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Sexuell verfügbar

Geschlechterverhältnisse infrage stellen und neu denken

By Caroline Rosales
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Sexuell verfügbar by Caroline Rosales

Von Kindheit an werden Frauen dazu erzogen, den Erwartungen und Idealvorstellungen ihrer Umwelt zu entsprechen. Sie sollen die perfekten Mütter sein, sie sollen zurückhaltend, freundlich und sexuell verfügbar sein und am besten nebenher auch noch Karriere machen. Dass das alles irgendwie nicht zusammengeht, liegt auf der Hand. Die Blinks zu Sexuell verfügbar (2019) zeigen, wie bereits in der Kindererziehung der Grundstein für eine patriarchale und sexistische Gesellschaft gelegt wird und was jede einzelne Person dagegen tun kann. Die Blinks regen dazu an, das toxische Verhältnis zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit zu hinterfragen. 

  • Verunsicherte Frauen, frustrierte Mütter und überzeugte Feministinnen
  • Männer, die ihr Geschlechterbild infrage stellen wollen
  • Jungs, Mädchen und alle, die sich nicht labeln lassen wollen

Caroline Rosales ist Journalistin, Autorin und Mutter von zwei Kindern. Ihr erstes Buch Ich glaub, mich tritt ein Kind schrieb sie 2010 gemeinsam mit der Autorin Lisa Harmann. Es folgten weitere Titel zum Thema Mutterschaft und Gesellschaft wie Single Mom und Mama muss die Welt retten. Nebenbei war Rosales als Bloggerin beschäftigt und erreichte durch ihr Engagement im Verbraucherschutz u.a. die Einführung einer süßigkeitenfreien Kasse. Seit 2015 arbeitet sie als Redakteurin bei der Funke Mediengruppe und schreibt außerdem für die Kolumne 10 nach 8

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Sexuell verfügbar

By Caroline Rosales
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Sexuell verfügbar by Caroline Rosales
Synopsis

Von Kindheit an werden Frauen dazu erzogen, den Erwartungen und Idealvorstellungen ihrer Umwelt zu entsprechen. Sie sollen die perfekten Mütter sein, sie sollen zurückhaltend, freundlich und sexuell verfügbar sein und am besten nebenher auch noch Karriere machen. Dass das alles irgendwie nicht zusammengeht, liegt auf der Hand. Die Blinks zu Sexuell verfügbar (2019) zeigen, wie bereits in der Kindererziehung der Grundstein für eine patriarchale und sexistische Gesellschaft gelegt wird und was jede einzelne Person dagegen tun kann. Die Blinks regen dazu an, das toxische Verhältnis zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit zu hinterfragen. 

Key idea 1 of 9

Frauen werden zum Objekt gesellschaftlicher Ideal- und Normvorstellungen gemacht. 

Mädchen träumen vom Märchenprinzen und interessieren sich schon früh für Mode, Schmuck und Schminke. Aber kennst du irgendeinen Jungen, der von seiner Märchenprinzessin schwärmt und sich hübsch macht, um ihr zu gefallen? Wahrscheinlich nicht, denn das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern wird schon in der Kindererziehung deutlich. 

Früher wurden Mädchen dazu erzogen, zurückhaltend und freundlich zu sein. Sie sollten sich bescheiden zeigen und bloß nicht zu fordernd gegenüber Männern auftreten, denn das würde sie zu einer Feministin machen. Und mit Feministinnen wolle niemand Sex haben, hieß es. 

Wollte eine Frau einen Mann an sich binden, musste sie sexuell verfügbar sein und trotzdem anständig bleiben. Das bedeutete auch, nicht über den Tellerrand des traditionellen Rollenbildes von „Küche, Kinder, Kirche“ zu schauen, das CDU-Kanzler Konrad Adenauer in den Anfängen der BRD proklamierte.

So erlebte die Autorin Caroline Rosales bereits auf dem Gymnasium, wie sich ihre Mitschülerinnen ihre Zukunft als perfekte Ehefrau mit dem perfekten Job und den perfekten Kindern ausmalten. Dass man auf dem Weg zu diesem Vorzeige-Leben keine langweilige Streberin sein durfte und Schlabber-T-Shirts in der Schule tabu waren, stand fest. Auch sie selbst gehörte zu diesen Mädchen. 

Viel, glaubt sie, hat sich seitdem nicht geändert. Noch immer wird Frauen suggeriert, sie müssten schön, schlank, aufopfernd und sexy sein, um auf dem Partnermarkt mithalten zu können. Diese Fremdbestimmung führt dazu, dass sich keine Frau so richtig in ihrem Körper wohlfühlt. 

Die meisten Mädchen besitzen heutzutage einen Rasierer, bevor ihnen überhaupt das erste Schamhaar gewachsen ist. So große Angst haben sie davor, den Erwartungen nicht zu entsprechen. Auch die Angst vorm Dickwerden ist unter jungen Frauen sehr weit verbreitet. Kein Wunder, denn bereits im Grundschulalter wird ihnen gesagt, sie sollten sich das zweite Stück Kuchen vielleicht lieber verkneifen.

Solche Sätze machen Mütter und Väter nicht zu Rabeneltern, sondern zu Realisten. Schließlich wissen die meisten, dass es ihre Töchter in einem schlanken Körper später leichter haben werden als mit Bauchansatz und Cellulite.

Also vermitteln sie ihnen die gesellschaftlichen Idealvorstellungen und die lauten: Eine „echte“ Frau muss wohlgeformt sein, sie darf nicht furzen, sie muss sich rasieren und ungewaschene Haare gehen schon mal gar nicht. Was all diese Forderungen mit der weiblichen Psyche anstellen, wird in der traditionell patriarchalen Gesellschaft gerne ignoriert. Immerhin sehen ihre Töchter alle blendend aus. 

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