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Sie hat Bock

Ein feministisches Plädoyer für die Befreiung der weiblichen Lust

By Katja Lewina
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Sie hat Bock by Katja Lewina

Mit Sie hat Bock (2020) hat Katja Lewina ein flammendes feministisches Plädoyer für die Befreiung der weiblichen Lust geschrieben. In diesen Blinks erfährst du, warum es selbst in Zeiten der Gleichberechtigung für Frauen noch immer schwer ist, ihre erotischen Bedürfnisse offen auszuleben, und wie das Ideal selbstbestimmter Sexualität im Alltag konkret aussehen könnte.

  • Veteranen der Frauenbewegung und Feminismus-Neulinge
  • Menschen, die die weibliche Sexualität von gesellschaftlichen Zwängen befreien wollen
  • Alle, die Sex nicht nur gern erleben, sondern auch gern darüber nachdenken

Die Wahl-Berlinerin Katja Lewina arbeitet als freie Autorin unter anderem für Die Zeit, den Playboy und das Jetzt-Magazin. Ihre Beiträge behandeln den feministischen Standpunkt zu Themen wie Liebe, Sex und Beziehungen.

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Sie hat Bock

Ein feministisches Plädoyer für die Befreiung der weiblichen Lust

By Katja Lewina
  • Read in 13 minutes
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Sie hat Bock by Katja Lewina
Synopsis

Mit Sie hat Bock (2020) hat Katja Lewina ein flammendes feministisches Plädoyer für die Befreiung der weiblichen Lust geschrieben. In diesen Blinks erfährst du, warum es selbst in Zeiten der Gleichberechtigung für Frauen noch immer schwer ist, ihre erotischen Bedürfnisse offen auszuleben, und wie das Ideal selbstbestimmter Sexualität im Alltag konkret aussehen könnte.

Key idea 1 of 8

Die Macht des Patriarchats reicht bis in unsere Schlafzimmer.

In Deutschland sind Frauen und Männer zumindest auf dem Papier gleichberechtigt. Niemand käme heute noch auf die Idee, einer Frau das eigene Konto zu verbieten oder sie davon abzuhalten, einen Beruf zu ergreifen. Doch wenn es um die weibliche Sexualität geht, herrscht in vielen Köpfen noch finsteres Mittelalter.

Jahrtausendelang existierte weibliche Lust nur, um der männlichen zu dienen. Noch im 20. Jahrhundert sprach der französische Philosoph Jean-Paul Sartre vom weiblichen Sexualorgan als einem Loch, das danach rufe vom Glied des Mannes ausgefüllt zu werden.

Auch im deutschen Sprachraum stilisiert das Wort „Scheide“ das Genital der Frau zu einem passiven Platzhalter für das Schwert eines furchtlosen Ritters. Fast noch seltsamer klingt in den Ohren der modernen Frau die Bezeichnung „Schamlippen“. Schließlich sollte sich niemand für seinen Körper schämen müssen, oder?

Doch Körper und Sexualverhalten einer Frau sind bis heute gesellschaftlichen Zwängen unterworfen. Obwohl sie ständig sexuell verfügbar erscheinen und deshalb allzeit geschminkt, rasiert und frisiert sein soll, darf sie es bloß nicht mit zu vielen treiben, wenn sie nicht als „Schlampe“ oder „Hure“ diffamiert werden will.

Warum haben wir so ein Problem mit unverhohlener weiblicher Lust?

„Alles im Leben dreht sich um Sex. Nur beim Sex, da geht es um Macht“, sinnierte einst der Schriftsteller Oscar Wilde und brachte damit auf den Punkt, warum eine frauenfeindliche Sexualmoral so viele fest im Griff hat. Denn die Unterdrückung der Frau ist tief in uns verankert. Immerhin gibt es das Frauenwahlrecht erst seit etwa 100 Jahren und noch bis 1977 durften Frauen in Deutschland nur mit der Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten. Historisch gesehen ist das nicht mehr als ein Wimpernschlag.

Kein Wunder also, dass das Patriarchat auch im Schlafzimmer seine Spuren hinterlässt. Wer das nicht glaubt, muss nur einmal einen durchschnittlichen Porno angucken. Der Mann dominiert klar das Geschehen: Nachdem sie ihm stundenlang auf beiden Knien einen geblasen hat, ejakuliert er in ihr Gesicht. Zärtlichkeit? Fehlanzeige. Wer bei Pornos auf ausgiebiges Knutschen, erotisches Vorspiel oder hingebungsvoll leckende Männerzungen hofft, muss lange suchen.

Dabei haben Frauen großen erotischen Appetit. Neuere Forschungen haben ergeben, dass Frauen beim Konsum von sexuellen Inhalten sogar leichter erregbar sind als Männer. Nur würden die meisten sich niemals trauen, das zuzugeben.

Wer weiß, ob nicht für uns alle ein friedlicheres Miteinander drin wäre, wenn wir die Hierarchien ein für alle Mal aus unseren Betten verbannen und Frauen als sexuell eigenständige Wesen anerkennen könnten.

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