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Simone de Beauvoir

Ein modernes Leben

By Kate Kirkpatrick
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Simone de Beauvoir by Kate Kirkpatrick

Simone de Beauvoir zählte zu den einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und begründete den modernen Feminismus. Dennoch wurde sie in der Öffentlichkeit immer wieder auf ihre Beziehung zu Jean-Paul Sartre reduziert. Diese Blinks zu Kate Kirkpatricks Simone de Beauvoir (2019) belegen anhand zuvor unveröffentlichter Briefe und Tagebücher, dass Beauvoir tatsächlich in jeder Hinsicht eine freie und selbstständige Frau war.

  • Alle, die sich für die Anfänge des Feminismus und der Gender Studies interessieren
  • Angehende Philosophinnen und Existenzialisten
  • Fans von klugen, komplexen und unvoreingenommenen Biografien

Kate Kirkpatrick lehrt Theologie, Philosophie und Kulturwissenschaften am King’s College in London. Vor Simone de Beauvoir veröffentlichte sie die Bücher Sartre and Theology und Sartre on Sin.

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Simone de Beauvoir

Ein modernes Leben

By Kate Kirkpatrick
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Simone de Beauvoir by Kate Kirkpatrick
Synopsis

Simone de Beauvoir zählte zu den einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und begründete den modernen Feminismus. Dennoch wurde sie in der Öffentlichkeit immer wieder auf ihre Beziehung zu Jean-Paul Sartre reduziert. Diese Blinks zu Kate Kirkpatricks Simone de Beauvoir (2019) belegen anhand zuvor unveröffentlichter Briefe und Tagebücher, dass Beauvoir tatsächlich in jeder Hinsicht eine freie und selbstständige Frau war.

Key idea 1 of 9

Simone de Beauvoir und ihrem Werk wurde Unrecht getan.

Seit ihrem Durchbruch als Philosophin wurden das Leben und die Leistungen von Simone de Beauvoir in der Öffentlichkeit immer wieder falsch dargestellt. Schuld daran war vor allem die Zeit, in der sie lebte: Das Bild einer freigeistigen und selbstbestimmten Frau passte nämlich nicht zu den Konventionen des frühen 20. Jahrhunderts. Daher neigten die Biografen und Buchkritiker dazu, wichtige Fakten zu ihrem Leben zu verdrehen und ihre intellektuellen Leistungen zu verkennen.

Doch in der jüngeren Vergangenheit kamen Dokumente ans Licht, die diese Zerrbilder zurechtrücken. Ihre zuvor unveröffentlichten Arbeitsnotizen, Tagebücher und Liebesbriefe zeigen, dass Beauvoir weder in der Arbeit noch der Liebe hinter den Männern zurückstand.

Zwar hatte Jean-Paul Sartre großen Einfluss auf ihre intellektuelle Arbeit. Doch viele der Ideen, die man ihm später zugeschrieben hatte, fanden sich zuvor bereits in Beauvoirs Notizen. Selbst viele der Gedanken aus Sartres 1943 veröffentlichtem Hauptwerk Das Sein und das Nichts waren zuerst von Beauvoir untersucht worden. 

Ein Beispiel war Sartres wichtige philosophische Trennung zwischen dem „für sich selbst sein“ und dem „für andere sein“. Beauvoir hatte in ihren Tagebüchern aber schon 1927 zwischen einer Innen- und Außensicht – zwischen einem „für mich selbst“ und einem „für andere“ – unterschieden.

Ihre Liebesbriefe an andere Männer zeigen außerdem, dass sie sich ihrem berühmten Partner keineswegs restlos verschrieben hatte. So war Sartre ihr wichtigster intellektueller Sparringspartner, aber nicht die Liebe ihres Lebens. Tatsächlich adressierte sie zeitlebens nur einen einzigen Mann mit dem liebevollen Du: den französischen Filmemacher Claude Lanzmann, mit dem sie von 1952 bis 1959 zusammenlebte.

Aber trotz alledem wurde sie von der Gesellschaft verkannt, belächelt und herabgewürdigt. In Frankreich gab man ihr den zynischen Spitznamen „Notre Dame de Sartre“, und der New Yorker schmälerte ihre Leistungen mit der machistischen Kür zur „schönsten Existenzialistin aller Zeiten“.

Doch warum wurde Beauvoir so behandelt? Weil sie mit einem messerscharfen Intellekt und einem unbändigen Drang nach Unabhängigkeit gesegnet war. Und das war damals schlichtweg inakzeptabel.

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