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Raus aus dem Stundenlohn

Nie wieder für andere arbeiten und Lebenszeit verkaufen

By Oliver Pott mit Jan Bargfrede
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Raus aus dem Stundenlohn by Oliver Pott mit Jan Bargfrede
Synopsis

Kein Druck vom Chef, keine festen Arbeitszeiten, keine Angst vorm Jobverlust – es gibt viele Gründe, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Die Blinks zu Raus aus dem Stundenlohn (2021) zeigen, wie man mit dem Konzept des Selfmade-Jobs aus seiner Leidenschaft ein erfolgreiches Business macht – und das mit minimalem Risiko. 

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Die Schattenseiten von Festanstellung und Selbstständigkeit

26.000 Mitarbeiter müssen gehen – das gab die Lufthansa im Juni 2020 bekannt. Daran mag die Corona-Pandemie nicht ganz unschuldig sein. Aber auch in den Jahren zuvor gab es immer wieder vermeintlich überraschende Meldungen, in denen DAX-Konzerne hunderttausende Stellenstreichungen verkündeten. Einen festen Job, der dir über Jahre und Jahrzehnte sicher ist, scheint es heutzutage kaum noch zu geben. 

Und doch ist die Festanstellung das am weitesten verbreitete Arbeitsmodell, denn sie bietet Vorteile: Für die Dauer deiner Anstellung erhältst du immer das gleiche Gehalt am Monatsende. Es spielt keine Rolle, ob du zwischendurch ein paar Tage unproduktiv warst, weil dein Hund gestorben ist oder du dich von deinem Partner getrennt hast. Wirst du krank, genießt du Lohnfortzahlung und – je nach Unternehmen – kommen noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld hinzu. Oder sogar Prämien, wenn das Geschäftsjahr besonders gut lief.

Die Festanstellung hat jedoch auch ihre Schattenseiten: Wenn du dich besonders ins Zeug legst, neues Wissen aufbaust und Weiterbildungen absolvierst, ist das noch lange keine Garantie für ein höheres Einkommen. Vielleicht wirst du nach einer Weile befördert, vielleicht aber auch nicht. Und es interessiert auch niemanden sonderlich, ob dir deine Arbeit Spaß macht. Du hast die vertraglich vereinbarten Aufgaben zu erfüllen und dich an die Vorgaben deines Vorgesetzten zu halten. 

Spaß und ein hohes Einkommen finden die wenigsten Angestellten in ihrem Job, dafür führen sie ein recht risikoloses Leben. Im Gegensatz zu jenen, die sich selbstständig machen. Ihnen geht es nämlich nur auf den ersten Blick besser. Sie können sich zwar für ihr Thema begeistern, sich ihre Zeit freier einteilen und sind laut einer Studie des Forsa-Instituts im Durchschnitt auch zufriedener, am Ende stehen sie allerdings oft schlechter da als Angestellte. Denn auch sie werden in der Regel pro Stunde bezahlt, aber ohne von den Sozialleistungen einer Festanstellung zu profitieren. 

Dass Freelancer ihren Stundensatz frei bestimmen können, ist keine Abkürzung in Richtung Wohlstand. Denn der Markt setzt Grenzen. Wenn die Mehrheit der Coaches ihre Sitzung für 79 Euro anbietet, kann ein Premium-Coach zwar auf seiner Website 360 Euro für eine Stunde verlangen – doch die Zahlungswilligen muss er erst einmal finden. 

Wer überdurchschnittlich viel verdienen will, muss also auch überdurchschnittlich viel und oft bis über die eigene Belastungsgrenze hinaus arbeiten. 

Wir halten also fest: Festanstellung und klassische Selbstständigkeit bieten jeweils Vorteile wie Planbarkeit oder höchstmögliche Flexibilität – aber auch viele Nachteile. 

Eine bessere Art, sein Geld zu verdienen, ist das Unternehmertum. Hier tauschst du deine Zeit nicht mehr gegen Geld, sondern gehst die Sache geschickter an. 

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