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Selbstmitgefühl

Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden

By Kristin Neff
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Selbstmitgefühl by Kristin Neff

Viele von uns gehen zu hart mit sich ins Gericht. Die psychologische Forschung zeigt, dass harsche Selbstkritik auf Dauer schwere psychische Schäden verursachen kann. Diese Blinks zu Kristin Neffs Selbstmitgefühl (2011) sind ein Plädoyer für einen gesunden Umgang mit dir selbst. Sie beleuchten, wie Selbstkritik und Minderwertigkeitsgefühle entstehen – und wie du stattdessen achtsam und konstruktiv mit deinen Problemen umgehst.

  • Selbstkritiker, Selbstzweiflerinnen und unermüdliche Selbstverbesserer
  • Menschen, die häufig an ihren eigenen Ansprüchen scheitern
  • Alle, die mit anderen achtsamer umgehen als mit sich selbst

Kristin Neff ist Privatdozentin für Pädagogische Psychologie an der University of Texas in Austin. Sie ist Mitgründerin des gemeinnützigen Center for Mindful Self-Compassion, Mitentwicklerin eines Schulungsprogramms für achtsames Selbstmitgefühl und Co-Autorin des Mindful Self-Compassion Workbook.

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Selbstmitgefühl

Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden

By Kristin Neff
  • Read in 16 minutes
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  • Contains 10 key ideas
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Selbstmitgefühl by Kristin Neff
Synopsis

Viele von uns gehen zu hart mit sich ins Gericht. Die psychologische Forschung zeigt, dass harsche Selbstkritik auf Dauer schwere psychische Schäden verursachen kann. Diese Blinks zu Kristin Neffs Selbstmitgefühl (2011) sind ein Plädoyer für einen gesunden Umgang mit dir selbst. Sie beleuchten, wie Selbstkritik und Minderwertigkeitsgefühle entstehen – und wie du stattdessen achtsam und konstruktiv mit deinen Problemen umgehst.

Key idea 1 of 10

Ein Hang zur strengen Selbstkritik hat seine Wurzeln oft in der Kindheit.

Deine Psyche ist angeknackst? Dann liegt die Wurzel deines Problems in deiner Kindheit, und am Ende sind ohnehin deine Eltern schuld. So oder so ähnlich machen wir uns über die psychologische Vergangenheitsbewältigung lustig. Aber in den Bereichen Selbstkritik und Minderwertigkeitsgefühle hat sie tatsächlich ihre Berechtigung.

Die Forschung zeigt, dass wir im Alter umso stärker zur Selbstkritik neigen, je mehr wir schon als Kinder kritisiert wurden. Das ergibt Sinn: Unsere Eltern sind die Fixsterne unserer Kindheit. Sie weisen uns die ersten Wege durch die Fallstricke des Lebens. Sie erklären uns die Welt und spenden Zuwendung, Trost und Schutz. Darum vertrauen wir von Natur aus auf ihr Urteil. Unser kindlicher Selbstwert wird durch ihre Bestätigung geprägt.

Kein Wunder also, dass kritische Eltern selbstkritische Kinder großziehen. Stell dir vor, du bist noch klein und wirst von deinen Eltern für nahezu jede Handlung gerüffelt – von deinen Tischmanieren bis zur Wahl deiner Garderobe für die Schule. Stell dir vor, sie verknüpfen ihre Rügen mit abfälligen Bemerkungen. Sie nennen dich „dumm“, wenn du an der Straße nicht nach links oder rechts siehst oder andere Fehler begehst.

Mit der Zeit graben sich diese Erfahrungen wie stete Tropfen in den Stein deines jungen Selbstwerts. Die ständige Kritik führt schließlich zu der Überzeugung: „Ich bin nicht in Ordnung. Ich muss besser werden. Erst wenn ich perfekt bin, bin ich die Liebe meines Umfelds wert.“

Du spürst also, wie sehr dir die vernichtenden Urteile deiner Eltern zusetzen. Darum willst du ihnen so oft wie möglich entkommen und entwickelst Schutzmechanismen. Eine Strategie besteht darin, ihre Kritik vorwegzunehmen. Du kritisierst dich selbst, bevor du ihnen dazu die Chance lässt. Du hoffst, dass du dein Verhalten rechtzeitig korrigierst und von ihrer Ablehnung verschont bleibst.

Wenn es so weit ist, hast du die Kritik deiner Eltern internalisiert. Die rügenden Worte deiner Eltern gehören jetzt zum Standardvokabular deiner inneren Stimme. Dir muss nur ein Glas aus der Hand fallen und schon kritisiert sie dich mit einem harschen „Trottel“ oder „Nichtsnutz“ für dein unbeholfenes Verhalten.

Wozu all das führt? Zu einem tief sitzenden Hang zur harschen Selbstkritik und starken Minderwertigkeitsgefühlen, die viele Menschen bis ins Erwachsenenalter in sich tragen.

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