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On the Wild Side

Die wahre Geschichte der Popmusik

By Martin Büsser
  • Read in 12 minutes
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On the Wild Side by Martin Büsser
Synopsis

Die Popmusik hat die letzten Jahrzehnte geprägt wie kaum eine andere kulturelle Strömung. Ereignisse wie Woodstock und Künstler wie Jimi Hendrix oder Ton Steine Scherben haben den gesellschaftlichen Zeitgeist eingefangen und unser Verständnis von Musik für immer verändert. Die Blinks zu On the Wild Side nehmen dich mit auf eine spannende Reise durch die Musikgeschichte und stellen einige der größten Künstler aller Zeiten vor.

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Der Pop entwickelt sich in den USA zu Zeiten gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche.

Das Wort Popmusik benutzt jeder von uns ab und zu. Aber was genau ist Pop eigentlich und wo beginnt seine Geschichte?

Das Selbstverständnis des Pop hat sich im Laufe der Jahrzehnte konstant verändert, ohne je die Massentauglichkeit zu verlieren. Die Musik hat sich an den Stilelementen anderer Richtungen, z.B. sogar der Klassik, bedient und selbst die Entwicklung verschiedener neuer Strömungen angestoßen. Eines aber steht fest: Der Pop wurde in den 1960er-Jahren in den USA geboren.

Die 60er waren vor allem in Nordamerika eine Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche. Die junge Generation lehnte sich gegen die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Eltern und Großeltern auf und feierte Che Guevara als Heldenfigur. Ihr Unmut spiegelte sich zunehmend auch in der Musik der Zeit wider: Statt um Liebe ging es nun in vielen Liedern um Protest und Revolution.

Gleichzeitig kämpfte die Bürgerrechtsbewegung gegen Rassismus und die Diskriminierung von Afroamerikanern – im Falle der Black Panther Party sogar mit militärischen Mitteln. Soulbands politisierten sich und traten in ihren Texten solidarisch für diese Ideen ein. Junge Künstler verstanden Musik nicht länger als inhaltsloses Konsumgut, sondern als bewusst anstößige Auflehnung gegen die bestehende Ordnung.

Das Jahr 1966 gilt daher als Geburtsstunde des Pop, weil gleich zwei Alben mit den Mustern der Musikindustrie brachen: „Pet Sounds“ von den Beach Boys und „Revolver“ von den Beatles entfernten sich von gefälligen Melodien und vorhersehbaren Refrains und experimentierten erstmals mit unkonventionellen Mitteln wie Alltagsgeräuschen und klassischen Musikelementen.

Statt einer bloßen Kompilation radiotauglicher dreiminütiger Einzelstücke waren diese Platten erstmals konzeptuell durchdachte Gesamtwerke. Dass dadurch auch zunehmend Raum für mutige und sperrige Kompositionen geschaffen wurde, zeigte die Band The Velvet Underground aus New York. Das Stück „Sister Ray“ von 1968 gilt mit seinen monotonen, rückkoppelnden Einzelakkorden und den desillusionierten, teilnahmslosen Gesangsparts als Vorläufer des Punk.

Außerdem befruchteten sich verschiedene popkulturelle Kunstformen jetzt gegenseitig: 1970 gestaltete der Pop-Art-Künstler Andy Warhol das Cover der aktuellen Platte von The Velvet Underground.

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