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Schach

Die Welt auf 64 Feldern

By Christian Mann
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Schach by Christian Mann

Schach (2019) ist eine Kultur- und Gegenwartsgeschichte des königlichen Spiels. In einem spannenden Streifzug durch die Welt des Schachs begegnest du in den Blinks Königen und Generälen, Genies und Programmierern, jungen Talenten und alten Meistern: Sie alle lassen sich in den Bann der schwarz-weißen Felder ziehen. Du erfährst, warum Schach mehr ist als ein Spiel: Politikum, Forschungsobjekt, Kunstgegenstand und Lebensinhalt.

  • Alle, die schlecht Schach spielen, und trotzdem mehr darüber wissen wollen
  • Menschen, die glauben, Schach wäre ein rein rationales Spiel
  • Schachbegeisterte, die mehr über die wechselvolle Geschichte des Spiels erfahren möchten

Christian Mann ist Professor für Alte Geschichte in Mannheim. In seiner Jugend war er Kaderspieler des Deutschen Schachbunds. Seit 1990 führt er den Titel Internationaler Meister im Schach.

 

Original: Schach © 2019 C.H.Beck, München

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Schach

Die Welt auf 64 Feldern

By Christian Mann
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Schach by Christian Mann
Synopsis

Schach (2019) ist eine Kultur- und Gegenwartsgeschichte des königlichen Spiels. In einem spannenden Streifzug durch die Welt des Schachs begegnest du in den Blinks Königen und Generälen, Genies und Programmierern, jungen Talenten und alten Meistern: Sie alle lassen sich in den Bann der schwarz-weißen Felder ziehen. Du erfährst, warum Schach mehr ist als ein Spiel: Politikum, Forschungsobjekt, Kunstgegenstand und Lebensinhalt.

Key idea 1 of 8

Seit über hundert Jahren ist Schach ein internationaler Spitzensport mit spektakulären Finalspielen.

Brettspiele gibt es zahllose, aber nur eines davon wird auch das „königliche Spiel“ genannt. Schach fasziniert und begeistert die Menschen seit Jahrhunderten und lässt Spieler in den Kampf um die Krone der 32 Figuren auf 64 schwarzen und weißen Feldern ziehen.

Reisen wir zurück zu einem ganz besonderen Kampf, ins Berlin des Jahres 1910. Im Hotel de Rome steht am 10. Februar die letzte, alles entscheidende Partie der Weltmeisterschaft im Schach an. Das Duell wird zwischen dem deutschen Weltmeister Dr. Emanuel Lasker und dem Österreicher Carl Schlechter ausgefochten. Die Spannung liegt spürbar in der Luft, die ganze Schachwelt schaut den Kontrahenten zu. Jeder Zug wird per Telegraf nach Wien übermittelt, sodass man auch dort mitfiebern kann.

Carl Schlechter geht mit einer Führung von fünf zu vier Punkten in das letzte Spiel. Einen Punkt gibt es für einen Sieg, einen halben für Remis und null Punkte für eine Niederlage. Für Schlechter hätte es also ausgereicht, Remis zu spielen, um Lasker den Titel abzujagen.

Im 39. Zug kann Schlechter das Remis fast erzwingen, er steht ganz knapp vor seinem Triumph – doch plötzlich begeht er einen schweren, unerklärlichen Fehler und verliert. Ein einziger falscher Zug ruiniert seine Partie und seinen Traum vom Titel. Ein Zug, der Schachgeschichte schrieb.

Im November 2016, also ein gutes Jahrhundert später, steigt die Spannung in New York, wo sich der norwegische Titelverteidiger Magnus Carlsen und sein russischer Gegenspieler Sergei Karjakin beim Weltmeisterschaftsfinale gegenübersitzen. Diesmal verfolgen Millionen Schachfans aus der ganzen Welt das Match live im Internet. Nach zwölf aufreibenden Partien ist der Punktestand immer noch ausgeglichen. Um eine Entscheidung zu erzwingen, müssen sich die Kontrahenten nun im Schnellschach messen. Hier behält Carlsen schließlich die Nerven und gewinnt. Seine finalen Züge zum Schachmatt kannten die mitlaufenden Computer und Live-Kommentatoren schon, bevor er sie aufs Brett brachte.

Große Finalspiele im Schach sind heutzutage Medienspektakel. Dabei war Schach schon immer mehr als ein Denksport. Als zur Zeit des Kalten Krieges 1972 der US-Amerikaner Bobby Fischer und der Russe Boris Spasski aufeinandertrafen, war das Duell zugleich der Kampf der Supermächte, USA gegen UdSSR. Zur Freude der Amerikaner ging der Star-Spieler Fischer als Sieger hervor.

Wie kann es sein, dass einem Spiel solche Bedeutung beigemessen wird? Schach symbolisiert die Kraft des menschlichen Geistes. Große Schachspieler können Tausende Stellungen aus dem Kopf abrufen und komplexe Zugfolgen in Sekunden berechnen und vorhersagen. Als Schachfan erlebt man also das menschliche Gehirn an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit.

Entsprechend diesen Spitzenleistungen ist Schach heute ein in Ligen organisierter Sport, hinter dem eine ganze Wissenschaft steht. Etliche Regalmeter wurden allein zu speziellen Eröffnungsvarianten geschrieben.

In den folgenden Blinks geht es allerdings weniger um die haarigen Details einer Eröffnung, als vielmehr um die faszinierende Geschichte und Kultur des Schachs.

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