahrung steht die Reduzierung von Kosten und Steuern bei der Vermögensverwaltung im Fokus. Auf beides kannst du unmittelbar Einfluss nehmen, beispielsweise durch die Wahl der Finanzprodukte respektive der Vermögensverwalter oder durch eine Steuerberatung hinsichtlich einer Schenkung.
  • Unter Asset Protection verstehen die Autoren die strategische Abschirmung vor Risiken, die sich außerhalb des Marktgeschehens entwickeln. Konkret geht es um Maßnahmen zum Schutz vor politischen Risiken, zivilrechtlichen Risiken und steuerlichen Änderungen. Hierunter fallen beispielsweise Währungsrisiken, staatliche Eingriffe wie die Mietpreisbremse, mögliche Erbschaftssteuererhöhungen oder Unterhaltsansprüche infolge einer Scheidung.
  • Beim Finanzrisikomanagement liegt der Schwerpunkt auf Maßnahmen zum Schutz vor Markt- und Finanzproduktrisiken. Bei diesem Thema ergeben sich die größten Überschneidungen zum Vermögensaufbau, beispielsweise bezüglich der Diversifikation des vorhandenen Vermögens. Ziel ist eine optimale Rendite-Risiko-Allokation aller Vermögensanlagen.

Grundsätzlich quantifizieren Gierhake und Kommer Risiken folgendermaßen: 

Auswirkung im Falle des Eintritts mal Wahrscheinlichkeit des Eintritts gleich erwarteter Verlust. 

Diesen Verlust gilt es zu minimieren. Der Preis des niedrigeren Risikos: In der Vermögensschutzphase wird die Rendite nach Kosten, Inflation und Steuern nahe null liegen. Hier liegt der größte Unterschied zur Vermögensaufbauphase, in der die Rendite im Vordergrund steht.

Wir können also festhalten: In der Vermögensschutzphase geht es nicht mehr um Renditemaximierung, sondern um Risikominimierung.

Vermögensschutz hat strategische und pragmatische Handlungskonsequenzen. Es lohnt sich, sich frühzeitig mit seinen Zielen auseinanderzusetzen und rechtzeitig die Weichen zu stellen. 

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