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#Education For Future

Bildung für ein gelingendes Leben

By Gerald Hüther, Marcell Heinrich & Mitch Senf
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#Education For Future by Gerald Hüther, Marcell Heinrich & Mitch Senf
Synopsis

Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung: Unsere Welt wandelt sich tiefgreifend und rasant, direkt vor unseren Augen. Doch das deutsche Bildungssystem steckt mit dem Kopf im Sand und verschläft die Zukunft. In #Education For Future (2020) fordern Gerald Hüther, Marcell Heinrich und Mitch Senf deshalb ein radikales Umdenken – von Lehrern, Eltern und der ganzen Gesellschaft. Bildung soll nicht länger der Dressur von Nachwuchskräften für den Arbeitsmarkt dienen, sondern eine Schule für ein sinnerfülltes, freies und glückliches Leben werden. 

Key idea 1 of 9

Statt bloßem Drill für den Arbeitsmarkt brauchen Kinder Bildung für ein gelingendes Leben.

Besorgte Eltern, gestresste Lehrkräfte und getriebene Bildungspolitiker: Die deutsche Bildungslandschaft steht spürbar unter Druck. Immer größer werden die Zweifel daran, dass das deutsche Schulsystem unsere Kinder angemessen auf die Welt von morgen vorbereitet. 

So sehr Einigkeit darüber herrscht, dass etwas getan werden muss, so uneinig ist man sich in der Frage, wohin die Reise gehen soll. Die einen propagieren eine rigidere Wissensvermittlung, andere setzen vor allem auf das Trainieren von Kompetenzen. Manche halten die Lehrpläne für überladen, andere wollen sie noch erweitern. Mehr Mathe und Naturwissenschaften heißt es, aber auch Sport, Politik und Handwerkliches dürfen nicht hinten runterfallen. Gleichzeitig wären auch ein paar neue Fächer schön, beispielsweise Wirtschaftskunde, gendergerechte Sexualkunde oder Programmieren.

Unsere Bildungsdebatte verläuft chaotisch. Einem Außenstehenden drängt sich der Eindruck auf, dass hier etwas Grundlegendes nicht stimmt. Denn die wichtigste Frage wird kaum gestellt: Was ist das Ziel? Wozu brauchen wir eigentlich Bildung?

Den Verantwortlichen in unseren Institutionen scheint es in erster Linie um die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt zu gehen. Wie können wir unsere Kinder so trainieren, dass aus ihnen möglichst begehrte Arbeitskräfte werden? Wer so denkt, strebt jedoch nur eine Ausbildung an. Keine Bildung.

Die Antwort auf die Grundfrage der Bildung sollten wir nicht bei denjenigen suchen, die uns in das Chaos geführt haben, also Kultusbeamten, Bildungsexperten oder Politikern. Vielmehr sollten wir jenen zuhören, die den Kindern das Leben geschenkt und sie großgezogen haben: den Eltern. Was wünschen sie sich für ihre Kinder? Die Antworten klingen meist ähnlich: Sie wünschen sich, dass ihre Kinder glücklich durch die Schulzeit kommen und dort das nötige Rüstzeug erhalten, um ihr Leben auch als Erwachsene nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Dafür ist beruflicher Erfolg natürlich ein wichtiger Baustein. Aber wer Bildung auf diesen einen Zweck reduziert, nimmt den Heranwachsenden die Chance, wirklich frei über ihr Leben zu entscheiden. Und ist Freiheit nicht das eigentliche Ziel, dem uns Wohlstand und Fortschritt näherbringen sollen? Gleichzeitig ist Freiheit auch eine riesige Herausforderung, auf die wir unsere Jüngsten vorbereiten müssen. Ihnen zuliebe, aber auch im Sinne einer zukunftsfähigen Gesellschaft.

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