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Phishing for Phools

The Economics of Manipulation and Deception

By George A. Akerlof, Robert Shiller
12-minute read
Phishing for Phools: The Economics of Manipulation and Deception by George A. Akerlof, Robert Shiller

In Phishing for Phools zeigen die Autoren, wie die moderne freie Marktwirtschaft wirklich funktioniert. Seit Adam Smith und seiner unsichtbaren Hand waren viele überzeugt, dass die Märkte dafür sorgen, dass es uns so gut wie möglich geht. Akerlof und Shiller sehen das anders – sie demonstrieren, wie freie Märkte uns schaden. Die Gier nach Profit führt nämlich dazu, dass wir systematisch ausgebeutet, ständig in Versuchung geführt und gezielt falsch informiert werden.

  • Jeder, der sich mit Wirtschaftswissenschaft beschäftigt
  • Jeder, der in einer freien Marktwirtschaft lebt
  • Jeder, der sich nicht gerne über den Tisch ziehen lässt

George A. Akerlos ist Wirtschaftswissenschaftler und lehrt an der Universität Berkeley. Er erhielt 2001 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Rober J. Shiller ist Professor an der Universität Yale und zählt seit 2003 ebenfalls zu den Nobelpreisträgern. Die beiden haben 2010 bereits gemeinsam das Buch Animal Spirits: How Human Psychology Drives the Economy, and Why it Matters for Global Capitalism veröffentlicht.

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Phishing for Phools

The Economics of Manipulation and Deception

By George A. Akerlof, Robert Shiller
  • Read in 12 minutes
  • Contains 7 key ideas
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Phishing for Phools: The Economics of Manipulation and Deception by George A. Akerlof, Robert Shiller
Synopsis

In Phishing for Phools zeigen die Autoren, wie die moderne freie Marktwirtschaft wirklich funktioniert. Seit Adam Smith und seiner unsichtbaren Hand waren viele überzeugt, dass die Märkte dafür sorgen, dass es uns so gut wie möglich geht. Akerlof und Shiller sehen das anders – sie demonstrieren, wie freie Märkte uns schaden. Die Gier nach Profit führt nämlich dazu, dass wir systematisch ausgebeutet, ständig in Versuchung geführt und gezielt falsch informiert werden.

Key idea 1 of 7

Du willst es doch auch: Entscheidungsfreiheit ist heute nur noch eine Illusion.

Phishing for Phools! Was heißt das überhaupt? Phishing ist ein englisches Kunstwort. Es besteht aus dem „fishing“ für „fischen“ oder „angeln“, bei dem das „f“ durch ein „ph“ ersetzt wurde – typische Hackerschreibweise. Der Begriff ist auch ins Deutsche übernommen worden. Bei uns bezeichnet er den Versuch, mit Hilfe von gefälschten Webseiten oder Nachrichten an persönliche Daten von Internetnutzern zu kommen. Und „Phools“, das sind eben die Dummen: die Fools, die auf das Phishing hereinfallen.

Allerdings handelt es sich beim Phishing keineswegs nur um ein paar vereinsamte Nerds, die irgendwo im Keller Fake-Websites zusammenbasteln. Vielmehr ist das Phishing eines der wichtigsten Merkmale der freien Marktwirtschaft, und geangelt werden nicht nur die Informationen der Kunden, sondern die Kauf- und Konsumlust der Kunden selbst. Aber wie das?

Wer in der Schule im Wirtschaftsunterricht gesessen oder später an der Uni mal reingeschnuppert hat, kann sich vielleicht erinnern: Die Marktwirtschaft ist gut für uns und sie sorgt dafür, dass jeder so viel wie möglich vom großen Kuchen abbekommt. Angebot und Nachfrage regeln über den Preis alles so, dass jeder mehr oder weniger das bekommt, was er möchte.

Die meisten Lehrbücher zu diesem Thema schicken uns erst einmal in den Supermarkt: Wir haben zwei Euro und davon sollen wir Äpfel oder Orangen kaufen. Und jetzt übersehen sie etwas. Wir gehen nämlich meist nicht in den Supermarkt, vergleichen dort brav die Preise für Äpfel und nehmen dann die mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Viele Menschen gehen stattdessen in den Supermarkt und kommen mit zwei Äpfeln, drei Zeitschriften, Schokolade, einem Energydrink und einer Fertigbackmischung zurück. Und haben 20 statt zwei Euro ausgegeben. Sie sind erfolgreich gephisht worden.

Der Supermarkt manipuliert uns. Er nutzt unsere Sehnsüchte aus und erschafft künstlich neue. Er führt uns Produkte vor, die wir nicht brauchen, und lässt uns glauben, dass wir sie unbedingt haben müssen. Der Apfelkuchen gelingt schließlich mit der Fertigbackmischung viel leichter, und ein bisschen mehr Energie im Alltag kann auch nicht schaden. Um an die Kasse zu kommen, müssen wir an allen Produkten vorbei, von denen wir nur „vergessen“ hatten, dass wir sie eigentlich schon lange kaufen wollten. Und der Supermarkt ist nur das harmloseste Beispiel.

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